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Spielinfos Bewertungen (67) User-Reviews (12) Screenshots (6) Spiel bewerten

29. Metroid Prime

Gamecube
» Grafik: 92
» Sound: 90
» Spielspaß Solo: 92
» Spielspaß Multi: 50
» Gesamtwertung:
93
» Anzahl Bewertungen: 67     » alle zeigen
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Infos
» Von: CT
» Am: 31.05.2006
» Spielzeit: 2 - 4 h
» Grafik: 90
» Sound: 87
» Spielspaß Solo: 84
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 87
Pro
fantastische Grafik
glasklare Soundeffekte
perfekte Steuerung
altes Metroid - Feeling kommt gut rüber
Contra
sehr hoher Schwierigkeitsgrad
nicht hundertprozentig gelungene Atmosphäre
kein Multiplayer - Modus
Qualität
» bewertet mit: 10
Nach langem Warten konnte sich die Fan-Gemeinde freuen, sollte doch 2003 nach unglaublichen neun Jahren tatsächlich eine würdige Fortsetzung zum SNES-Meilenstein "Super Metroid" für eine stationäre Konsole, in diesem Fall den GameCube, erscheinen. Zwar war aufgrund des Sprungs von 2D zur 3D-Egoperspektive etwas Skepsis angebracht, doch wie sich in ersten Tests der Fachpresse herausstellen sollte, war diese völlig unbegründet, und die Spieler weltweit erwartete ein einzigartiges Meisterwerk. Oder doch nicht?


Story

Die Geschichte erinnert schon mal an alte Zeiten: Wie üblich eilt Hauptfigur Samus Aran einem Raumschiff zur Hilfe, das eben diese angefordert hat. Im Raumschiff wird sie (ja, Samus ist weiblich) dann mit einigen garstigen Monstern konfrontiert und das Schiff fliegt schlussendlich in die Luft - was in etwa dem ersten Level des Spiels entspricht.
Die Reise von Samus geht anschließend auf einem Planeten weiter, der ebenfalls erforscht werden will.
Wie bei den Vorgängern wird dem Spieler auch in Metroid Prime keine besonders ausgeklügelte Story geboten, vielmehr ist sie ziemlich unbedeutend und nur Mittel zum Zweck, was bei Spielen dieses Genres allerdings keine wirkliche Seltenheit ist.


Technik

Die Grafik von "Metroid Prime" ist absolut atemberaubend und wartet - natürlich - mit einer blitzsauberen 3D-Engine auf.
Alle Objekte, Gegner und Landschaften wirken, sofern man das von kargen Weltraumlandschaften überhaupt behaupten kann, äußerst detailliert und verblüffend realistisch, sieht man mal von der wenig realitätstreuen Thematik ab.
Farbenfroh ist die Optik zwar nicht gerade, aber das war bislang bei keinem "Metroid" der Fall und ist somit auch ganz gut so.
Neben der Grafik an sich überzeugen auch die vielen Spezialeffekte wie Spiegelungen oder Feuer; das Wasser sieht in "MP" allerdings eher durchschnittlich aus - ein Spiel wie "Starfox Adventures" kann da schon eher Maßstäbe setzen. Die Framerate ist übrigens auch ziemlich konstant, lediglich bei großem Gegneraufkommen kann es ab und an mal ruckeln; PopUps sucht man in Metroid Prime gar völlig vergeblich.


Sound

Sicherlich passt die Musik mit ihren meistens bedrohlichen, düsteren und leicht "elektrischen" Klängen wunderbar zum Geschehen auf dem Bildschirm, mein Ding ist sie aber trotzdem nicht, da sie nicht besonders abwechslungsreich und schon gar nicht gut einprägsam ist. Immerhin ist die Musik im Menü vor dem Spielstart ein echter Ohrwurm, auch wenn sie ziemlich abstrakt klingt.
Die Soundeffekte können da schon viel mehr überzeugen. Glasklar, passend und absolut realistisch hören sich Effekte wie Explosionen, abgefeuerte (Laser-)Munition, Regen oder zertrampelte Kleinstgegner an - ein dickes Lob an die Programmierer beziehungsweise die Leute, die für die Soundeffekte verantwortlich waren: Selten hatte ich bei einem Ego-Shooter so das Gefühl, dank der Soundeffekte mitten im Geschehen zu sein.


Gameplay

Kommen wir zum - wie immer - wichtigsten Punkt eines Spiels, dem Gameplay.
In "Metroid Prime" steuert man Samus Aran im Gegensatz zu den Vorgängern aus der Ego-Ansicht (vormals Sideview), sodass aus "MP" ein fast lupenreiner Ego-Shooter wurde. "Fast", weil es in "MP" weniger darauf ankommt, möglichst viele Gegner mit vielen verschiedenen Mega-Wummen zu plätten, sondern eher, die Level zu erforschen, Schalter zu aktivieren, Informationen zu sammeln und ab und an auch mal ein paar Sprungeinlagen zu absolvieren.
Gegner gibt es selbstverständlich auch einige, meistens liegen jedoch lange Laufwege zwischen zwei verschiedenen Gegnern. Dafür tauchen sie nach ihrem Ableben immer wieder auf, wenn man einen bereits verlassenen Raum erneut betritt.

In "Metroid Prime" durchquert man Level für Level, wobei die einzelnen Areale ziemlich umfangreich sind und es so schon mal etwas dauern kann, bis man einen Level beendet. Selbstverständlich sorgt dafür auch der sehr hohe Schwierigkeitsgrad, der mich schon im ersten Level dreimal zum Ableben und Wiederholen bewegen konnte. Die Gegner sind - auch wenn es nicht immer so arg viele sind - ziemlich zäh und selbst mit äußerst starken Waffen oder einem sehr robusten Körper bestückt, sodass es sehr schwer ist, gegen mehrere Gegner gleichzeitig zu kämpfen - vor allem, weil man den Schüssen der Gegner oftmals nur sehr schwer ausweichen kann.
Auch die viel zu seltenen Speicherstationen fördern die frustigen Erlebnisse in "Metroid Prime". Wenn man im Prinzip nur einmal im ganzen Level speichern kann, ist es leicht passiert, dass man große Teile des Levels oder sogar die ganze Mission noch einmal spielen muss, was mir selbstverständlich auch einige Male passiert ist.

Zum Glück ist "Metroid Prime" steuerungstechnisch absolut perfekt. Samus lässt sich mit dem linken Analog-Stick sehr präzise steuern, die Tasten des Pads dienen zum Feuern, Anvisieren, Springen, Scannen oder zum beliebten "Strafen".
Die Sprungeinlagen sind übrigens relativ einfach und nicht so frustig wie in anderen Ego-Abenteuern wie beispielsweise "Turok" ausgefallen.
Wie auch immer, an die Steuerung gewöhnt man sich jedenfalls sehr schnell, aber der erste Level lädt ja auch förmlich zum Ausprobieren jeglicher Kontrollelemente (wie z.B. auch des altbekannten Morphballs, mit dessen Hilfe man durch enge Öffnungen durchrollen kann) ein.
Das einzig Nervige an der Steuerung ist das zumindest zu Beginn häufige und damit lästige Umschalten zwischen Scan- und Battle-Visor, um abwechselnd Objekte zu scannen (und Informationen darüber zu bekommen) und Gegner aufs Korn zu nehmen.
Munition für die Gegner hat man zumindest beim normalen Lasergewehr unendlich viel, dafür sind die speziell in der ersten Mission oft benötigten Raketen nur begrenzt vorhanden, können aber manchmal nach dem Erlegen eines Gegners durch eine Rakete wieder aufgesammelt werden.
Fazit
Alles in allem ist "Metroid Prime" sicherlich ein ordentliches Spiel, in meinen Augen jedoch nicht der von vielen Zeitschriften und Online-Magazinen angepriesene Super-Hit, da der Schwierigkeitsgrad wie schon bei "Super Mario Sunshine" oder "Wave Race - Blue Storm" extrem hoch ist und so der Frust meist die Freude überwiegt.
Des Weiteren gefällt mir die Atmosphäre im gesamten Spiel nicht sonderlich, sodass ich mich trotz der überwältigenden Technik nur schwer dazu motivieren konnte, dem Spiel nach den ersten zwei - knüppelharten - Welten noch eine weitere Chance zu geben.
Der Vorgänger "Super Metroid" gefiel mir deutlich besser, dennoch würde ich allen Metroid-Fans (und solchen, die es werden wollen) empfehlen, das Spiel ausführlich anzutesten und dann gegebenenfalls zum Budget-Preis zu kaufen - oder eben auch nicht.
Infos
Erhältlich für
Genre
Adventure
   Ego-Adventure
Publisher
Nintendo
Entwickler
Retro Studios
Website
www.nintendo-eu...
Release
Erhältlich
Spiel kaufen
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Features
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