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Spielinfos Bewertungen (15) User-Reviews (3) Screenshots (7) Spiel bewerten

166. Star Wars: Battlefront

Xbox
» Grafik: 89
» Sound: 91
» Spielspaß Solo: 85
» Spielspaß Multi: 92
» Gesamtwertung:
90
» Anzahl Bewertungen: 15     » alle zeigen
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» Gesamtwertung: 4 /5
Noch keine Wertung vorhanden.
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Infos
» Von: KoRnflake
» Am: 23.07.2005
» Spielzeit: 30-40 h
» Grafik: 88
» Sound: 91
» Spielspaß Solo: 86
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 89
Pro
packende Atmosphäre
Detailreichtum
super Soundkulisse
spaßige Multiplayer-Schlachten
interessanter Singleplayer
Contra
teilweise zu hektisch
schlechte Menüführung
teilweise verwaschene Texturen
Qualität
» bewertet mit: 10
Star Wars – Bei diesem Begriff dürften zahlreiche Fans aufhorchen. Ähnlich sieht es aus, wenn ich den Begriff Battlefield in den Raum werfe. Doch was passiert, wenn ich diese beiden Schlagwörter kombiniere? Richtig - heraus kommt eine epische online-Schlacht die ihres Gleichen sucht. Lucas Arts hat wieder einmal die Lizenz des sagenumwobenen Krieg Der Sterne genutzt und ist mit Hilfe von den Pandemic Studios und Activision auf den Erfolg versprechenden Zug der online-Multiplayer Spiele aufgesprungen. Nach vielfachen Singleplayer-Umsetzungen der beliebten Star Wars Reihe wurde sich jetzt offensichtlich an dem Online-Shooter Battlefield 1942 aus dem Hause EA orientiert, welches bekanntermaßen ebenfalls die Aufmerksamkeit einer nicht unerheblichen Anhängerschaft genießt. Doch wird Star Wars Battlefront den Anforderungen gerecht, oder reiht es sich in die dunkle Liste der miesen Filmumsetzungen ein?


Es war einmal, vor langer Zeit in einer weit entfernten Galaxis…
Stilgerecht bekommt ihr bei Spielbeginn die Story durch die altbewährte, durchs Bild fliegende Schrift näher gebracht. Wie wahrscheinlich schon erwartet, gilt es die epochalen Schlachten nachzuspielen. Star Wars Battlefront vereint hierbei alle großen Schlachten der Saga. So könnt ihr entweder die Geschehnisse der „ersten“ oder der klassischen Filme hautnah miterleben. Je nach Epoche könnt ihr euch an den Gefechten des galaktischen Bürgerkrieges zwischen den Rebellen und des mächtigen Imperiums, oder der Klonkriege zwischen der Droidenarmee der Separatisten und den Klonkriegern der Handelsföderation beteiligen und begebt euch in die fantastischen Welten bekannter Planeten und Gebiete wie beispielsweise der Eiswüste von Hoth, Naboo der Wolkenstadt von Bespin oder den bekannten Welten von Endor. Star Wars Fans werden hier voll auf ihre Kosten kommen.



Möge der Saft mit Dir sein
Anders als in anderen Star Wars Umsetzungen schlüpft ihr nicht in die Rolle eines wagemutigen Helden oder Jedi-Ritters, sondern kämpft, wie es der Name schon vermuten lässt, an vorderster Front – und genau das macht den Reiz von Star Wars Battlefront aus. So dürft ihr die großen Gefechte aus der Sicht eines einfachen Fußsoldaten, Piloten oder Kampfdroiden verfolgen.

Hierbei stehen euch grundsätzlich fünf unterschiedliche Einheiten zur Verfügung, die sich natürlich je nach Partei in Aussehen, Fähigkeiten und Ausrüstung voneinander unterscheiden. Dennoch lassen sich jeweilige Einheiten gut mit den üblichen Oberbegriffen betiteln. So dürfen natürlich die „einfachen“ Soldaten nicht fehlen. Hierzu zählen die Rebellensoldaten der Allianz, die typischen weißen Sturmtruppen des Galaktischen Imperiums, die Klon-Truppen der Republik, und die Super-Kampfdroiden (B2) der Konföderation unabhängiger Systeme. Bis auf letztere ziehen die Soldaten mit Blastergewehr, Blasterpistole und diversen Granaten in die Schlacht. Der B2 der KUS besitzen hingegen Handgelenkblaster, Dreifachschuss und eine Handgelenkrakete.
Dann wäre da noch die Klasse der Anti-Amor. Hierzu zählen Allianzvorhut, Schocktruppe, ARC Truppe und die Angriffsdroiden. Diese sind allesamt mit Raketenwerfer, Blasterpistole, Thermaldetonatoren und Minenleger ausgestattet, und eignen sich hervorragend dazu gegen gegnerische Fahrzeuge vorzugehen, oder enge Infanteriestellungen auszumerzen.
Jede Partei ist darüber hinaus mit einer Piloteneinheit versorgt (Rebellenpilot, Imperialer Pilot, Klon-Pilot, Pilot-Droide), die zwar keine Vorrangsstellung in Bezug auf die Fahr- und Fluggeräte besitzen, allerdings als Versorgungseinheit unentbehrlich sind. Sie reparieren Fahr- und Flugzeuge sowie Geschütze, versorgen die Truppen mit Munition oder betätigen sich als Feldsanitäter.

Ebenso hilfreich können die Scharfschützeneinheiten sein. Rebellen-Scharfschützte, Spütruppe, Klon-Scharfschütze und Scharfschützen-Droiden sind mit Sniper-Blastern und Aufklärungsdroiden ausgerüstet, und dienen dazu die gegnerische Infanterie aus sicherer Entfernung auszuschalten.
Neben diesen üblichen Einheitstypen hat jede Partei noch eine Spezialtruppe in ihrem Kontingent. Die Rebellen heuern die sympathischen Wookiee-Schmuggler an, die mit Armbrust, Granatenwerfer und Zeitbomben unterstützen. Das Imperium vertraut ganz auf ihre Dunklen Truppen, die mit Hilfe von Jet-Packs kurze Distanzen schnell überwinden können. Die Jet-Packs finden ebenfalls Einsatz bei der Jet-Truppe der Republik, die neben dem praktischen „Fluggerät“ auch noch über einen EMP-Werfer verfügen. Die KUS schwört hingegen auf eine weitere Bodentruppe. Die Droideka ist ein krebsartiger Zerstörer-Droide, der sich zusammenrollen, und sich so als eine Art Rad, sehr schnell zu den feindlichen Stellungen vordringen kann. Außerdem besitzt er ein eigenes Schutzschild, was ihn zu einer gefürchteten Spezies macht.

In den Schlachten stehen sich aber selbstverständlich immer nur die Parteien der jeweiligen Epoche gegenüber. So werden sich aber Kenner der Saga sofort heimisch fühlen. Als zusätzliche Kampftruppe mischen auf Endor z.B. die kleinen Ewoks, und auf Tatooien die Sandleute kräftig ins Kampfgeschehen ein.
Neben den wirklich gelungenen Bodentruppen warten aber auch zahlreiche überzeugende Fahrzeuge auf ihren Einsatzbefehl. Die Fortbewegungsmittel sind in die Kategorien Spürfahrzeuge, Mittlere Sturmfahrzeuge, Schwere Sturmfahrzeuge, Schwere Sturmtransporter, Raumjäger und Angriffs-Transportflugzeuge eingeteilt. Die Vielzahl und die Detailtreue können wirklich überzeugen. Wer wollte noch nicht in einem der gewaltigen AT-ATs die Gegend unsicher machen, oder im Gegenzug einen eben solchen per „Kabel-Attacke“ des Schneegleiters zu Fall bringen? Für genügend Abwechselung wurde gesorgt. Egal ob ihr mit den rasanten Speeder Bikes durch die Gegend flitzt, oder in einen der legendären X-Wings, Y-Wings oder TIE-Fighter Platz nehmt. Euch wurden über zwei Dutzend Fahr- und Fluggeräte spendiert. Ihr dürft sogar auf dem Rücken diverser Reittiere aufsitzen.
Die Steuerung der einzelnen Vehikel ist im Großen und Ganzen eher einfach ausgefallen, so dass niemand ernste Probleme dabei haben dürfte das Schlachtfeld unsicher zu machen. Es geht lediglich manchmal etwas hektisch zu, sodass es schwer fallen kann sich auf einen effektiven Angriff zu konzentrieren, oder nicht aus dem Kampfgeschehen zu fliegen. Es bleibt aber zu sagen, dass auch der Einsatz der Fahrzeuge mächtig Spaß bringt, und das Spielgeschehen und die Atmosphäre gewaltig aufwertet.

Star Wars Battlefield
Star Wars Battlefront konzentriert sich sehr stark auf den Multiplayer-Part. Wie bereits erwähnt erinnern Spiel und Titel stark an die beliebte Battlefield-Reihe. Auch in den Star Wars Galaxien treten zwei Fraktionen gegeneinander an, um die auf den Maps verteilten Kontrollpunkte zu erobern oder zu verteidigen. Diese dienen auch gleichzeitig als Spawn-Punkte, also können gefallene Einheiten hier wieder ins Spielgeschehen zurückkehren, sofern es die Punkte des Teams zulassen. Sobald eine Seite mindestens die Hälfte der Kontrollpunkte eingenommen hat und verteidigen kann, sinkt der Punktestand der gegnerischen Partei. Des Weiteren vermindert jeder gefallene Teamkollege die Anzahl besagter Punkte. Sobald eine Seite keine Punkte mehr hat bzw. sämtliche Gegner eliminiert wurden gilt die Runde als gewonnen. Taktisches Vorgehen im Team ist hier natürlich äußerst ratsam, wobei hier stets schnell gehandelt werden sollte, da die meisten Schlachten sehr schnell in ein hektisches Chaos von vorbei zischenden Lasern und donnernden Explosionen ausarten, was allerdings keinesfalls negativ gemeint ist.

Doch das Spiel bietet auch einen nicht zu unterschätzenden Einzelspieler-Modus, der sich im Vergleich zur Konkurrenz wirklich mal sehen lassen kann. Häufiger Knackpunkt ist hierbei die KI der Bots, welche den Spielspaß eines Singleplayer-Gefechts im 2.WK-Szenario oftmals im Keim ersticken ließen. Bei Star Wars Battlefront sieht es zwar nicht grundlegend anders aus, allerdings wäre dem Spiel Unrecht getan, wenn man die Bots direkt mit denen bei beispielsweise BF vergleichen würde. Gerade die vom Computer gesteuerte Luftunterstützung bietet oftmals eine wirkliche Verstärkung und die blechernen Genossen reagieren im Wesentlichen auch gut auf erteilte Befehle. Was den Singleplayer aber wirklich erst spielenswert macht, ist die Tatsache dass sich die Entwickler bei den Spielmodi nicht einfach auf die faule Haut gelegt haben. So könnt ihr in der „Historischen Kampagne“ entweder die Geschichte der klassischen, oder die der modernen Filme nachspielen. Die einzelnen Missionen werden durch kleine Filmausschnitte verbunden, und bauen noch ein Stück weite mehr Spannung auf. Interessant ist, dass ihr innerhalb der Kampagne automatisch die Seite wechselt, und auf diese Weise mal auf der einen, und mal auf der anderen Seite kämpft. Nach erfolgreichen Missionen werdet ihr oftmals mit diversen Bonusobjekten belohnt, und dürft so beispielsweise an der Seite des mächtigen Darth Vader oder auch Luke Skywalker kämpfen, welche vom Computer gesteuert werden. Es erweist sich allerdings als äußerst spaßig dem röchelnden Anakin Rückendeckung zu geben, während dieser sich mit seinem Laserschwert durch die Gegnermassen schnetzelt.

Nicht minder interessant ist der Spielmodi „Galaxis-Eroberung“. Hierbei gilt es die Herrschaft über alle verfügbaren Planeten an sich zu reißen, und einen Teil der Galaxis zu beherrschen. Nachdem man sich für eine Partei entschieden hat, läuft das Spiel rundenbasiert ab. Das heißt, der Spieler der am Zug ist sucht sich den Ort der zu schlagenden Schlacht aus. Ist man siegreich erhält, bzw. bekommt das Wahlrecht betreffend des Planeten, auf dem die nächste Schlacht ausgetragen werden soll. Hierbei gilt es taktisch vorzugehen, denn die Planeten bergen diverse Boni die in der Schlacht äußerst hilfreich sein können. Ziel ist es, dass gesamte Planetensystem zu kontrollieren. Die Schlachten spielen sich hierbei nach der gewohnten Prozedur ab.



Schau mir über die Schulter, Kleines
Die Steuerung unterscheidet sich generell nicht sonderlich von anderen Shootern. Die Einheiten (abgesehen von speziellen Einheiten) ballern, laufen, springen, schwimmen, ducken sich, legen sich hin, etc. Darüber hinaus kann eine Seitwärtsrolle ausgeführt werden, die oftmals sehr praktisch sein kann. Grundlegend ist aber nichts Außergewöhnliches zu berichten. Standardmäßig steuert ihr eure Einheit aus der Ego-Perspektive. Wahlweise ist aber auch eine Außenansicht zuschaltbar. Die Steuerung geht schnell ins Blut über, was bei den teilweise schon sehr hektischen Schlachten aber auch mehr als sinnvoll ist.
Auch die Fahrzeuge sind allesamt relativ leicht zu bedienen, wobei es teilweise auch hier recht hektisch zugeht, was einen effektiven Angriff nicht unbedingt vereinfacht. Teilweise muss man schon mal auf die Bremse gehen um mit seinem Speeder-Bike nicht die Kontrolle zu verlieren, oder mit seinem Fluggerät nicht außerhalb des Kampfgebiets zu landen.
Zu kritisieren ist meiner Meinung nach aber die Menüführung im Spiel. Sie ist einerseits optisch nicht sehr ansprechend, und vermittelt auch nicht die an sich sehr gut in Szene gesetzte, und oftmals angesprochene Atmosphäre im Spiel.

Was blendet hier denn so?
Zur Grafik des Spiels muss man schon sagen: „wow! …nicht übel“. In der Tat sehen gerade Bodentruppen und Fahrzeuge nicht nur enorm gut aus, sondern sind den Originalen wirklich sehr gut nachempfunden. Hier werden Fans sicher nicht enttäuscht werden. Und auch die Original-Schauplätze können überzeugen. Egal ob Vegetationsreiche Wälder, Schneelandschaften, Wüstengebiete, Städte, etc. Die aufkommende Atmosphäre ist wirklich eindrucksvoll. Jetzt weiß man wie es ist, wenn ein mächtiger AT-ST auf einen zustampft und mit seinen gewaltigen Blastern alles ummäht. Besonders der Sound trägt hierzu bei. Lucas Arts Sound Archiv wurde geplündert, um das Spiel mit den original Star Wars Musikstücken und Sounds zu versehen. So sehen die Laser nicht nur gut aus, sondern hören sich auch besonders gut an, wenn sie haarscharf an deinem Kopf vorbei zucken.
Beim Sound wurde wirklich erstklassige Arbeit geleistet, was man schnell an der aufkommenden Krieg der Sterne-Atmosphäre spürt.
Hinzu kommen die zahlreichen Details die das Spiel in sich birgt, und dank der flüssig animierten Charaktere auch jedes Mal nett anzusehen sind. Alles in Einem kann man sagen, dass es bei Grafik und Sound eigentlich nichts zu bemängeln gibt. Die teilweise etwas verwaschenen Texturen und selten auftretenden Clipping-Fehler werden durch die gelungene Star Wars Atmosphäre auf alle Fälle wettgemacht.
Fazit
Ich muss zugeben, dass ich kein sonderlicher Sci-Fi Fan bin, und mich auch nicht unbedingt zu den Star Wars -Anhängern zähle, weshalb ich auch nicht allzu voreingenommen an das Spiel gegangen bin. Aber so kann ich sagen, dass sich auch nicht-Fans von Luke & Co. Für das Spiel begeistern lassen können. Star Wars Fans sollten sich das Spiel zumindest mal angucken, und für Fans, die auch noch gerne Titel wie Battlefield oder Joint Operations spielen, kommen um diesen Titel eigentlich gar nicht herum. Die Atmosphäre die vor allen Dingen durch Detailreichtum, Originalität, und Sound hervorgerufen wird, ist schlichtweg spitze. Die Grafik weiß trotz kleinerer Mängel ebenfalls zu überzeugen.
Wer sich mit dem Genre des online-Shooters und oder hektischen Gefechten nicht unbedingt anfreunden kann, sollte wenigstens mal ein Probespiel wagen. Dieser Titel hat es verdient. Zwar bieten Battlefield & Co. Mehr Tiefgang in Sachen Taktik, doch Star Wars Battlefront bietet eine willkommene Abwechslung zu dem meiner Meinung nach ausgelutschten 2. Weltkriegs- oder Vietnam- Szenarios.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
   Ego-Shooter
Publisher
Activision
Entwickler
LucasArts
Website
www.lucasarts.c...
Release
24. September 2004
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Features
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