Unreal Championship 2 überzeugt durch hübsche Optik und makellosen Xbox Live-Support.Es ist soweit:
Unreal Championship geht in eine neue Runde! Doch handelt es sich bei
Unreal Championship 2: The Liandri Conflict sicherlich nur um eine gekürzte Portierung irgendeines PC-Vorbilds, oder? Nein, denn die Entwickler von
Epic Games kreierten mit ihrer zweiten Auflage einen eigenständigen Shooter, der zudem mit interessanten Features aufwartet. Ob die Fortsetzung den hohen Spieleransprüchen gerecht werden kann, verraten wir euch in unserem informativen Master-Review.
Auf schmalen Solopfaden Erstmal vorneweg: Mit
Unreal Championship 2: The Liandri Conflict halten Xbox-Spielernaturen - wie im Vorfeld bereits zu erwarten war - keinen herkömmlichen Shooter in ihren Händen. Die Marschroute der Entwickler ist klar ersichtlich und
somit bildet ein facettenreicher
Mehrspielermodus erneut das Herzstück. Folglich ist es kaum verwunderlich, dass ihr auf
Solopfaden nur mit sehr dürftiger Spielkost abgespeist werdet. Doch wie sieht das im Detail aus? Bei der
Thronbesteigung, die mit einer eher
spärlichen Hintergrundgeschichte aufwartet, werden solange Kämpfe ausgetragen, bis ihr schließlich zum Kaiser aufgestiegen seid. Summa summarum stehen euch dabei
14 individuelle Charaktere zur Auswahl, die sich je nach Wahl des Schwierigkeitsgrads in
drei bis vier Spielstunden freischalten lassen. Zugegeben: Wer für die anstehenden Online-Matches effektiv trainieren will, findet im Solomodus eine geeignete Möglichkeit. Dem entgegen reißt das Gebotene Spielernaturen ohne Xbox Live-Anbindung trotz hübscher Renderfilmchen nicht vom Hocker.
Effektive Neuerungen? Wie bereits erwähnt wartet
Unreal Championship 2 mit einigen taufrischen Features auf. Neuerdings könnt ihr das
Spielgeschehen auch aus der Third-Perspektive betrachten. Dies hat zur Folge, dass ihr eure Gegner nun zusätzlich im Nahkampf
mit Schwertern, Messern oder sogar blanken Fäusten ins Verderben schickt. Doch leider leistet die neue Kamera dem Spielgeschehen nicht immer optimal Folge, so dass sich die
gelungene First-Person-Ansicht rasch als bessere Wahl herausstellt. Womöglich auch aus dem Grund, da euch hier neben Raketenwerfer, Flak-Kanone und Ripjack auch Granatwerfer, Stinger oder Snipergewehr zur Verfügung stehen. Trotz alledem ist die Schulterperspektive keineswegs misslungen, da nun eine Vielzahl spezieller Angriffe den
Spielverlauf abwechslungsreicher gestalten. Apropos Abwechslung: Eine Reihe neuer Fähigkeiten wie z.B. Wiederbelebung oder Teleport, die ihr durch das Einsammeln von Energiekugeln aktiviert, runden das Geschehen ab. Weniger gelungen ist hingegen die Tatsache, dass im
Kampfgeschehen nur zwei Schusswaffen zugelassen sind - etwas mehr hätten es durchaus sein dürfen.
Überzeugender Mehrspielerpart? Bewegt ihr euch auf Mehrspielerpfaden bietet der Titel ein reichhaltiges Paket, das im Übrigen höchst motivierend ausfällt. Mit von der Partie sind natürlich die Klassiker
Capture the Flag,
Deathmatch sowie
Team-Deathmatch. Ferner werden
euch die Spieltypen
Überdosis (simples Fussballspiel im
Unreal-Stil),
Überleben (der Letzte in der Runde gewinnt) und
Nali-Töten (abgemurkst werden nur friedliche Lebewesen) angeboten, die allesamt frischen Wind ins Netzwerk pusten. Keine Frage: In punkto Abwechslung und Design können sich die über
40 verschiedenen Karten sehen lassen. Schade nur, dass die Größe der Areale nicht immer überzeugt, denn nicht wenige Kämpfe arten schließlich in nerviger Unübersichtlichkeit aus. Doch wie schlägt sich der Titel online? Der Xbox Live-Modus läuft bis auf vereinzelte Ruckeleinlagen rund und serviert euch
spannende sowie schweißtreibende Mehrspielermatches, die etliche Stunden vor dem Bildschirm wie im Flug vergehen lassen. Bis zu acht Spieler - auch via LAN - können es in großer
Unreal-Manier gleichzeitig krachen lassen. Dennoch haben die Entwickler auf Fahrzeuge, Raumschiffe oder andere Vehikel verzichtet - dem Gameplay hätte es zweifellos gut getan!
Technischer Leckerbissen Wie es sich für einen Titel dieser Reihe gehört, zeigt sich die Grafik fast unaufhörlich von ihrer Sonnenseite. Dafür verantwortlich ist mitunter die sattelfeste
Unreal-Engine, die Texturen, Effekte sowie Animationen ausgezeichnet aussehen lässt. Die
» Hübsche Effekte inklusive. |
Darstellung der Waffen, welche auf der aktuellen Xbox-Konsole wohl kaum besser ausgesehen haben, hat sich indes ein besonderes Lob verdient. Offline ist das rasante Spielgeschehen komplett ruckelfrei. Über Xbox Live verzeichnet die
Framerate jedoch so manchen Einbruch, was sehr wohl etwas lästig werden kann. Dafür wird man jedoch mit
wunderschönen Umgebungen entschädigt, die euch inmitten von Wüsten, Dungeons oder Berglandschaften Kampf um Kampf bestreiten lassen. Die Soundtechnik ist zwar insgesamt gelungen, reicht dennoch nicht an die glänzenden Optikwertung heran. Dabei macht vor allem der
recht eintönige Soundtrack mit vielen langweiligen Musikstücken keine allzu gute Figur. Die Sound-FX und Synchronisation stellen jedoch schlussendlich ein passables Klangniveau unter Beweis.