» drucken |
Link: www.userrankings.com/xbox/spiel/905/4302/userreview.html |
|
» Anzahl Bewertungen: 12 » alle zeigen
|
Bitte einloggen, um Spiel bewerten zu können.
|
||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||
|
|
» bewertet mit: 10
|
Liebe Freunde des runden Leders und der gelben Karten,
auf geht‘s in eine neue Saison von EA Sports‘ „FIFA 2005“. Gleich eines vorweg: Die aktuellste Ausgabe ist seit Jahren die beste Version und endlich ist EA mit FIFA wieder auf die richtige Bahn gekommen. Warum und wieso, lest ihr in meinem kurzen Test. Der Umfang Neben den üblichen Varianten wie Quick Match, Freundschaftsspiel und Saison gibt es endlich einen schönen ausgereiften Karrieremodus. Während man in den ersten drei genannten Spielvarianten aus Hunderten von lizenzierten Teams, Spielern und Stadien frei wählen kann (nur die Mannschaft aus Timbuktu fehlt noch), ist man im Kernstück des Spiels - dem Karrieremodus - bei der Teamwahl etwas eingeschränkt. Hier gilt es, einen vorgegebenen Verein aus den zweiten Ligen Europas über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren zum erfolgreichsten Verein zu coachen, den die Welt je gesehen hat. Nachdem ihr euch also für ein Team entschieden habt und ein Konterfei eures Trainers ausgewählt habt, geht es gleich los mit zahlreichen Einstellungen über Mannschaftsaufstellungen, Taktiken, Transfers oder Trainer-Einstellungen. Entscheidend dabei: Es gibt einen Zufriedenheitsbalken, der mit den Siegen und Niederlagen steigt und fällt. Je zufriedener Fans und Management mit dir als Trainer sind, umso mehr Eigenschaftspunkte kann man sammeln und umso höher ist Chance, namhafte Spieler auf dem Transfermarkt für sein Team gewinnen zu können. So durchläuft man also die komplette Saison inkl. DFB-Pokal oder auch Champions-League. Mit steigendem Erfolg erhält man also nicht nur Wertigkeits-Punkte, die man auf die Co-Trainer wie Angriff, Mittelfeld, Verteidigung, Torwart, Arzt oder auch Finanzabteilung legen kann, sondern auch Geld-Punkte, mit denen man neue Spieler auf dem Transfermarkt erwerben kann. Leider gibt es in unregelmäßigen Zeitabständen immer mal wieder Geldabzüge, so z.B. Strafgelder oder Renovierungskosten für das Stadion. Während des Spielens kann man übrigens auch Punkte für besondere Tätigkeiten einstreichen, so z.B. 1000 Punkte für dein erstes Spiel ohne Gegentor, 6000 Punkte für den Sieg durch Elfmeter-Schießen usw. (ähnlich den NHL-Cards, wie sie in den NHL-Spielen bis zur 2004er Vrsion eingesetzt wurden). Mit diesen Punkten kann man in einem Shop-System Goodies kaufen. Diese Goodies bestehen aus 70% Original-Auswärtstrikos diverser Teams, 20% Original-Stadien und 10% Fußbällen bzw. Original-Schiedsrichtern wie z.B. Collina, die alte Glatze! Gameplay Die Steuerung war ja DER Kritikpunkt der letzten Versionen. Besonders die Off-The-Ball-Control hat den Spieler oft zur Verzweiflung getrieben. Endlich geht es wieder aufwärts! Während die Standard-Steuerung mit Pässen, Flanken oder Torschüssen geblieben ist, ist die OTB-Control zwar entschärft worden, aber immer noch ist es zu schwierig, sie effektiv einzusetzen. Man muss nämlich durch Klick auf die weiße Taste den Mitspieler freilaufen, dabei den Ballführer im Auge behalten und zum richtigen Zeitpunkt den Pass spielen. WENN es gelingt, dass ist die OFT-Control ein perfektes Mittel zum Zweck. Doch meistens scheitert man an Knoten in den Fingern und Augen. Macht aber nichts, denn das Passsystem und vor allem das Dribbling wurden extrem verbessert. Beim Dribbling kann man den rechten Ministick in eine beliebige Richtung drücken und so den Gegner gekonnt umgehen. Sehr einfach zu bedienen, sehr effektiv - dabei nur eine Frage des richtigen Timings. Sonst wäre es ja auch zu leicht. Pässe kommen zwar immer noch fast zu genau, aber es gibt jetzt mehr Fehlpässe. Ebenfalls neu: „First Touch“. Beim Pass drückt man den rechten Ministick kurz in die Laufrichtung, so wird der Ball in den Lauf vorgelegt und der Spielablauf ist wesentlich flüssiger. An der Ausführung der Frei- und Eckstöße hat sich zur 2004er Version eigentlich nichts geändert. Außerdem „klebt“ der Ball dem Spieler nicht mehr Fuß. Den Spielern passieren Fehlern, der Torwart ist weiterhin zu schlagen, FIFA ist ein bißchen realistischer geworden ohne dabei das einfache Handling missen zu lassen. Mal abgesehen von der zwar entschärften aber immer noch komplizierten OFT-Control ist die Steuerung also wieder verbessert worden und so ist FIFA endlich wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Die Grafik Bei EA‘s Sportspielen gab es nie Grund zu Beanstandungen. So auch jetzt nicht. Die Grafik ist wieder besser geworden, die Spieler sind noch detaillierter und dem Vorbild besser getroffen, die Stadionatmosphäre ist noch lebendiger. Die Animationen der Spieler sind ungalublich realistisch, sie sind nicht mehr so steif, ihnen wurde mehr Leben eingehaucht. Die Wettereffekte sind ebenfalls gut in Szene gesetzt. Zum Beispiel der Regen: Wenn der Ball am Boden aufspringt, sieht man das Wasser spritzen und der Ball bleibt mehr oder weniger am Boden picken. Das wirkt sich auch auf die Spielbarkeit aus, die Spieler rutschen schneller und die Laufgeschwindigkeit des Balles wird reduziert. Der Sound Auch hier gewohnte Qualität. Gute Soundkulisse, realistische Fangesänge. Und natürlich auch wieder jede Menge Musik von mehr oder weniger Bekannten Interpreten, wenn auch der Soundtrack dieses Mal nicht so gewaltig ist wie z.B. bei NHL 2005. Wer die Stücke nicht mehr hören kann, schaltet sie Stück für Stück aus - oder dreht die Menümusik gleich ganz herunter. Die Qualität der Kommentatoren ist zwar etwas besser geworden (sie haben mehr Emotionen in der Stimme), aber dennoch kommen zu oft unpassende und sinnlose Statements. Denen dreht man auch nach dem 5. Torschuss den Saft besser ab. Endlich online kicken Wer hätte DAS gedacht. Nachdem bei allen anderen EA-Sport-Games der Online-Part gestrichen wurde, hat EA es endlich geschafft, uns ein Fußball-Spiel online spielen zu lassen. Mit der EA-Online-Premiere von „Burnout 3“ kam bei vielen Xbox-Live-Spielern aber schnelle Ernüchterung und Zweifel darüber, was EA wohl mit FIFA anstellen würde. Doch wie sich herausstellte, hat EA uns allen eines Besseren belehrt. Beim Einloggen kann man wie gewohnt gleich über Quick-Match den Rasen betreten. Wer mit Freunden kicken will, geht einfach in die Freundesliste – hier Messenger genannt – klickt den Buddy an und fordert ihn heraus. Im Messenger kann man übrigens auch sehen, wer in welchem Spiel unterwegs ist und, wenn jemand schon in FIFA 2005 online ist, gegen wen gerade gespielt wird. Außerdem kann man innerhalb von FIFA auch verbal chatten. Nur schade, dass der Chat nur zu zweit geht. Andernfalls muss man leider Textnachrichten verschicken, und die sind umständlich über das Pad einzuhacken. Wer keine Freunde in seiner Liste hat, klickt auf Opti-Match. Dort findet ihr diverse Lobbys, aufgeteilt in den amerikanischen oder europäischen Raum, den Beginner Room (für Spieler mit weniger als 10 gespielten Online-Matches) oder den Profi-Raum (für Spieler mit mindestens 50 gespielten Online-Matches). Sobald man einen Raum betritt, sieht man alle darin befindlichen Spieler und kann diese ebenfalls per Klick herausfordern. Bei der Herausforderung kann man sich entscheiden, ob es ein Ranking-Game mit Statisik-Erfassung werden soll (auf 4 Minuten festgesetzt und nicht verstellbar), oder ob es ein Freundschaftsspiel ohne Wertung bis zu 10 Minuten sein darf. Einmal im Spiel, läuft es einwandfrei. Zwar arbeitet die Disc bei Aufrufen des Menüs schwer, aber das Spiel selbst läuft aalglatt und ohne Probleme. Die Sprachübertragung ist kristallklar. Und dem spannenden Spiel steht nichts mehr im Weg! „Bescheißen“ geht nicht: Man hat nur – wie von SEGA‘S ESPN-Reihe bekannt – nur ein paar Sekunden Zeit, während des Spiels das Menü aufzurufen und Einstellungen vorzunehmen. Taktik-Einstellungen des Gegners können dabei nicht eingesehen werden. Freunde der Statistiken werden sehr verwöhnt. Denn die Statistik führt nicht nur Buch über Sieg, Unentschieden oder Niederlage, sondern über jede kelinste Kleinigkeit, sogar über die Mannschaften, die man in den letzten Spielen gewählt hat. Turnierspieler werden auch bedient. Denn in FIFA lassen sich K.O.-Turniere verwalten. So kann jeder also öffentliche oder private Turniere erstellen und dabei über Teilnehmerzahl, Rundenzeiten und Spielzeiten bestimmen. In der Praxis funktioniert es zwar gut, scheint aber noch nicht ganz ausgereift zu sein. Sehr zu vermissen ist die Möglichkeit eine Saison zu verwalten oder Gruppenspiele. Es geht eben nur ein K.O.-System. Über „Meine Karriere“ lassen sich zahlreiche Einstellungen vornehmen, die Wichtigste dabei ist der „Ticker“: hier wird man über reale bevorstehende Fußballspiele informiert, über aktuelle reale Ergebnisse und über Aktivitäten der Freunde (wer sich gerade ein- oder ausgeloggt hat). Meine Wertung Nach FIFA 2004 und dem „UEFA Euro 2004“ war ich skeptisch, ob sich FIFA beim Versuch, das anspruchsvolle „Pro Evolution Soccer“ zu kopieren, nicht verläuft. Doch EA hat es geschafft, die Steuerung wieder zu entschärfen und sinnvoll zu erweitern, um so dem Spielgenuss keine unnötigen Brocken in den Steilpass zu legen. Während die Karriere zwar nicht so ausgreift wie bei EA‘s „NHL 2005“ ist, macht sie sehr viel Spaß und ist extremst motivierend, seinen „Waschlappen-Verein“ nach ganz oben zu führen und dabei der angesehenste Trainer der Fußball-Welt zu werden. Online-Freunde werden mit einem durchweg soliden Spiel verwöhnt, das einen großen Online-Umfang bietet und dem Fan des runden Leders kaum Wünsche offen lässt. Ich fordere euch alle nur auf: Kaufen, wer nur einen Hauch für virtuellen Online-Sport übrig hat. Olé olé! Lasst uns im Chor anstimmen: „Three Lions on a shirt, Jules Rimet still gleaming. Thirty years of hurt Never stopped me dreaming ...„ Grafik: 88% Sound: 85% Steuerung: 85% Spielspaß SP: 85% Spielspaß MP: 90% |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||