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» bewertet mit: 10
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Fable
Pflichtkauf für: Rollenspielfreunde auf der Suche nach eine Quickie Anspielbar für: Rollenspielfans Unspielbar für: Leute, die einem großspurigem Engländer alles geglaubt haben Das Kindesalter Ihr seid ein kleiner Junge im schnuckeligen Fischerdörfchen Oakvale, der sich unschuldig daran macht seiner geliebten Schwester ein Geschenk zu ergattern, indem er 3 Goldstücke zusammen sammelt. In diesem tutorial-ähnlichen Abschnitt des Spiels werdet ihr schon das erste Mal mit dem Konflikt zwischen Gut und Böse vertraut gemacht. Lasst ihr euch lieber vom Ehemann, der seine Frau betrügt Bestechungsgeld geben oder bevorzugt ihr die edlen Groschen euch von eurem Vater geben zu lassen, der euch für jede gute Tat ein Goldstück überweist lässt. Es liegt an euch. Dann ändert ein Überfall alles. Noch am selben Tage kommen Räuber in die Stadt, eure Mutter und eure Schwester werden entführt, euer Vater getötet. Ein Edelmann findet sich unter den Barbaren, der euch unter den deckenden Schutz der Gilde behütet und heranzieht, sodass ihr eine Ausbildung durchläuft, die Grundstein sein sollte um der größte Held Albions (= der Welt) zu werden. Engel oder Teufel, Himmel oder Hölle, Segen oder Satansbraten? Welchen Pfad wollt ihr einschlagen? Den des gutherzigen Ritters oder den des schändlichen Räubers? Das hat diesen Konflikt als Aufhänger, doch wie wurde er gelöst? Als erstes rät es sich gen Picknickplatz zu gehen, wo Wespen die harmonische Eintracht des Frühlingstages stören. Durch diesen Quest beschafft ihr euch erstmal ein wenig Geld und Berühmtheit (wie ihr das bei allen Quests bekommt). So verführerisch das Böse oft lockt (vor allem ganz am Ende), so zahlt es sich doch immer aus gut zu bleiben. Die Menschen gesellen sich zu euch, Händler bieten ihre Ware deutlich billiger feil, in der Gilde (so etwas wie euer Refugium) erntet ihr Respekt und Ovationen. Um eure Grausamkeit zu unterstreichen gibt es einen Grausamkeitsfaktor, den man durch schurkenhafte Kleidung und angsteinflössende Tattoos in die Höhe treiben kann. Diese verbunden mit einer dämonischen Grundhaltung lassen erst kleine Kinder weglaufen, später laufen auch die Großen um ihr Leben. Die holde Weiblichkeit zeigt sich um beeindruckt von solchen Lappalien, sie interessiert sich mehr für eure Attraktivität, weshalb man sich schon mal dabei erwischt das Hemd auszuziehen bevor man eine Dame anspricht, damit sie die hübschen Tattoos lobt. Kämpft aber mit Hemd, sonst bilden sich hässliche Narben auf eurem Körper. Bei den Quests erhoffte ich mir eine Storyline für meinen Bösen und eine für meinen Guten, doch weit gefehlt. Mein Bösewicht muss sich genauso ins Räuberlager infiltrieren, muss gegen Monster kämpfen anstatt mit ihnen. Nur gelegentlich zeigen sich Unterschiede, wie man sich zu Beginn zB aussuchen kann ob man die Obstfarm mit Räubern plündern will oder mit Wachen verteidigen. Ansonsten treiben die Quests immer nur die Grundhaltung ins Gute und vermasseln einem damit das Gangsterimage, was störend ist, aber mit ein paar Morden seit ihr wieder gefürchteter den eh und je und Hörner auf dem Kopf verkünden von euren Untaten. Story Die Story gefiel mir nicht immer, sie wirkte etwas künstlich episch, so ist eure Mutter eine absolut wilde Kämpferin. Hätte mir mehr gefallen wenn sie einfach nur liebende Mutter gewesen wäre als die größte Kämpferin die je in der Arena antrat (hehe Spoiler). Auch die Geschichte eurer Schwester fasziniert mich nicht so sehr. Der Verrat eines Vertrauten, irgendwie hat man alles schon einmal in anderen Spielen mindestens einmal erlebt. Synchro Die Synchro hat während des Spiels die Atmosphäre deutlich gedämpft. Der mittelalterliche Charme hatte schon gegen die Comicgrafik seine Schwierigkeiten sich durchzusetzen, wurde dann von der Synchro aber endgültig zerstört. Wäre es ein großer Umstand gewesen Oakvale in Eichental umzubenennen? Bowerstone in irgendetwas halbwegs deutsches, es hätte der Atmosphäre gut bekommen. Die Übersetzung ist ansonsten nicht so schlimm, wie ich das schon in anderen Spielen erlebt habe, trotzdem kann es nicht schaden die Sprache auf eurer Xbox auf Englisch zu stellen. Die hoch gepriesene Freiheit… … eines Morrowinds werdet ihr hier nicht finden, es gibt die Stadt Bowerstone und die Dörfer Oakvale (mein Lieblingsort), Knothole Glade und das Dorf an der Hookschen Küste. In der Wildnis stößt man aber auch auf Händler, zwischen denen man verkaufen kann und so eine Menge Geld machen kann (wenn man immer artig war, ansonsten werden die Händler wahre Wucherer). Ihr könnt sie wie alle Zivilpersonen (außer die in Bowerstone, wo ein Wachmann eure Waffen konfisziert) umbringen oder vor Angriffen von Unholden beschützen. Spaßige Sachen wie heiraten und Häuser vermieten treiben die Spieldauer in die Länge. So kann man eine Dame, die ihre Zuneigung zu euch durch ein Herz über dem Kopf zeigt, einfach mal ansprechen und per Menü Ausdrücke wählen wie flirten, Bizeps zeigen oder die Sexy Heldenpose. All diese müssen erlernt werden und ihr beherrscht sie erst nach dem die Grundhaltung besonders weit im guten/bösen Bereich ist oder ihr einen gewissen Ruf habt. Böse Gesten sind Mittelfinger, die vulgäre Geste (ein neckischer Hüftstoß), erschrecken und mehr. Das Herz über eurer Angebeteten wird durch Geschenke weiter wachsen (Sims lassen grüßen) und sie äußert den Wunsch nach einen Ehering. Dann muss ein Ehehaus her, das man hochtunen kann und so seine Angebetete im Himmelbett beim schlafen zu sehen kann. Optional kann man sie dann auch aufwecken und Sex haben. Tja das Spiel kommt aus den USA, ist ne ziemlich prüde Angelegenheit die Sexszene. Wenn euch Sex in Fable zu öde ist, hängt ein paar Trophäen von Bosskämpfen an die Wand oder lauft wie ein Irrer damit durch Dorf, so das alle euch ihre Verehrung für die edle Tat erweisen können. Weil Helden auch mal eine Pause brauchen könnt ihr euch abends in eine Bar setzen und literweise Bier trinken. Danach seht ihr alles um euch schwammig und ihr verliert an Ansehen, indem ihr mitten in eine fröhliche Runde hinein erbricht. Besser ist es da schon einen Barden aufzufordern er soll euch ein Liedchen trällern über eure Taten. Erwartet keine hohe Poesie, aber euer Ansehen steigt. In der Bar findet sich auch nicht selten ein Spieler, der euch auf Minispiele einlädt, die ein guter Zeitvertreib sind. Waffen & Kampf Zu Beginn steht ihr einer Vielzahl von Knöpfen und Kombis gegenüber, deren Beherrschung nur durch stundenlanges Spielen möglich ist. Angeblich auch durch Anleitung Lesen. Es wirkt ein wenig überladen, beschäftigt man sich aber damit hat man schnell mal den Bogen raus. Man ließ sich nicht zu wenig von Zelda beeinflussen, wenn man den linken Trigger gedrückt halten muss um einen Gegner anzuvisieren. Die Nahkampfwaffe wird durch den weißen Knopf gezogen, die Distanzwaffe durch den schwarzen. Mit X verdrischt man die Umholde, oder man hält den rechten Trigger gedrückt um die Zaubersprüche abzurufen. Dann wird an der Zeit gedreht, es werden Blitze geschleudert, Feuerwellen fällen Gegner zu Boden oder Unschuldigen wird die Energie ausgesaugt. Auch hier gibt es gut und böse. Ich pers. mochte die große Auswahl an Zaubern und ihre Effekte. Gut Gemacht! Grafik Ist das bisher schönste was ich auf der Xbox gesehen hab (geschrieben am 2.11.), speziell auf das Aussehen eures Helden wurde größte Sorgfalt gelegt. An die Comicgrafik hat man sich bald gewöhnt. Gelegentliche Slowdowns wären zu erwähnen, trüben aber wenig die wunderschöne Welt Albion. Sound Märchenhafter Sound, jedes Dorf hat einen anderen und besonders Oakvale erinnert an die Märchen mit Prinzen und Drachen, die man als kleines Kind gehört hat. Die Toneffekte sind manchmal etwas seltsam, manchmal wieder besser. Guter Sound. Unterm Strich Nein, Fable bot nicht was Peter Molyneux versprach, aber hat das überhaupt jemand geglaubt? Anstatt nun rechthaberisch das Spiel zu meiden sollten Freunde von Action, Hack n Slay und Rollenspieler einen Kauf stark in Erwägung ziehen. Besonders Hack n Slay Freunde kommen auf ihre Kosten. Leute, die bei Beruf „Rollenspieler“ angeben können bei Morrowind bleiben, obwohl sie das Geld nicht vermissen würden, das sie für dieses Highlight ausgegeben haben, bietet Fable doch sehr viel Spaß für um die 25h, je nachdem wie sehr man sich in Albion daheim fühlt. Wer gerne böser sein will als es das echte Leben zulässt sollte sich hier austoben. Kaufen! |
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