Infos
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» Spielzeit: |
20-40 h |
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» Grafik: |
86 |
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» Sound: |
88 |
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» Spielspaß Solo: |
79 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
79 |
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Pro
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tolle Story |
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viel Neben Quests |
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hübsche Grafik |
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schöne Melodien |
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Contra
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häufige Ruckler |
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lange Ladezeiten |
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kein Inventar |
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zu wenig RPG |
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stupides Kampfsystem |
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Qualität
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Nach dem großen Erfolg den BioWare mit Star Wars Knights of the old Republic erzielen konnte, versucht man jetzt selbigen Triumph mit Jade Empire zu wiederholen. Vollkommen anderes Setting und Action orientiertes Kampfsystem sollen das Ganze richten.
Euer episches Abenteuer findet seinen Anfang in einer kleinen Provinz namens „two Rivers“. Hier erwartet euch Genre-typisch ein Tutorial, welches euch die Steuerung und natürlich das Kampfsystem näher bringt. Die Kampfübung ist so gleich der Abschluss eures langjährigen Trainings bei „Master Li“. Doch wie so oft wiederfährt „two Rivers“ etwas schreckliches und euer Abenteuer beginnt.
7 verschiedene Protagonisten – und alle doch so gleich...
Zu Beginn des Spiels dürf ihr aus 7 (sofern ihr die Limited Edition gekauft hat, welche einen Bonus Charakter beinhaltet) Charkteren wählen. Klingt ziemlich gut? Als das erweist es sich allerdings nicht. Die Krieger unterscheiden sich nur optisch, Klassen wie in Knights of the old Republic sucht ihr in Jade Empire vergebens. Damit wären wir auch gleich bei meinem ersten Kritikpunkt, der Charaktergestaltung. Ein wichtiger Aspekt in Rollenspielen ist das Ausrüsten der Charaktere, dies fällt eigentlich schon mal komplett weg. Euch steht nämlich kein Inventar zur Verfügung, in welchem ihr neue Schwerter, Rüstungen oder Items aufbewaren könnt. Wenn ihr Händler sucht die euch mit reichlich neuen Waffen eindecken sollen, seid ihr bei Jade Empire auch auf dem Holzweg. In der ganzen, riesigen „Emperial City“ gibt es lediglich einen(!) Waffenshop, der dann auch nur ein neues Schwert im Reportair hatte.
Wenn man eine Hauptstadt betritt, würde ich in einem Rollenspiel schon ganz gerne meinen Charakter ausrüsten, doch Fehlanzeige. Ihr findet keinen richtigen Waffen-laden oder Rüstungshändler, nicht mal Items gibt es zu kaufen. In dem oben erwähnten Waffen-Shop findet ihr dann zwar ein neues Schwert, nur ist dieses Eisen dann vielmehr ein Waffen-stil. Ihr kauft die neue "Waffe" und der alte Waffen-stil wird dann durch die neue ersetzt, die vorher aufgelevelten Eigenschaften werden übernommen. Ich muss leider sagen, dass ich beim kompletten durchspielen nur ein einziges mal einkaufen konnte.
Im Laufe des Spiels findet ihr auch ein Amulett, in diesen Schmuck könnt ihr dann sogenannte „Gem´s“ einsetzen. Diese Steinchen verbessern oder verschlechtern eure Gesundheit, euer Chi und euren Focus (ist dafür da, wie lange ihr die Zeitlupe anwenden könnt oder für die Waffenführung). Gems können auch positive oder negative Wirkungen auf die Konverstions Fähigkeiten des Protagonisten haben. Diese Abilities „Health“, „Might“ und „Spirit“ könnt ihr nach jedem Level up verbessern. Hier zeigt sich Jade Empire etwas Genre-untypisch. Ihr steigt zwar durch Erfahrungspunkte ein Level auf und könnt dann Punkte auf eure Stile vergeben, doch werden euch nicht wie in z.B. Knights of the old Republic etliche Menüs an den Kopf geworfen, in denen ihr komplex euren Charakter aufleveln konntet.
7 Akte warten auf den Spieler. Um von einem Kapitel ins nächste zu kommen steht euch sehr bald eine Art Flugzeug zur Verfügung. Leider könnt ihr euch mit diesem nicht frei bewegen. Ihr sitzt praktisch in den einzelnen Abschnitten „fest“. Zwar bietet ein Kapitel einige Orte die es zu entdecken gibt, dennoch wäre es schön gewesen das Jadereich auf eigene Faust zu erkunden. Hier zeigt sich Jade Empire leider etwas linear.
In etwa 20 Stunden kann das Spiel beendet werden. Rollenspieler welche, die Gespräche mit den Bürgern des Jadereiches suchen um die vielen Neben Quests zu entdecken und zu absolvieren, können sich auch gut 30 – 40 Stunden mit dem Spiel beschäftigen. Dieser Eifer bleibt natürlich nicht unbelohnt. Ihr bekommt für bestandene Quests Geld, Erfahrungspunkte und natürlich einen Gesinnungspunkt. Jede Aufgabe läßt sich anders lösen. Die Gesinnung spielt dabei eine sehr große Rolle. Ein Beispiel: Ihr betretet das „Teahouse“ und entdeckt einen Farmer der seinen Oger verzweifelt versucht zurück zur Feldarbeit zu schleppen. Leuten, denen die Sonne schon aus dem Popo scheint sprechen den Oger an und versuchen ihn mit einer netten, charmanten Art wieder zur Feldarbeit zu überreden. Böse Schurken hingegen pöbeln den Oger erst ein wenig an um ihn dann letztendlich das Lichtlein auszuknipsen. Eine auch absolut spaßige Neben-Aufgabe ist die Verbannung eines rassistischen Engländers. Ihr müsst diesen makaberen Artgenossen aus einem Viertel, durch ein Wortgefecht, aus der Stadt verbannen. In der englischen Version wird dieser Typ genial synchronisiert.
Stil auswählen -> Button Smashing
Das Kampfsystem hätte ein wirklich sehr gutes werden können, die Idee mit den verschiedenen Stilen ist sehr interessant. Doch die Umsetzung war nicht das gelbe vom Ei. Es reicht im Grunde 3 Stile aufzupowern, die dann im Kampf richtig einsetzen und das Gefecht ist gewonnen. Geister könnt ihr zum Beispiel nur mit einem waffenlosen Stil bezwingen, während ihr bei Dämonen das Schwert verwenden könnt aber keine Magie anwenden dürft. Das Kampfsystem wurde leider wirklich nicht sonderlich komplex. Das liegt auch daran, dass ihr immer nur Gegnerscharen vom gleichen Typ vor die Finger bekommt. Also wählt ihr euren stil aus und hackt euch durch die Gegner.
Bei einer sogenannten „harmonischen Kombo“ könnt ihr euren Gegner dann mal so richtig zeigen wo der Hammer hängt. Wenn eine solche Kombo nämlich mal richtig sitzt, rollen die Köpfe und mit dem roten Lebenssaft wird auch nicht gespart. Die bis zu 12 Gefährten eures Jade-Ritters stehen euch in den Kämpfen tapfer zur Seite. Es marschiert allerdings nur immer einer mit. Jeder eurer Gefolgsleute hat verschiedene Stärken und Schwächen. So kann der muskolöse „Black Whirlwind“ mit seinen beiden Äxten sogar Geister zur Strecke bringen. Andere Kollegen bevorzugen hingegen den Kampf mit dem Stab oder dem Schwert. Bei der Gestaltung und der Individualität eurer Kompagnons haben die Entwickler wirklich ganze Arbeit geleistet. „Black Whirlwind“ zum Beispiel ist permanent betrunken und sucht ständig nach Wein.
Die bis zu 30 Stile könnt ihr mit X auf die verschiedenen Richtungen des Digital Kreuzes legen. Der Kampf kann durch einen Druck auf die Back-Taste pausiert werden, wenn ihr jetzt X drückt könnt ihr die Stile neu belegen um eine falsche Platzierung zu kompensieren. Mit dem Schwert oder dem Stab attackiert ihr eure Gegner via Druck auf die A Taste, die B Taste dient zum Blocken und mit dem X Knopf lasst ihr eine besonders mächtige Attacke vom Stapel, die sogar das Blocken des Gegners durchbricht. Heilen oder euren Angriff verstärkt ihr mit einem Druck auf den weißen (heilen) sowie auf den schwarzen (verstärken) Knopf.
Die Steuerung geht dabei gut von der Hand. Nur die Kamera stellt sich in den Kämpfen teilweise als etwas nervig heraus und bleibt ab und zu hängen. Das kann dazu führen, dass ihr von mehreren Gegnern, beschossen und „paralysiert“ werdet. Was dann den Kampf unnötig schwerer macht.
Schöne Geschichte
In Sachen Story und Erzählweise hat Jade Empire Referenz potenzial. Ihr reist durch die Städte, wie sie verschiedener nicht sein könnten, mit ihrer eigenen Geschichte. Auch das bereits erwähnte „two Rivers“ hat ihre eigene kleine Story bekommen. Der Hauptstrang wird mit schönen Zwischensequenzen weitererzählt.
Eine obligatorische Arena oder ein mit Geistern übersähter Friedhof sind nur 2 der vielen, verschiedenen Schauplätze. BioWare hat hier eine sehr gute Arbeit geleistet und werden ihren Ruf Geschichten brillant zu erzählen und zu inszenieren in allen Belangen gerecht.
Urlaubsziel: Jade Empire
Grafisch ist Jade Empire unter Fable, aber über Kotor einzuordnen. Prächtige, fantastisch gewählte Farben und ein tolles Charakterdesign können überzeugen. In manchen Orten will man wirklich den Picknick Korb herausholen und die karierte Decke ausbreiten. Die Orte sind auch unglaublich lebendig und strotzen nur so mit tollen Farben. Hier bewegen sich Grashalme, da fliegt ein Schmetterling und auch kleine Hunde haben ihren Weg ins Spiel gefunden. Der Höhepunkt ist die „Emperial City“, herrlich belebte Straßen und eine schöne Umgebung können auf ganzer Linie überzeugen. Nur leider hat dies alles seinen Preis, unglaublich lange Ladezeiten und häufig auftretende Ruckler trüben den tollen Eindruck der Technik.
Ein absoluter Spielspaß-bremser entpuppte sich hier in der, euch bevorstehenden Arena. Die technische Ausführung ist wirklich ein Verbrechen. Das ganze läuft wie folgt ab: Ihr redet mit dem Arena-Chef, Ladezeit, es wird 20 Sekunden gekämpft, Ladezeit, Gespräch mit dem Arena-Chef, Ladezeit, Kampf.... usw. Das schreckliche daran ist, dass euch ~20 Kämpfe bevorstehen und da vergeht einem echt die Lust.
Wieder positiv zu erwähnen ist der Sound, die Stücke passen exakt zu den Szenarien und hören sich einfach exzellent an. Bei Gefechten wird das Geschehen durch eine dramatischere Melodie interessanter gemacht, gute Arbeit!

Fazit
Schade. BioWare hätte wirklich ein absoluter 90er gelingen können. Die schöne Story, das fantastische Setting und die vielen Neben Quests konnten mich 35 Stunden an die Xbox fesseln. Allerdings macht das Spiel zu viele Dinge unnötig falsch. Zum einen die Technik, diese enormen Ladezeiten müssen auf der Microsoft Konsole nun wirklich nicht sein und von diesen Rucklern will ich gar nicht sprechen. Auch habe ich schmerzlich ein Inventar und eine ausgefeilte Charaktergestaltung vermisst. Am Ende bleibt ein sehr gutes (ich nenne es mal) Rollenspiel, das leider viel Potenzial verschenkt hat.
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