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Catwoman

Xbox
» Grafik: 68
» Sound: 70
» Spielspaß Solo: 55
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung:
60
» Anzahl Bewertungen: 3     » alle zeigen
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Infos
» Von: axelkothe
» Am: 30.05.2006
» Spielzeit: 0 h
» Grafik: 70
» Sound: 70
» Spielspaß Solo: 60
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 62
Pro
Tolle Animationen
abwechlungsreiches Gameplay
Contra
nicht die volle Kontrolle über die Kämpfe,
gegen ende frustig
Qualität
» bewertet mit: 8
Die Katzenfrau

Seit dem riesigen Erfolg der Spider-Man und X-Men Verfilmungen sind die Studiomanager in Hollywood und anscheinend auch die Kinogänger ganz wild auf neue Comicverfilmungen. Auch die Videospielhersteller profitieren von diesem Boom, wie man an den Verkaufszahlen von Activisions Spider-Man Versoftungen sehen kann. Ganz aktuell ist nun der Film Catwoman mit Halle Berry in der Titelrolle in die Kinos gekommen, und schon stapeln sich auch die passenden Spiele in den Regalen der Händler.

Die Story von Catwoman ist schnell erzählt: Die Künstlerin Patience Phillips bekommt durch Zufall Wind von den gefährlichen Machenschaften ihres Arbeitgebers, dem Kosmetikkonzern Hedare Beauty. Doch dummerweise wird sie entdeckt und von der Firma „entsorgt“. Durch eine mystische ägyptische Katze wird sie allerdings wieder belebt und will sich nun als Catwoman an ihren Mördern rächen und deren Machenschaften aufdecken.

Dazu müsst ihr insgesamt sechs Missionen absolvieren, die euch von einem Club über eine Villa und ein Theater bis hin zum Hauptquartier von Hedare Beauty führen. Dabei trefft ihr auf allerlei Widerstand den ihr entweder beseitigen müsst, bevor ihr endlich Rache nehmen könnt.

Zum Glück ist Catwoman nicht nur eine ganz normale Frau in einem schwarzen Lederkostüm, sondern sie verfügt auch noch über die Agilität und die geschärften Sinne der haarigen Vierbeiner. Und Beides könnt ihr auch sehr gut gebrauchen, denn der Weg ist mit zahlreichen Fallen, Feinden und Kletterpartien gepflastert. So bekommt ihr als Spieler, wenn ihr einen neuen Raum betretet, zunächst mal einen Überblick über diesen Raum geliefert, bei dem euch die Position der Wachen, Gegenstände und Fallen angedeutet wird. Dabei seht ihr auch für menschliche Sinne nicht erfassbare Dinge wie Geruchspuren von bestimmten Personen oder die Lage vergrabener Minen.

In einem Raum mit Gegnern gibt es eigentlich immer zwei prinzipielle Vorgehensweisen: Entweder, ihr marschiert direkt auf den Gegner zu und versucht ihn, durch Peitschenhiebe und Tritte zu erledigen, oder aber, ihr schleicht lautlos hinter Kisten und Möbeln und versucht, die Gegner von hinten zu überraschen und mit der Peitsche zu erwürgen. Das hat den Vorteil, dass die Wachen nicht noch gut bewaffnete Verstärkung per Funk herbeirufen können. Sollte das dennoch passieren, lautet das erste Gebot, diese so schnell wie möglich mit eurer Peitsche zu entwaffnen.

Überhaupt ist eure Peitsche ein Multifunktionswerkzeug, denn mit dieser könnt ihr nicht nur Gegner hauen, sondern auch Gegenstände schnappen und auf herumstehende Gegner schleudern, oder sogar die Gegner selbst einfangen und heranholen, nur um sie dann mit einem kräftigen Tritt ins Reich der Träume zu befördern.

Doch es sind nicht nur die feindlichen Truppen, die euch bei eurer Mission behindern, sondern vor allem auch heikle Sprung- und Kletterpassagen und luftigen Höhen. Dazu kann Catwoman wie der Prince of Persia an Stangen schwingen, ein Stückchen an der Wand entlang laufen und von Wand zu Wand springen. Doch Vorsicht, eine Katze landet zwar immer auf den Füßen, doch Stürze von allzu großen Höhen überlebt selbst Catwoman nicht. Zum Glück kann man unbegrenzt von den großzügig verteilten Checkpoints neu starten.

Weiteres Hindernis sind, neben den schon erwähnten Minen vor allem die zahlreichen Laserbarrieren, welche als Sicherheitssysteme überall installiert wurden. Teilweise könnt ihr darüber springen, an der Wand darüber hinweg laufen, unten durch kriechen, oder einfach, unter Energieverlust, durchrennen. Doch oft müsst ihr auch erst einen Schalter oder eine Magnetkarte finden, womit ihr die Schranken abschalten könnt. Entsprechend lassen sich auch Türen öffnen und Fahrstühle aktivieren.

Technik:
Das Spiel überzeugt technisch vor allem mit den supergeschmeidigen Animationen der Hauptdarstellerin, die einfach klasse aussehen. Doch auch die isometrisch dargestellten Levels können mit vielen Details überzeugen. Nur wenn Gegenstände in der Luft schweben, wird es manchmal schwer, deren Position wegen fehlender Schatten am Boden zu bestimmen. Die Musik ist technisch und inhaltlich gelungen und passt sich der jeweiligen Situation an.

Fazit
Axels Meinung:
Das nenne ich mal eine positive Überraschung! Eigentlich halte ich nicht viel von solchen Spielen in isometrischer Perspektive, da die Steuerung vor allem bei schnellen Actiontiteln eher ein Glückspiel ist. Doch hier haben die Entwickler dieses Mal eine tolle Arbeit abgeliefert, Catwoman lässt sich nämlich in fast allen Situation gut kontrollieren. Nur einige Sprungpassagen sind durch die Perspektive etwas haarig. Gut gelöst ist auch das Kämpfen mit der Peitsche, denn man muss nur eine ungefähre Richtung vorgeben und die Peitsche sucht von alleine das Ziel. Das funktioniert meist auch sehr gut, nur wenn mehrere Gegner auf einen zugestürmt kommen, führt das bisweilen zu Hektik, wenn der falsche Feind erwischt wird. Das macht dann auch einige der späteren Abschnitte in meinen Augen etwas unfair, da man dann eben auch Glück haben muss. Da kommt dann schon mal Frust auf, wenn man den gleichen Abschnitt zum 20ten Mal spielt und immer an einer anderen Stelle scheitert. Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad eher moderat. Für Actionliebhaber und Catwoman Fans durchaus ein Spiel, das man kaufen kann.