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Spielinfos Bewertungen (13) User-Reviews (4) Screenshots (47) Spiel bewerten

106. Burnout 3: Takedown

PS2
» Grafik: 94
» Sound: 90
» Spielspaß Solo: 90
» Spielspaß Multi: 89
» Gesamtwertung:
90
» Anzahl Bewertungen: 13     » alle zeigen
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» Gesamtwertung: 5 /5
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Infos
» Von: Shikamaru
» Am: 25.11.2005
» Spielzeit: 25 h
» Grafik: 91
» Sound: 80
» Spielspaß Solo: 92
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 92
Pro
Tolle Grafik
Einmaliges Spielprinzip
Flüssig und extrem schnell
Contra
Viel Werbung von EA
Nerviger Kommentator
Dauerhaft etwas zu einfach
Qualität
» bewertet mit: 10
Vor einigen Jahren kam mal ein Spiel namens Burnout raus. Zwar flimmerte es wie blöd und war vom Umfang und der Grafik her ein wenig schwach, aber die genial inszenierten Unfallszenen, das tolle Arcade-Feeling und die wahnsinns Geschwindigkeit machten das Spiel zu einem PS2 Geheimtipp.
Dann kam Burnout 2: Point of Impact raus. Wieder hatte man eine geniale Geschwindigkeit und die toll inszenierten Crashs, zudem noch eine verflucht hübsche Grafik (von der man aufgrund der verdammt hochen Geschwindigkeit selten etwas mitgekricht hat) und den Innovativen Crash Modus, in dem man durch geschicktes Rammen in einer vielbefahrenen Kreuzung so viel schaden wie möglich anrichten musste. Ich liebte das Spiel und habe lange Zeit nicht daran geglaubt, jemals ein besseres Rennspiel zu finden.
Dann kam Burnout 3 raus...
Und, was soll man sagen? Es ist nur grossartig, alleine ist es genial, zu zweit fantastisch. Ich weiss noch nicht mal wo ich anfangen soll....

Erstmal das Spielprinzip:
Burnout 3 besteht hauptsächlich aus einem Crash-, Takedown- und einem Rennmodus. Bei letzterem ist das Gute alte Rennspielprinzip geblieben: Wer zuerst da ist, gewinnt. Was die Sache interessanter macht, ist der Boost.
Dieser gibt, wie der Name schon sagt, wann immer man ihn zündet eine massiven Geschwindigkeitsschub. Gut, soweit, so normal für Arcade Racer. Was die Sache interessanter macht, ist die Art, wie man ihn verdient: Durch Gefährliches Fahren!
Damit sich die Boost Leiste langsam füllt, ist es notwendig, im Windschatten eines Gegners zu fahren, sich auf der falschen Strassenseite fortzubewegen, durch Kurven zu driften und durch extrem knappe Überholmanöver, vorbei am örtlichen Berufsverkehr. Oh, habe ich das Vergessen? Bei Burnout 3 wird im allgemeinen immer auf viel befahrenen Strassen gefahren, und mit viel befahren meine ich nicht \\\"hin und wieder ein Auto\\\" wie bei Need for Speed (was auch gut ist, no pun intended), sondern richtiger Verkehr, je nach Situation irgendwo zwischen normalem Verkehr und Rush Hour like-Verkehr, und das ist es, was Burnout 3 richtig interessant macht, doch dazu mehr später.
Aufjedenfall waren die oben genannten Aktionen die \\\"Hauptnahrungsquellen\\\" für Boost in Burnout 2, und in Burnout 3 sind sie immernoch vorhanden, jedoch erstaunlich abgeschwächt.
Warum? Ganz einfach, wegen des neuen \\\"Takedown\\\" Elements. Während man nämlich in Burnout 1 und 2 noch überraschend friedlich mit den Gegnern umging, so ist jetzt der Kampf auf Leben und Tod während dem Rennen. Nun bekommt man nämlich auch Boost dafür, Gegner zu rammen, zu streifen, und finally, sie auf verschiedenste Variationen der ersteren Dinge und der Einbeziehung der Umgebung zu Zerstören, was dann (surprise!) Takedown genannt wird. Während ich vor einiger Zeit (bevor das Spiel rauskam) dachte, das dieses Element dem Spiel eher schaden als nutzen würde, stellte sich doch heraus, das dieses bestimmende Element das Spiel enorm verbessert. Es ist einfach extrem zufriedenstellend, Gegner gegen Busse, Autos, Mauern und Pfeiler zu bugsieren, was man sich dann kurz durch einen Kameraschwenk inklusive Zeitlupe ansehen darf, bevor man sich wieder dem Rennen widmet (keine Sorge, während der Zeit kann dem Auto nichts passieren, und zur Not ist es abstellbar). Doch damit ist es nicht genug. Selbst während man einen Unfall gebaut hat, was oft passiert, aber einen nicht allzusehr stört, da man dafür mit einer kurzen Sequenz belohnt wird, die Burnout typisch zeigt Zeigt, wie das Auto nach allen Regeln der Kunst zerstört wird und durch die Gegend fliegt/schleift/rollt, ist es immernoch möglich, auf Knopfdruck eine (ausgezeichnet inszenierte) Zeitlupe einzuschalten und seinen Wagen in geringem Umfang weiterhin zu steuern (das nennt man dann \\\"Aftertouch Control\\\"). Wozu das gut ist? Nicht nur, das man sich sinnloser Weise damit die Crashs optisch verschönern und spektakulärer machen kann, man kann sein Wrack auch sinnvoller Weise vor einen vorbeifahrenden Gegner zu bugsieren, der bei Kollision dann auch rausfliegt und einem wieder Boost beschert.
Klingt doof? Dann versteh ich euch nicht, ihr sollet es einfach Spielen.
Um diese Takedown Funktion noch zu erweitern, wurde ihm noch ein eigener Modus spendiert, in dem es nicht um Plätze geht, sondern nur darum, soviele Gegner abzuschiessen wie möglich. Um die Sache zu erschweren, ist im Gegensatz zu den anderen Modi nach einem Crash das Auto nicht wie durch Zauberhand wieder heil, sondern geht langsam kaputt, darum sollte man sich Mühe geben, so wenig wie möglich selbst Crash Opfer zu werden. Das ist mit Abstand mein Lieblingsmodus, die Mischung zwischen extrem hoher Geschwindigkeit durch den ständigen Boost Zufuhr, dem Auto Massaker, das man anrichtet (hehehehehe) und allgemein den Gegnern, die in diesem Modus (wobei sie es sowieso immer tun), rempeln was das Zeug hält. Wie Autoscooter mit 300 km/h.
Zu allerletzt kommt dann noch der Crash Modus, der schon oben beschrieben wurde, aber ebenfalls komplexer geworden ist.
Einerseits liegt das an der neuen Aftertouch Control und an rumliegenden Symbolen, die beim Einsammeln Geld geben oder die Schadensmenge vervielfachen (oder halbieren geschockt ), andererseits liegt das am Crashbreaker. Dieser kann nach einer bestimmten Zahl an Crashs aktiviert werden und löst eine verheerende Explosion am eigenen Wagen auslöst, um umliegende Waracks nochmal durch die Luft zu steuern, und um sich eventuell noch in die obengenannten Symbole zu schleudern.
Schon allein mit diesem Modus kann man Stunden verbringen.

Diese ganzen Sachen wurden in einen \\\"World Tour\\\" Modus gepackt, mitdem man (überraschend schnell und oft) neue Strecken, Events, Crash Kreuzungen, Autos, Boni und Wagenklassen freispielt, während man fast immer die freie Entscheidung darüber hat, was man als nächstes tun will. Dies tut man über die drei Kontinente (USA/Amerika, Asien, Europa) und den vielen Strecken die man freispielen kann. Diese sind allesamt sehr gut geraten, zwar erfordern sie nicht viel Fahrerisches Können durch Kurven etc, aber bieten eine wunderbare und dann teils doch Fordernde Spielwiese, das Burnout 3 Gameplay voll auszukosten und sich durch den dichten Verkehr zu schlängeln. Die Strecken sind zwar oft teilweise aus bereits vorher Vorhandenen Strecken zusammengebaut, doch bietet jede neue Gebiete und Variationen, und zudem gibt es auch noch coole \\\"Tour\\\" Strecken, die von einer Region des Kontinents zur anderen Fähren. So kann es sein, das man innerhalb von 5 Minuten von einer Strandpromenade über sonnige Autobahnen in ein kurviges Alpines Gebiet fährt.

Die Grafik ist einfach fantastisch. Es gibt viele tolle Effekte, wie einen Verwischeffekt, um beim fahren einen leichten \\\"Tunnelblick\\\" zu erzeugen, und Unmengen von Partikel, Licht und Raucheffekten, um die Unfälle zu verschönern oder um tolle Streckeneffekte zu erzeugen. Davon abgesehen werden durch die Effekte auch hin und wieder niedrig Aufgelöste Texturen und Objekte kaschiert, wodurch der grafische Eindruck verbessert wird. Zudem strotzen die Strecken nur so vor Details, von denen man leider nicht viel mitbekommt, einfach weil das Spiel so höllisch schnell ist.
Dazu ist noch zu sagen, das das Spiel im Singleplayermodus eigentlich durchgehend mit 60 fps läuft, im Splitscreen mit 30 fps.

Zu den Multiplayermodi: Sie machen höllisch Spass. Das Spielprinzip funktioniert immer, vielleicht sogar noch mehr mit menschlichen Gegnern an seiner Seite. Sogar der Crash Modus wurde anständig implementiert, neben dem obligatorischen High Score Modus gibt es sowohl einen Coop als auch einen Versus Modus, bei dem 2 Fahrzeuge gleichzeitig in eine Kreuzung crashen.
Ich kanns kaum erwarten, Online zu spielen...

Kommen wir zum letzten Punkt, dem Sound, der zwar grösstenteils in Burnout 3 auch glänzt, aber wo man auch die grössten Probleme findet.
Ersteinmal zum positiven: Die Wagensounds sind solide und bieten einen grossen Grad an Abwechslung, und die Crashgeräusche klingen so wie sie klingen müssen. Zudem werden Crashs und Takedowns durch Musikeinsatz drastisch verschönert. Wenn man einen Crash baut, setzt die Hintergrund Musik aus und die Umgebungsgeräusche werden gedämpft. Schaltet man dann auch noch die Zeitlupe ein, hört man verschiedene, zur Situation passende Soundeffekte, wie verzogene, fast schon verstörenden Geräuschen, Ambient Klängen oder seltsamen Chören. Ist schwer zu beschreiben, aber dardurch werden Crashs nochmal ein ganzes Stück stylisher und Filmreifer.
Zu den schlechten Seiten: Zunächst der Soundtrack. Es ist nicht so, das der Soundtrack billig ist, im Gegenteil. Da das Spiel von Ea kommt, wurden Songs von Bands wie Franz Ferdinand, Ash den Donots und die Ramones, um das Spiel musikalish zu unterlegen. Das Problem, genremässig sind alle Songs aus der selben Schiene. Gut, ich mag die Musik, aber wer sie nicht mag, der wird mit der Musik von Burnout 3 nicht glücklich.Zudem hat man bei manchen Songs das Gefühl, das die Musik bei Burnout 3 vielleicht durch was passenderes ersetzt werden könnte...
Wirklich schlimm ist jedoch der Kommentator, vorallem der Deutsche (was ich zum glück nur aus Videos weiss, ich hab die UK Version). In beiden Sprachen nerven die Kommentatoren mit Soundschnipseln, die von aufdringlich bis peinlich gehen und nur extrem selten ins Spielgeschehen passen. Darum lautet die Devise: Sofort abschalten!!

Fazit
Burnout 3 ist der beste Arcade Racer aller Zeiten. Jeder, der sich für schnelle Rennen und coole Crashs erwärmen kann, sollte es sich kaufen. Jeder, der Rennspiele nicht mag, sollte es trotzdem antesten, ich habe es 5 Stunden mit jemanden gespielt, der keine Rennspiele mag, und ich sehe keinen Grund dafür das Spiel zu hassen.

Aber um das Fazit ein ganz ganz (..) ganz kleines bisschen zu trüben (im Endeffekt eigentlich garnicht), eine kleine Kritik an EA: Es ist schön, wenn man bei Burnout 3 auch eine NFS: Underground 2 Demo beipackt, aber ist es wirklich nötig, die Strecken mit riesigen werbetafeln von diesem und anderen EA Spielen vollzupacken? Ich glaube nicht
Infos
Erhältlich für
Genre
Racing
Publisher
Electronic Arts
Entwickler
EA Games
Website
www.electronic-...
Release
17. September 2004
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