Infos
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» Von: |
Evoli |
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» Am: |
29.05.2005 |
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» Spielzeit: |
15 h |
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» Grafik: |
84 |
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» Sound: |
84 |
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» Spielspaß Solo: |
81 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
81 |
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Pro
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Abwechslungsreiche Aufgaben und Levels |
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Ulkige Viecher zum Ärgern plus Tiergestalten |
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Minigames für zwei Spieler |
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Witzige bunte Grafik |
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Sehr gute deutsche Sprachausgabe |
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Contra
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Steuerung könnte noch präziser sein |
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Manchmal unausgewogener Schwierigkeitsgrad |
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Linearer Aufbau im Vergleich zum Vorgängerspiel |
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Ruckelt ab und zu |
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Qualität
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Ein Jahr ist vergangen seit Schamanenlehrling Tak die Prophezeiung des Pupununu-Volkes erfüllte und dem fiesen Tlalok einen Strich durch die Rechnung machte. Die Mitglieder seines Stammes müssen also endlich nicht mehr als verblödete Schafe durch die Gegend tapsen – doch damit sind noch längst nicht alle Probleme aus der Welt geschafft. Tak fiel nämlich in einen tiefen Schlaf, aus dem in nun schon seit geschlagenen sechzehn Tagen niemand mehr aufwecken kann.
Kein Bock auf Klischees – nützt aber nix
Gefangen in einem seltsamen Traum erfährt unser Held von einer geheimnisvollen Stimme, dass mal wieder irgendwo eine bedauernswerte Prinzessin auf ihre Rettung wartet. Tak hat ja eigentlich überhaupt keine Lust auf sowas Ideenloses, aber angeblich bietet der ebenfalls in der betreffenden Burg versteckte, namensgebende Stab seine einzige Möglichkeit, dauerhaft in die Realität zurückzukehren. Doch gerade in Träumen ist ja bekanntlich nicht alles das was es zu sein scheint ...
Ungefähr jeweils abwechselnd zu den stilistisch ungewöhnlichen Traumlevels mit ihren Pastellfarben und verschwommenen Bildrändern existieren immer wieder verschiedene (zumindest für Videospielverhältnisse) „normale“ Umgebungen wie Urwälder, Sümpfe, verschneite Bergregionen oder ein mit wissenschaftlichen Gerätschaften vollgepacktes Planetarium. Auch Taks Bewegungsrepertoire orientiert sich mit Hüpfern, Kletterseilen, Plantschereien und anderen Moves erstmal am Genrestandard – Kenner des ersten Teils fühlen sich sofort heimisch.
Neuerungen gibt es dann unter anderem in den Gefechten gegen die so genannten „Hölzli“ und deren stärkere Verbündete: Das früher eher schwache Kampfsystem wurde spürbar verbessert beziehungsweise erweitert. So ist es später dank frisch erlernter Juju-Kräfte unter Verwendung von gesammelter Energie möglich, fester zuzuschlagen oder Steine mit besonders viel Schmackes auf Monster zu werfen. Sogar ein paar kurze Combos mit Matrix-ähnlichen Zeitlupeneffekten und andere Spielereien sind jetzt mit von der Partie. Mithilfe einer als Fernwaffe dienenden Bola gelangt Tak außerdem zu speziellen Haltepunkten am anderen Ende tiefer Schluchten oder verpackt Feinde für ein paar Augenblicke zu handlichen Paketen.
Wir nerven Balu, Pumba und Co.
Wer Tak und die Macht des Juju gespielt hat, erinnert sich bestimmt an die Orang-Utans samt ihren praktischen Katapult-Palmen. Auch in der Fortsetzung macht die Manipulation von verschiedenen Tierarten wieder einen entscheidenden Teil des Spiels aus. Oft kommt man nur weiter, wenn die Umgebung genau untersucht und dann die passende Interaktions-Möglichkeit gefunden wurde. Diese kleine (aber feine und sehr pfiffige) Rätselkomponente wurde nochmals ausgebaut. Der dicke Wanst eines honigschleckenden Bären dient so zum Beispiel als willkommenes Trampolin sobald das Viech zum passenden Bienenstock gelockt wurde, andernorts lässt man sich dagegen vom aufgebrachten Meister Petz über Abgründe schmeissen. Von herumspazierenden Stinktieren wird Tak „einparfümiert“ – Kreaturen mit empfindlichen Nasen sind dadurch prima in die Flucht zu schlagen. Andere Tiere, nämlich wilde Eber, stehen dagegen total auf das würzige Müffelaroma. Die ansonsten gefährlichen Schweine lassen es vor lauter Liebesblindheit sogar zu, dass der Held auf ihrem Rücken durch hölzerne Barrikaden reitet. Zumindest bis der „Duft“ sich wieder verflüchtigt – dann wird der eben noch so angehimmelte Jüngling rigoros abgeworfen.
Taks alter Lehrmeister Jibolba begleitet seinen Schützling neuerdings in Gestalt eines Flohs, der durch die Luft geschleudert und in der Pseudo-Egoperspektive auf lohnende Ziele gelenkt wird, um das jeweilige Opfer beispielsweise durch Bisse aufzuschrecken. Biber nagen anschließend im Handumdrehen nützliche Baumstämme durch und man treibt Wollköpfe in großen Hamsterrädern zur Arbeit an, wodurch Brücken gesenkt werden.
Anfangs belästigt man die Vierbeiner also auf diese Weise. In der zweiten Hälfte des Spiels schlüpft Tak stattdessen sogar selbst an magischen Totempfählen in die Gestalt von Flughörnchen, Bär, Keiler und Frosch. Während sich das Hörnchen aufsteigende Dämpfe für Gleitflüge zu nutzen macht, rutscht der Riesenteddy auf seinem gut gepolsterten Winterspeck-Allerwertesten eisige Pisten hinab, der Grunzer plättet nach wie vor Hindernisse und der Frosch schwimmt Krokodilen davon oder hangelt sich mit seiner meterlangen Zunge in der Luft von einer Libelle zur nächsten.
Schwierige Aufgaben und lustige Minispiele
Treue Anhänger des kleinen Eingeborenen im Tarzan-Dress werden vielleicht stellenweise das offenere Weltdesign des Vorgängerspiels vermissen, das mit seinem weniger linearen Aufbau ein bisschen mehr an Jak&Daxter erinnerte. In Tak 2 folgt ein Abschnitt strikt auf den anderen – hat man ein Gebiet verlassen, kann man nicht wieder dorthin zurückkehren, um etwa vergessene Gegenstände doch noch einzusacken.
Selbst passionierte Forschernaturen werden aber angesichts der gebotenen Abwechslung nicht allzu lange schmollen: So schippert man beispielsweise im Kanu reissende Stromschnellen hinunter (möglichst ohne dabei sämtliche Wurzeln zu rammen), muss in einer Arena alle Feinde vermöbeln bevor es weitergeht, flüchtet vor dem gewaltigen Sog eines instabilen Portals oder schwingt sich hinters Steuer eines fahrbaren Katapults, um Hindernisse zu zerbröseln. Bleibt nur zu sagen, dass die Traumwelt-Levels leider meist uninteressanter sind als ihre Gegenstücke in Feld und Flur – da wäre noch mehr dringewesen.
Unser Kriegerlein steuert sich aufgrund seiner manchmal trägeren Bewegungen nicht ganz so punktgenau wie z.B. Sonys hochkarätige PS2-Hüpfer, doch abgesehen von der genretypisch gelegentlich störrischen, manuell nachzukorrigierenden Kameraführung treten kaum größere Probleme auf. Nur die Handhabung bei den Tiergestalten macht an kniffligen Stellen bisweilen einen zu schwammigen Eindruck, zumal der Schwierigkeitsgrad nach dem harmlosen Einstieg später (trotz der bunten Präsentation) nicht unbedingt immer was für Kiddies ist. Manche Kämpfe sind beispielsweise schon ziemlich haarig. Faire Rücksetzpunkte verhindern während der ca. zwölfstündigen Spielzeit jedoch, dass es richtig frustig wird.
Wer innerhalb der Levels fleissig Zutaten wie etwa Kristallsplitter sammelt, kann mithilfe von gefundenen Rezepten Zaubertränke brauen, welche wiederum einige Extras freischalten. Dazu gehören abgesehen von typischem Bonusmaterial wie Konzeptzeichnungen auch diverse unterhaltsame Minigames für ein oder zwei Spieler. So darf man unter anderem auf Zeit die Snowboardstrecke aus Tak 1 herunterdüsen, gackernden Hühnern ihre Federn entreissen, mit Jibolba-Flöhen einen Stinktier-Schießstand unsicher machen, oder um die Wette an Lianen klettern. Für die eine oder andere spaßige halbe Stunde ist also selbst nach dem Ende des eigentlichen Spiels bestens gesorgt.
Lustiglich
Was die Geschichte an sich betrifft ist den Entwicklern wie so oft mal wieder kein großer Wurf gelungen – durch die witzige Präsentation gewinnt die recht vorhersehbare Story jedoch enorm an Charme. Das gilt zum Beispiel für die süßen, hübsch animierten Tiere im Disney-Stil und vor allem für die Zwischensequenzen. Diese sind wie beim Vorgänger manchem Trickfilm ebenbürtig und eben auch mit einer feinen Portion Humor gesegnet. An den seltsamen Eigenarten der Juju-Geister hat man ebenso viel Vergnügen wie an den Missgeschicken von Lok, Taks tollpatschigem Möchtegern-Rivalen. Dank fehlerfreier deutscher Sprachausgabe sind die Scherze glücklicherweise für jeden Spieler problemlos zu verstehen.
Bunt geht es auch beim Rest der Grafik zu. Farbenfrohe, mit Liebe zum Detail modellierte Landschaften und knallige Effekte bestimmen das Bild und geben auf den ersten Blick kaum Anlass zur Kritik. Nur bei genauerem Hinsehen stellt man fest, dass manche Texturen ziemlich verwaschen sind und recht wenige unterschiedliche Gegnertypen auftauchen. Außerdem ist die Framerate manchmal alles andere als stabil sobald sich auf dem Fernseher etwa besonders viele Figuren tummeln.
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Um Missverständnissen vorzubeugen: Diesen Test gibt´s auch bei GameCaptain.de ;)
Written by me.

Fazit
Tak 2 kann einige Stärken für sich verbuchen, darunter seine schöne Comicgrafik mit witzigen Zwischensequenzen, Figuren und Animationen, die gelungene deutsche Synchronisation, ideenreiche Tierrätsel, einige unterhaltsame Minigames und ziemlich viel Abwechslung.
Ein bisschen was zu meckern gibt es trotzdem: Die Steuerung wirkt (z.B. in Sachen Kamera) nicht immer optimal, der Schwierigkeitsgrad ist stellenweise etwas unausgewogen, deutlich sichtbare Grafik-Ruckler treten gerade in aufwendigen Umgebungen wie etwa in der Nähe eines riesigen Wasserfalls oder bei effektreichen Szenen auf, und wegen des linearen Aufbaus kann man nicht in frühere Levels zurückgehen, ohne das Abenteuer komplett neu zu starten oder einen alten Spielstand zu laden. Trotzdem ist das Game aber ohne Frage eine Bereicherung für jede ordentliche Jump&Run-Sammlung.
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