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» bewertet mit: 10
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Solid Snake, der wohl coolste Held der Videospielgeschichte, gibt sein Xbox-Debüt. Leider wartet kein ganz neues Spiel auf uns, sondern nur eines mit Specials erweiterter zweiter Teil. Ob Metal Gear Solid auch für die Xbox ein solcher Hit wird und ob die Verbesserungen sich gelohnt haben, könnt ihr nun in meinem Test nachlesen:
Das Hauptspiel „Sons of Liberty“ bestreitet ihr jeweils zu einem Drittel mit Solid Snake und zu zwei Dritteln mit dem neuen Helden Raiden. Die Snake-Mission führt euch auf einen Tanker, auf dem es neue Informationen über Metal Gear Ray, einem riesigen, amphibischen Roboter geben soll. Jedoch kommt euch eine Gruppe russischer Elitesoldaten zuvor, die den Tanker kapert. Dadurch wird die Mission doch schwerer als erwartet. Raiden´s Mission spielt auf einer Bohrinsel, die von einer Gruppe genmanipulierter Wahnsinniger eingenommen wurde, welche nun mit einer Umweltkatastrophe drohen. Natürlich besteht eine Verbindung zwischen diesen Missionen, aber wir wollen euch nicht zu viel der spannenden und epischen, aber auch übertriebenen und verwirrenden Story erzählen. Jedoch gibt es viele unerwartete Wendungen und leider schon fast mehr Videos als das eigentliche Spiel. Deshalb ist Metal Gear Solid 2 auch mehr ein interaktives Game, dessen Hauptspielzeit mit rund 9 Stunden (mit Videos) zu kurz ist. Neben dem Hauptspiel „Sons of Liberty“ finden sich diesmal noch 500 alternative- und sogenannte VR-Missionen. Kenner des PSone Spiels, werden diese Art von Aufgaben sicherlich noch kennen. VR-Missions sind Übungseinheiten die virtuell ablaufen. Der Spieler muss bestimmte Situationen unter Zeitdruck bestehen. Diese Situationen sind dabei grundverschieden und bringen in den späteren Leveln sogar Metal Gear Solid-Profis zum Schwitzen. Es gibt dabei vier verschiedene Modi, von dem eine noch erspielt werden muss. br> Zum einen wäre da das Sneaking: Wie der Name schon sagt steht das Schleichen im Vordergrund. Dabei könnt ihr zwischen mit oder ohne Waffen wählen. Im Modus Weapon trainiert ihr in verschiedenen Waffenklassen; von Handfeuerwaffen bis hin zur Stinger ist alles vertreten. Mit diesen werdet ihr ausgebildet und ihr müsst sich bewegende Zielscheiben treffen. First-Person-Mode: Hier spielt ihr Situationen nur aus der Egosicht. Zwar orientiert sich die Steuerung stark an Halo, doch manchmal kommt man leicht ins Schlingern, was eigentlich nicht verständlich ist. In diesen VR-Missions werden die Levels in einem trendigen Cell-Shading-Look dargestellt, der, trotz schlichter Ausstattung, wirklich gefallen kann. Wer besonders erfolgreich bei den VR-Missionen abschneidet, kann sich auf neue Charaktere und Outfits für weitere VR’s oder alternative Missionen freuen. In den alternativen Missionen spielt ihr auf bekannten Schauplätzen und müsst vier verschiedene Aufgabentypen bestehen: Bombenentschärfen, Soldaten bedrohen, wichtige Gegenstände fotografieren und Feinde eliminieren. In diesen Missionen lassen sich die Schwierigkeitsstufen einstellen. Da die Idee im Hauptspiel fast nur mit Raiden zu spielen, bei den Fans nicht gerade freudig aufgenommen wurde, hat Konami vorgesorgt und sogenannte Snake Tales hinzugefügt. Hier müsst ihr von der Story unabhängige Missionen bestreiten, natürlich mit Solid. Diese Missionen werden durch das Fehlen des Radars noch einmal besonders erschwert. Zwar würde man auf den ersten Blick sicher Metal Gear Solid 2 mit Splinter Cell vergleichen, doch das ist so einfach nicht möglich. Metal Gear Solid 2 ist anders als im Vorgänger, vor allem in den ersten drei Schwierigkeitsstufen, klar actionorientiert. Während in Splinter Cell eher die Schleichparts und das leise Vorgehen im Vordergrund stehen, wird hier auch schon mal kräftig mit der Waffe hantiert. Auch große Bossfights gibt es bei Metal Gear Solid, die alles andere als realistisch sind, aber besonders viel Spaß machen. Es gibt viele Arten einen unliebsamen Gegner aus dem Weg zu schaffen. Dabei sind manche Einfälle wirklich genial. Ihr seht einen Gegner einen Korridor entlang gehen und nun könnt ihr euch zum Beispiel an die Wand lehnen, so dass der Soldat euch nicht sieht. Nun habt ihr einige Möglichkeiten ihn auszuschalten. Mit dem Druck auf die Schusstaste wagt sich euer Protagonist automatisch leicht zur Seite und schießt schnell auf den Gegner um anschließend sofort wieder in das Versteck zurück zu kehren. Ihr könnt jedoch auch gegen die Wand klopfen und so das Aufsehen auf euch ziehen um den herankommenden Gegner dann eins auf die Mütze zu geben. Ablenken kann man den Feind ebenfalls mit einem netten Heft für Erwachsene. Eine andere Möglichkeit ist den Gegner zu greifen und ihn entweder mit einem Judogriff auf den Boden der Tatsachen zu bringen oder einen Würgegriff anzuwenden, um ihn als menschliches Schutzschild zu benutzen. Dies waren jetzt nur einige wenige Beispiele. Natürlich gibt es noch jede Menge anderer Möglichkeiten, die wirklich viel Abwechslung ins Spielgeschehen bringen. Grafisch ist Metal Gear Solid zwar gut, aber leider kaum für die Xbox verbessert. Der Tankerlevel ist gut designt und der Regen ist auch recht anschaulich, jedoch ruckelt besonders dort das Spiel hin und wieder, was wegen der Hardwarekraft der Xbox nicht nötig gewesen wäre. Das Bohrinsellevel ist leider etwas trist ausgefallen und das Design scheint sich öfters zu wiederholen. Die Animationen der Protagonisten sowie der Soldaten sind den Entwicklern dagegen vorzüglich gelungen. Dennoch können sie Splinter Cell nicht das Wasser reichen. Die Bewegungen sind immer sehr lebensecht und realistisch. Von diesem Punkt aus kommen wir unzweifelhaft zur KI der Gegner, die ebenfalls sehr realistisch ausgefallen ist. Die Soldaten arbeiten im Teamwork und bemerken visuelle wie auch auditive Besonderheiten, die sie sofort nachprüfen. In den hohen Schwierigkeitsstufen agieren sie besonders geschickt und intelligent. KI-mäßig ist Metal Gear Solid 2 also auf einem sehr hohen Niveau. Die Musik ist ein weiteres Prunkstück des Spiels. Sie wurde extra vom Starkomponisten Harry Gregson Williams, dessen Musik ihr sicherlich in Kinohits wie „Der Staatsfeind Nummer 1“, „Armageddon“ oder „The Rock“ gehört habt, komponiert. Besonders das Titeltheme erinnert sehr an „The Rock“, was keinesfalls negativ gemeint ist. Die Musik passt jedes Mal zur Handlung, wie die Faust aufs Auge und falls es eine unvorhersehbare Änderung gibt, zum Beispiel ihr entdeckt wurdet, dann ändert sich die Musik schlagartig. Der 5.1 Sound macht die Atmosphäre dann perfekt. Die Steuerung ist relativ einfach und nach einer Eingewöhnungszeit auch gut beherrschbar. Jedoch ist sie nicht ganz so intuitiv wie die der Playstation2-Version. Einen Wehmutstropfen für Xbox-Besitzer gibt es aber noch: Leider fehlen die Skateparts mit Solid Snake, welche im ersten Trailer zu sehen waren, und die Spezial-DVD mit Interviews, Trailer und einer Dokumentation. Diese Feature dürfen nur PS2-Spieler genießen. Dafür kommt die Xbox-Version mit nahezu keiner Ladezeit daher. Eigene Meinung: Endlich kommen auch die Xbox-Besitzer in den Genuss von Metal Gear Solid. Nur leider habe ich ein etwas zwiespältiges Gefühl bei diesem Spiel. Zwar ist der Hauptteil meiner Meinung nach, mal von der kurzen Nettozeit abgesehen, klasse und auch die Extramissionen konnten mich begeistern, jedoch werde ich aber das Gefühl nicht los, dass da doch noch einiges mehr drin gewesen wäre. Das die Xbox-Spieler keine Extras wie die PS2-Zocker bekommen, ist schon schade, aber dass auch sonst die Grafik nicht für die Xbox angepasst wurde, noch schlimmer. Alle, denen Splinter Cell zu schwer war oder die eine actionreiche Abwechslung suchen, sollten sofort zuschlagen. Doch auch alle anderen sollten wenigstens einen Blick wagen, denn Metal Gear Solid ist trotz der Defizite ein klasse Spiel, dass in keiner guten Spielesammlung fehlen sollte. Pro: Klasse Atmosphäre Super Sound Viele Extras Schöne Animationen Contra: Verworrene Story „nur“ mittelprächtige Grafik teilweise leichtes Ruckeln |
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