Ihr denkt ihr seid ein ganz harter Bursche? Ihr duscht grundsätzlich eiskalt und parkt absichtlich in der Sonne? Dann stellt eure härte bei Ninja Gaiden unter Beweis. Tecmos Ninja Spiel ist nämlich schweine Schwer.
Der Kern liegt bei Ninja Gaiden absolut im niederschnetzeln der Gegner, dem Lösen teils knackiger Rätsel und dem Besiegen dicker Bossgegner.
Alles beginnt in einer kleinen Berglandschaft. Ihr rennt in der Verfolgerperspektive (wenn ihr den Bogen zückt in Ego-Ansicht) durch die enge Fels Schlucht und springt mit Ryo Hayabusa an Fels Wänden hoch und werdet schon sehr bald eure Ninja-Waffe brauchen. Die ersten beiden Gegner warten nämlich schon bald auf euch. Und hier entpuppt sich gleich der happige Schwierigkeitsgrad. Wer nicht aufpasst geht bei den normalsten Gegnern drauf. Um dem Tod entegegen zu wirken kann der Protagonist mit der L Taste blocken, ebenso hat er ein ordentliches Arsenal an Waffen zur Verfügung. So hat er ein Katana (im späteren Verlauf des Spiels auch dickere Waffen), Schusswaffen wie einen Bogen oder Ninja Sterne und sogenannte „Ninpo-Scrolls“ welche auf Knopfdruck ein Feuerwerk entfachen.
Damit ihr nicht nach jedem Kampf zu Kleinholz verarbeitet werdet findet ihr überall verstreut Heiltränke. Auch im Laden können diese Wundermittel gekauft werden, außerdem könnt ihr dort neue Waffen kaufen, eure Waffen aufrüsten und Sachen verkaufen. Auch zu finden sind sogenannte „Scarabs“, mit welchen ihr Goodies freischalten könnt.
Spiele wie Devil May Cry geben sich bei den Kämpfen nicht zwingend Tiefgründig. Vielmehr beschränkt es sich bei Capcoms Abenteuer auf das Missbrauchen des Angriffs Buttons. Tecmo schlägt hier eine komplexere Richtung ein. Ein riesen Spektrum von Moves hat Ryo auf den Kasten. Wer nicht bereit ist mehrere Moves zu verinnerlichen und lieber stupide die Angriffs Taste drücken will, der wird bei Ninja Gaiden garantiert verzweifeln. Tecmo hat hier echt die Messlatte hoch gelegt, was ein komplexes Kampfsystem und eine Moves – Vielfalt anbelangt.
Was mehr zu Kritik, als Lob einlädt ist die schlechte Kamera. Das Ding bleibt an jeder Ecke hängen und ohne dem gekonnten Einsatz der R Taste (Kamera nachjustieren) wird man schneller als man schauen kann von den gegnerischen Ninjas zerhackt. Ein gutes Beispiel ist hier folgende Situation: Ihr lauft auf eine Wand zu um diese zu untersuchen, plötzlich fallt ihr in eine Falltür, beim wieder hochlaufen müsst ihr um eine Ecke kreuzen. Euch erwarten sofort 2 Ninjas welche ihr nicht gesehen habt und diese ziehen euch sofort die Hälfte eurer Leben ab. Auch eher schlecht zeigt sich die Story, welche mit einem simplen Racheakt daher kommt. Der Charakter will Rache für ein gestohlenes Schwert, jop das wars. Inszeniert wird die Story allerdings wieder wunderbar, herrliche Sequenzen lassen den Spieler staunen.
Gestaunt wird auch über die bombastischen Boss Fights. Welche eure Nerven strapazieren werden. Mal kämpft ihr gegen einen Lanzenträger auf dem Pferde, mal gegen einen fetten Metall-Klops. Nur selten trefft ihr hier auf, faire, 1 gegen 1 Gefechte. Beim Lanzenträger ist dieser z.B. schonmal durch das Pferd im Vorteil, ist das nicht schon genug habt ihr es außerdem noch mit bis zu 4 Magieern zu tun.
Ninja Gaiden kommt mit einer herrliche Grafik und einer wunderschönen Musik Untermalung daher. Die Grafik wandert gestochen scharf über den Bildschrim und ist unglaublich detailliert. Die Musikstücke passen hervorragend zu den Locations. Leider wiederholen sich die Stücke des öfteren.
Anmerkung: Wär Ryo lieber auf japanisch Schreien hört, kann das im Menü tun, die Untertitel können dem angepasst werden.