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Spielinfos Bewertungen (11) User-Reviews (4) Screenshots (28) Spiel bewerten

166. Silent Hill 4: The Room

PS2
» Grafik: 90
» Sound: 92
» Spielspaß Solo: 85
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung:
90
» Anzahl Bewertungen: 11     » alle zeigen
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» Gesamtwertung: 3 /5
» Durchschnittswertung: -
» Anzahl Bewertungen: 0     » alle zeigen
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Infos
» Von: Agarwaen
» Am: 29.09.2005
» Spielzeit: 10 h
» Grafik: 85
» Sound: 95
» Spielspaß Solo: 75
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 82
Pro
Audio/Visuelles Erlebnis
Lynch-reife Story
Tolle Atmosphäre
4 Enden
Contra
abgehackte Bewegungsanimationen
schwächelndes Kampfsystem
schwache Rätsel
teilweise Monotonie
viel \\
Qualität
» bewertet mit: 10
Es gibt nur wenige Spielereihen, bei denen die Fangemeinden so verschiedener Meinung über die einzelnen Nachfolger sind wie bei Silent Hill. So gerät auch Teil 4 der etwas anderen Survival Horror-Reihe ins Kreuzfeuer der Fangefühle. Eines ist aber sicher: Auch dieser Teil ist wieder ein Garant für Story, sowie für Sound- und Grafik-Fetischisten.


Klaustrophobie gefällig?

Henry Townshend lebt noch nicht sehr lange in South Ashfield Heights und bald wird er sich auch wünschen, niemals in Apartment 302 eingezogen zu sein, denn eines Tages erwacht Henry und merkt schon beim Verlassen seines Schlafzimmers, dass etwas nicht stimmt. Kaum betritt er das Wohnzimmer, fällt ihm auch schon die wohl markanteste Veränderung auf: Die Tür ist verriegelt. Allerdings nicht nur mit einem Schloss - nein, gleich mit mehreren Schlössern, Ketten und einer Nachricht, die Stirnrunzeln verursacht: \\\"Gehe nicht hinaus, Walter\\\". Zu allem Unglück lassen sich auch keine Fenster mehr öffnen. Henry ist hermetisch abgeriegelt von der Außenwelt. Doch ein Blick ins Badezimmer verspricht Hoffnung - vorerst.....


Baumangel

So könnte man weitestgehend das Loch in der Badezimmerwand bezeichnen. Doch es ist nicht einfach nur ein Loch, wie Henry bald merken wird, denn so schlüpft er - in Hoffnung auf die Freiheit - hindurch und zwar mitten, in eine von mehreren Welten, die ihm den wahren Schrecken seines Eingesperrtseins offenbaren werden. Die Orte, die Henry nun fortlaufend besucht, erinnern an mehr oder weniger bekannte Schauplätze, die der Realität entrissen zu sein scheinen. Bei den Reisen durch das Loch stellt der Titel gebende Raum (also euer Apartment) den Mittelpunkt dar, den ihr in der Ego-Perspektive erforscht. Immer wieder könnt ihr durch andere Löcher, die in den Welten verteilt sind, in eure sicheren 4 Wände zurückkehren und sich dort u.a. regenerieren. Desweiteren steht dort auch eine Kiste parat, in der ihr in bester Resident Evil-Manier Gegenstände einlagern könnt, die sich auf euren Trips in eurem Inventar angesammelt haben. Dies ist auch bitter nötig, denn der Inventarraum ist auf 10 Plätze begrenzt. Ein weiteres Feature eures Apartments ist, dass es sich bei nahezu jedem Besuch verändert. Mal stehen Dinge anders, es steckt eine Notiz unter der Tür oder ihr könnt etwas interessantes durch den Türspion, durch das Fenster oder durch das seltsame kleine Loch, das in das Schlafzimmer eurer Nachbarin Eileen ragt, erblicken. Später spukt es sogar in eurem trauten Heim.


Die Monster aus meinem Loch

Abartige Kreaturen dürfen natürlich in keinem Silent Hill fehlen und auch diesmal haben sich die Designer wieder alle Mühe gegeben, furchterregende und skurrile Gestalten zu entwerfen, die Henry in seinen Abenteuern hinter der Badezimmerwand und später sogar in der eignen Wohnung verfolgen. Zu den Kreationen der Hölle gehören u.a. die ekelhaften Rubber Faces, die aussehen wie mutierte Menschenaffen, und die wirklich angsteinflößenden Doubleheads, die, wie der Name schon sagt, 2 Köpfe haben und auf ihren kräftigen Armen auf euch zulaufen. Am meisten werden euch allerdings die sogenannten Victims begegnen, Geister, die euch im wahrsten Sinne des Wortes keine Ruhe lassen wollen. Sie sind nahezu unbesiegbar und lassen sich lediglich mit 3 bestimmten Gegenständen aufhalten bzw. vernichten. Bis dahin werden sie euch immer wieder auf den Geist gehen, was stellenweise ziemlich nervig sein und euch auch in ganz unangenehme Situationen bringen kann. Um die unliebsamen Zeitgenossen, die euch begegnen, auszuschalten, haben die Entwickler wieder ein ganzes Arsenal an Waffen mitgeliefert. So könnt ihr mit Golf- und Baseballschlägern, sowie verschiedenen Schusswaffen auf die Monster einprügeln bzw. schießen. Bei Benutzung von Schlagwaffen erscheint neuerdings eine Kraftanzeige, die ihr aufladen könnt, um dem Gegenüber einen besonders kräftigen Schlag auf die Haube zu geben. Allerdings schwächelt das Kampfsystem immer noch dadurch, dass es schwer ist, den Gegnern auszuweichen, was Kämpfe teilweise schnell unfair und schwerer werden lässt.


Recycling

Die Welten, die Henry nach und nach besucht, sind allesamt nicht mehr so düster wie in den Vorgängern der Reihe, was die Atmosphäre aber dadurch nicht schmälert.
Euer Ausflug ins Ungewisse beginnt in einer U-Bahnstation und führt euch später noch durch ein altes Gefängnis und andere Orte, die man am liebsten wieder verlassen würde. Manchmal müsst ihr auch mit einer Begleitperson durch die einzelnen Abschnitte gehen, die euch auch mit der Monsterplage aushelfen, wenn sie denn können, denn dafür müsst ihr ihnen erst passendes Gerät in die Hand drücken. Eine nette Abwechslung, allerdings lässt die KI eurer Begleitpersonen doch oftmals etwas zu wünschen übrig, was sich darin äußert, dass sie oftmals an Ecken hängen bleiben, oder ohne dass ihr es wollt, auf das Geviech einprügeln. Was ab der Spielmitte auffällt, ist, dass sich die einzelnen Levelabschnitte wiederholen. Dies ist zwar im Spielverlauf logisch integriert, doch eine gewisse Eintönigkeit lässt sich dadurch leider nicht vermeiden. Noch etwas kommt einem öfters gleich vor: Die Rätsel, die auch schon im Vorgänger nicht mehr allzugut waren, haben sich noch um einen kleinen Zacken verschlechtert. Sie sind weder besonders herausfordernd (je nach Schwierigkeitsgrad gibt es mehr oder weniger Hinweise auf die Lösung), noch sonderlich abwechslungsreich. In den meisten Fällen besteht das Rätsel daraus, bestimmte Gegenstände einzusammeln und in eurem Inventar zum Zielort zu bringen, um sie dort einzusetzen. Eine weitere Auffälligkeit ist, dass die Silent Hill typische kranke Paralleldimension fehlt, was aber nicht heißt, dass es keine Paralleldimension mehr gibt. Sie wird nur anders dargestellt. Trotzdem dürfte das für viele Spieler etwas gewöhnungsbedürftig sein, genauso wie das Wegfallen der fast schon traditionellen Taschenlampe und des Radios, was bei Gegneranwesenheit immer gerauscht hat. Dadurch gehen leider ein paar für die Serie typischen Gameplayelemente, sowie auch ein gutes Stück Silent Hill Atmosphäre verloren.


Horror für Augen und Ohren...

Und das im positiven Sinne, denn auch diesmal hat Soundguru Akira Yamaoka wieder ganze Arbeit geleistet. Sowohl Soundkulisse, als auch Soundtrack überzeugen mal wieder auf ganzer Linie, wobei diesmal vor allem Industriell und Indypop anmutende Musik zu hören ist. Die FX Effekte lassen einem das Blut in den Adern gefrieren. Ob nun leises Gewimmer und Gestöhne durch die heimischen Boxen erklingt oder das Plätschern von Wassertropfen die Stille durchdringt - die Haare stehen einem bei den teils sadistischen Sounds zu Berge. Die Grafik überzeugt ebenfalls und wenn man ehrlich zu sich selber ist, so hat man in noch keinem anderen Videospiel so realistisch dargestellte Menschen gesehen. Gesichter sind nahezu bis ins kleinste Detail ausgeschmückt und auch die restlichen Texturen sind einfach atemberaubend. Allerdings wird zumindest bei der engl Sprachausgabe nicht immer Lippensynchron gesprochen. Auch die restlichen Animationen haben nicht unbedingt etwas Geschmeidiges an sich. Vieles wirkt leicht abgehackt und wenn Henry läuft oder geht, sieht es eher danach aus, als suche er das nächstbeste Klo auf. Grafisch gibt es bei der PS2- und XBox-Version einen kleinen Unterschied. Bei der PS2 sieht man wieder den altbekannten Nebel, der alles ein wenig dreckiger aussehen lässt und somit der Atmosphäre ganz gut tut, wogegen die XBox-Version mit ein paar schärferen Texturen aufwartet und besagter Nebel wegbleibt. Beide Versionen ziehen somit ihre Vorteile und nehmen sich letztendlich nichts.

Um Missverständnissen vorzubeugen, dieses Review liegt in einer ähnlichen Fassung bei Consolegamers.de vor ;>
Fazit
Silent Hill 4 scheint an einem Punkt angekommen zu sein, wo den Entwicklern langsam die Ideen auszugehen scheinen. Zwar mangelt es weder an der tollen Story, die dem Kopf von David Lynch entsprungen sein könnte, noch an den Charakteren, die diesmal allerdings schon leicht an der Ausarbeitung geschwächelt haben, aber das Gameplay, sowie die nicht wirklich fordernden Rätsel könnten wieder ein wenig mehr Frische gebrauchen. Zudem hat man sich vielleicht ein wenig zu viel getraut und teilweise an den falschen Sachen gefeilt. So fehlen einem die stilistischen Mittel der Vorgänger, wie die Taschenlampe oder das Radio, schon ein wenig, woraus auch resultiert, dass man sich oftmals nicht mehr ganz so verlassen und einsam fühlt wie in den Vorgängern. Zieht man nun die Bilanz, kommt im Schnitt wieder ein gutes Silent Hill heraus, was zwar vom Gameplay nicht ganz an die Vorgänger heranreicht, von der Story und der Atmosphäre Teil 3 aber das Wasser reichen kann, zumal ersteres viel weiter und komplexer aufgebaut ist. Grafisch und Soundtechnisch ist Teil 4 mal wieder ein wahres Schmankerl geworden und auch die Charaktere können - wenn auch erst etwas später - überzeugen. Ein Horror-Thriller, der sich lohnt, auch einmal mehr gespielt zu werden. Immerhin gibt es 4 Enden zu sehen, sowie noch ein paar andere Boni.
Infos
Erhältlich für
Genre
Adventure
   Survival Horror
Publisher
Konami
Entwickler
Konami
Website
de.konami-europ...
Release
24. September 2004
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Features
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