Infos
|
» Grafik: |
70 |
|
|
|
» Sound: |
70 |
|
|
|
» Spielspaß Solo: |
70 |
|
|
|
» Spielspaß Multi: |
- |
|
|
|
» Gesamtwertung: |
70 |
|
|
Pro
|
|
 |
|
Tolle KI |
|
|
|
 |
|
sehr herausfordernd |
|
|
|
 |
|
spannende Rennen |
|
|
Contra
|
|
 |
|
schwerer Einstieg |
|
|
Qualität
|
Immer im Kreis herum
Die Codemasters haben sich ja in den letzten Jahren zu richtigen Rennspielprofis entwickelt. Was mit den Micro Machines noch wenig realistisch begann, hat sich mit den Megahits Colin McRae Rally und den TOCA / DTM – Serien zu einer echten Größe im ernsthaften Rennspielbusiness entwickelt. Ganz in dieser Tradition erschien vor kurzen ein weiteres realistisches Rennspiel aus dem Hause, entwickelt nicht von Codemasters selbst, sondern außer Haus von Brain in a Jar. Dieses Spiel hat allerdings keine hiesige Rennveranstaltung im Focus, sondern dreht sich ganz und gar um die amerikanische IndyCar Serie.
Diese amerikanische Rennserie erinnert auf den aller ersten Blick stark an die hierzulande viel beliebtere Formel 1, zumindest die Wagen sehen doch recht ähnlich aus, auch die Geschwindigkeit braucht sich nicht hinter dem FIA – Spektakel zu verstecken und ist auf ähnlich hohem Niveau. Und doch unterscheiden sich die beiden Rennserien völlig. Eine Besonderheit der IndyCar Serie ist nämlich, dass die Rennen grundsätzlich auf Ovalen Strecken stattfinden, die einzigen Kurven die es gibt sind Linkskurven. Auch sind diese ovalen Strecken deutlich breiter als so ein „handelsüblicher“ Formel 1 – Kurs, es passen gut und gerne fünf oder sechs der Fahrzeuge nebeneinander.
Wer noch nie so ein Rennen im Fernsehen oder live gesehen hat, wird jetzt sicher denken „wie langweilig“. Doch das Gegenteil ist der Fall: Dank der breiten Kurse sind spannende Überholmanöver mehr die Regel als die Ausnahme. Außerdem ist Oval nicht gleich Oval. Die ovalen Strecken bieten überraschend abwechslungsreiche Varianten, keine fährt sich so wie die andere. Oberste Priorität für den Fahrer muss das finden der Ideallinie, der richtigen Geschwindigkeit und der richtigen Bremspunkte sein, es ist immer wieder faszinierend, wie sich immer doch noch bessere Zeiten herausfahren lassen. Und Raum für Fehler gibt es nicht, seid ihr etwas zu schnell, macht ihr unangenehme Bekanntschaft mit der begrenzenden Betonmauer der Strecke. Selbst wenn das euer Fahrzeug ohne Schäden übersteht, eure Rundenzeit ist natürlich dahin, und die intelligenten Gegner sind auf und davon. Sollte es doch zu einem Schaden kommen, solltet ihr eventuell die Box aufsuchen, denn die Schäden an Kühlung, Ölsystem, Bordcomputer und Getriebe beeinträchtigen durchaus merklich eure Performance.
Was die Performance angeht, könnt ihr noch vor dem Rennen einige Einstellungen an eurem Auto vornehmen. Ihr bestimmt den Reifendruck, die härte der Federung und Stoßdämpfer, die Bodenfreiheit, die Übersetzung, den Radsturz, die Vorspur und die Flügel. Noch während des Rennens könnt ihr die Gewichtszuladung bestimmen und das Kraftstoff – Luft - Gemisch verändern. Weiterhin solltet ihr im Rennen natürlich auf euren Benzinverbrauch und die Reifenabnutzung achten und rechtzeitig an die Box fahren, sonst bleibt ihr ohne Benzin auf der Strecke liegen – zumindest, wenn ihr mindestens den mittleren Schwierigkeitsgrad im IndyCar Series Modus gewählt habt. Dieser Modus ist das Herzstück des Spiels und geht über eine ganze Saison, inklusive des berühmten Indy 500 – Rennens. Natürlich könnt ihr auch mal schnell in einem Einzelrennen antreten oder im Splitscreen gegen einen Freund und acht KI Fahrer fahren.
Technik:
Die Strecken- und Fahrzeugoptik bei IndyCar Series ist gehobener Durchschnitt. Sehr positiv fällt die hohe Framerate auf, die einen über vereinzelte Pop Ups gnädig hinwegsehen lassen. Störender ist da schon das starke flimmern der Grafik, aber da hat man sich als Playstation2 - Besitzer vermutlich schon gewöhnt. Die Soundeffekte wissen mit kernigen Motorensounds zu gefallen.

Fazit
Axels Meinung:
Ich kann verstehen, wenn jemand sagt, dass immer nur auf ovalen Strecken zu fahren doch langweilig sein muss. Ich dachte ja lange Zeit sehr ähnlich. Doch ich wurde eines besseren belehrt, und IndyCar Series von Codemasters ist das beste Beispiel. Selten habe ich eine Rennsimulation mit solch packenden Rennen gespielt, man steht als Spieler die ganze Zeit unter Hochspannung. Es geht hier um Perfektion, die Meisterung eines an sich simplen Kurses. Rennsportfans sollten sich das Spiel nicht entgehen lassen.
|