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344. The Suffering

Xbox
» Grafik: 87
» Sound: 88
» Spielspaß Solo: 88
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung:
87
» Anzahl Bewertungen: 5     » alle zeigen
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» Gesamtwertung: 4 /5
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Infos
» Von: Prone
» Am: 26.01.2005
» Spielzeit: > 10 h
» Grafik: 88
» Sound: 80
» Spielspaß Solo: 81
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 83
Qualität
» bewertet mit: 10
Du hast deine Frau und deinen Sohn umgebracht. Sagen sie. Du kannst dich an Nichts erinnern. Doch jetzt wird sich alles ändern. Deine Hinrichtung steht bevor und nichts kann dich retten. Oder musst du der Retter sein? Nichts ist wie es scheint in The Suffering aus dem Hause Konami und nach und nach entfaltet sich eine grausame Geschichte, die das Spiel zu einem brutalen Horrortrip macht.

In der Haut der Hauptperson von The Suffering zu stecken, ist sicherlich nicht das Angenehmste, was man sich vorstellen kann. Ohne sich an irgendetwas zu erinnern zum Tode verurteilt, wartet Torque auf seine Hinrichtung auf einer Gefängnisinsel, die der Schauplatz tausender Tode war. Bevor ihr euch noch in Ruhe hinsetzen könnt und dem wirren Gerede der anderen Inhaftierten Beachtung schenken könnt, wendet sich alles. Etwas übernimmt die Kontrolle über den Komplex und tötet alle, die im Weg stehen. Nur euch nicht. Also macht ihr euch auf den Weg, das Geheimnis zu lüften oder wenigstens lebendig von der Insel zu fliehen.

Schnell merkt ihr, wer eure Gegner sind. Jede Art Gegner steht für eine Hinrichtungsart. Ohne darauf weiter eingehen zu wollen: die Atmosphäre und die Gegner sind bedrückend und Angst einflößend. Je weiter ihr euch durch die geheimnisvollen Strukturen der Insel hindurchkämpft, desto mehr verändert ihr euch und werdet immer mehr selbst zu einem Monster. Vorteil: ihr werdet stärker, Nachteil: wer ist schon gern ein Fleisch gewordener Albtraum.

Sowohl grafisch als auch akustisch ist The Suffering ein Gegner für Klassiker der Horror-Adventure-Szene wie Resident Evil. Dass die animierten Zwischensequenzen nicht besonders elegant sind, fällt nicht ins Gewicht, weil die Grafik im Spiel und die Animationen sehr gut sind. Es ist richtiggehend ekelerregend, wenn die Gegner auf scharfen Klingen umherlaufen und das Klicken des Metalls auf dem Steinboden den gesamten Raum erfüllt. Atmosphärisch geht kaum mehr und Konami unterstützt diese Atmosphäre mit Tagebüchern und Einträgen in Notizbüchern, die nach einer Zeit freigeschaltet werden. Hier wird zum Beispiel von der Frau des früheren Gefängnisdirektors erzählt, wie sie ankam und sich langsam alles zum Schlimmsten wendete, welche Geschichte hinter dem Gefängnis steht. Eine komplexe Geschichte, akustisch und grafisch gut umgesetzt. Grauenvoll! Und das ist ein Kompliment.

Im Laufe des Spiels greift immer wieder eine übergeordnete Erscheinung in den Verlauf ein und macht euch das Leben schwer. Ohne zuviel zu verraten hier ein Beispiel: einer der Wärter ist in der Gaskammer eingesperrt. Als ihr versucht ihn zu befreien, löst diese Erscheinung das Ventil zur Gaszufuhr und tötet den Wärter und euch beinahe dazu. Das Geheimnis dieser übergeordneten Macht zu finden, ist eine eurer Kernaufgaben im Spiel.

Die Orte des Spiels sind mit einer geradezu versessenen Liebe zum Detail erstellt worden. Obwohl man meistens nicht die Zeit hat, sich einzelne Dinge genauer anzuschauen, wird man doch von der Atmosphäre eingefangen, die all diese kleinen Accessoires schaffen. Seien es die Grabsteine auf dem Friedhof, die reichhaltige Vegetation im Wald oder die Waffen, die ihr tragt, zusammengenommen ist dies alles sehr gut gelungen.

Im Spiel steuert ihr Torque von hinten aus der so genannten Dritte-Person-Sicht. Die Kamera zeigt glücklicherweise wenige der Macken, die man bei solchen Spielen gewohnt ist und bleibt nur sehr selten in einer Position hängen, aus der man nichts sehen kann. Das passiert natürlich auch, ist aber mit einem Schritt in eine Richtung schnell erledigt. Ebenso einfach und stressfrei ist die Steuerung gelungen und man gewöhnt sich schnell daran, Torque durch die umfangreichen Welten des Spiels zu steuern. Zielen sollte man allerdings üben sonst sieht man schnell alt aus bzw. muss neu laden. Da ist es sehr praktisch, dass am Anfang die Gegner den Spieler erst umkreisen bevor sie zuschlagen. So kann man Zielübungen machen ohne frustriert zu werden.

Fazit:
The Suffering ist eine ernstzunehmende Konkurrenz für Resident Evil. Natürlich wird mir hier jeder Fan der Serie wiedersprechen aber von der Story her, hat The Suffering sehr viel zu bieten und atmosphärisch ist der Titel äußerst gut. Durch den relativ moderaten Schwierigkeitsgrad kommen auch Anfänger schnell vorwärts, was manche als Manko sehen könnten aber meiner Meinung nach nicht ins Gewicht fällt, weil die Geschichte so vielschichtig ist, dass die Langzeitmotivation erhalten bleibt.