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647. Headhunter: Redemption

Xbox
» Grafik: 81
» Sound: 80
» Spielspaß Solo: 79
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung:
79
» Anzahl Bewertungen: 4     » alle zeigen
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» Gesamtwertung: 4 /5
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Infos
» Von: Prone
» Am: 26.01.2005
» Spielzeit: 8 - 10 h
» Grafik: 80
» Sound: 70
» Spielspaß Solo: 85
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 79
Qualität
» bewertet mit: 10
Nach längerer Abstinenz kehrt Jack Wade aus dem ersten Headhunter-Teil zurück. Doch dieses Mal ist er nicht allein, Leeza X steht ihm zur Seite. Zusammen tauchen die beiden in die Welten von „above“ and „below“ ein, um ein Geheimnis aufzudecken, das das Ende der Zivilisation bedeuten könnte. Aufpolierte Grafikengine, neue Features und zwei spielbare Charaktere locken den Spieler. Vieles wurde falsch gemacht beim ersten Headhunter-Teil;

Headhunter: Redemption spielt in der Zukunft, 20 Jahre nach dem Ausbruch des Bloody Mary Virus und damit ebenfalls 20 Jahre nach dem ersten Teil. Nachdem der Virus besiegt war, brach das große Chaos aus und nur Kopfjäger hielten die Kriminalität auf. Unter ihnen ist Jack Wade, der Protagonist des ersten Teils und jetzt 20 Jahre später zwar älter und weiser aber immer noch genauso gefährlich wie vorher. Als er die junge Leeza X kennen lernt, nimmt er sie unter seine Fittiche und bildet sie zur Headhunterin aus. Obwohl sie nicht wirklich damit einverstanden ist, verbindet beide ein dunkles Geheimnis und sie hat keine Wahl. Praktischerweise lernt der Spieler durch die Steuerung von Leeza X die Grundtechnik des Spiels während sie ausgebildet wird.

Um das Leben eines Headhunters zu vereinfachen, stehen einige technische Hilfsmittel zur Verfügung. Dazu gehört neben einer Vielzahl verschiedener Waffen die IRIS, ein technisches System zur Zielerfassung und Datenübertragung. Das Zielsystem kommt einem automatischen Zielen sehr nah aber ist trotzdem noch genügend fordernd, sodass keine Langeweile aufkommt. Besonders Leeza X, die noch in ihrer Ausbildung ist, verwackelt sehr oft, was taktisches Deckung nehmen und Manövrieren erforderlich macht.

Grafisch ist Headhunter: Redemption sehr schön anzuschauen. Einzelne Innenlevels und Industriebereiche sind etwas trostlos und öde, grundsätzlich hat sich der Entwickler Amuze Mühe gegeben, die richtige Stimmung zu erzeugen. Was im Kontrast dazu steht, sind die etwas merkwürdig anmutenden Bewegungsanimationen. In den Zwischensequenzen kann man keine sanften, katzengleichen Bewegungen der Darsteller bestaunen, sondern hakige, eckige und wenig graziöse Animationen. Hier wäre sehr viel mehr drin gewesen, um den Spieler in den Bann des Spiels zu bringen und die Protagonisten näher zu bringen, damit man sich mit ihnen identifizieren kann.

Das Eintauchen in die Geschichte wird auch durch das eher mittelmäßige Gerede in den Zwischensequenzen erschwert. Lieblos vor sich hingesprochener Text, der nur selten mit kleinen Highlights glänzt. Insgesamt lässt die Soundkulisse zu wünschen übrig und passt nicht zu der sehr schön gemachten 3. Person Sicht. Kein großartiger Soundtrack, keine besonders gute Dolby Surround-Umsetzung der Szenerie. Neben den teils großartigen Visuals steht der Sound klar zurück.

Die Steuerung ist nicht zuletzt dank des oben genannten IRIS-Computers einfach, die gesamte Tastenbelegung ist intuitiv und leicht erlernbar, sodass sich der Spieler nicht mit der Bedienungsanleitung befassen muss, sondern gleich einsteigen kann. Es gibt viel zu entdecken und wer die IRIS richtig nutzt, findet so einiges an kleinen Details. Der Scanner-Modus mit Zoom-Feature ist ein Element der Steuerung, das hier nochmals aufgegriffen werden muss: sollte man in einem der größeren Areale nicht weiterkommen, so hilft der Scanner bei der Identifikation von nutzbaren Gegenständen (z.B. Keypads zur Codeeingabe o.ä.) und Gegnern, die sich verstecken.

Trotz der Vielfalt technischer Spielereien wird Headhunter: Redemption nicht langweilig oder einfach. Die Gegner-Intelligenz gehört vielleicht nicht zum Besten, was die Industrie inzwischen zu bieten hat aber manchmal ist es einfach die pure Masse, die dem Spieler das Leben schwer machen. Dazu kommen kleine fiese Fallen wie Minenfelder o.ä., die verhindern, dass man durch alle Segmente einfach durchlaufen kann. Vorbereitung, Deckung und Auskundschaften sind hier wichtig. Leider kann Headhunter: Redemption dem Primus Metal Gear Solid nicht das Wasser reichen, die Schleich-Teile des Spiels enden in handfesten Konflikten. Wer diesen Teil des Spiels als wichtig empfindet, sollte eher die Finger davon lassen.

Fazit:
Headhunter: Redemption ist ein würdiger Nachfolger des ersten Teils mit guter Story. Feinheiten hätten sowohl grafisch als auch akustisch noch herausgearbeitet werden müssen, um den Titel an die Spitze der Liste zu setzen. Jeder Freund von gut aufbereiteter Ballerkost sollte den Titel wenigstens antesten und selbst entscheiden. Denn trotz dieser Mängel ist das Spiel fordernd, motivierend und gut durchdacht.