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Spielinfos Bewertungen (3) User-Reviews (2) Screenshots (6) Spiel bewerten

Armed & Dangerous

Xbox
» Grafik: 83
» Sound: 85
» Spielspaß Solo: 86
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung:
84
» Anzahl Bewertungen: 3     » alle zeigen
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Infos
» Von: X-Warrior
» Am: 16.09.2004
» Spielzeit: 8 - 10 h
» Grafik: 82
» Sound: 81
» Spielspaß Solo: 86
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 83
Qualität
» bewertet mit: 10
Armed And Dangerous

Mit Armed And Dangerous hat Lucas Arts eine Spaßgranate erster Güteklasse entwickelt und Spaß wird hier vorallem in den echt schrägen Zwischensequenzen großgeschrieben. Der Humor wird auch durch Sprüche der Hauptfiguren und abgedrehten Extrawaffen während des Spielablaufs aufrecht erhalten.

Nun aber erstmal zur grundlegenden Handlung des Spiels:
König Forge hat das „Buch der Herrschaft“ in seinen Besitz gebracht. Wenn er es schaffen sollte das magisch verschlossene Buch zu öffnen wird sich seine schreckliche Herrschaft über das ganze Land ausdehnen.
Genau dies müsst ihr in der Rolle von Rom, dem Anführer der „Löwenherzen“ verhindern. Dieser bunt zusammengewürfelter Haufen von „Helden“ bestehlt schon seit einigen Jahren König Forge und dessen Anhänger und helfen den Armen (woher dieses Prinzip nur stammt). Nun wollen sie auch das „Buch der Herrschaft“ stehlen und ihr Land so retten.

Simpler Fun-Shooter in Reinkultur!
Wie schon gesagt übernehmt ihr die Rolle von Rom und führt eure Kumpanen in den Kampf. Das ganze erinnert ein wenig an Brute Force, in dem man seine Figur auch aus der Verfolgerperspektive steuert. Allerdings kann man seine Figur im Gegensatz zu „BF“ nicht wechseln. Es gibt auch nur zwei Befehle die man seinen Mitstreitern „Q“, einem Tee trinkendem Roboter und „Josey“, einem von Sprengstoff besessenen Maulwurf geben kann: - „Bereich verteidigen“ und „zurück zu mir“ bzw. „mich verteidigen“.

Das ganze ist allerdings nicht schlimm, denn Armed And Dangerous ist ein herrlich eingängiges und lineares Ballerspiel das so gut wie keine Rätsel beinhaltet.
Dieses „Hirn aus, Knarre an-Prinzip“ schreckt im ersten Moment ab, doch zusammen mit den anfangs erwähnten Zwischensequenzen ergibt sich ein sehr gutes Gesamtbild.
Wie es sich für solche Simpel-Shooter gehört ist die KI der Gegner auch nicht sonderlich intelligent, das einzige was man in einzelnen Fällen beobachten kann ist, dass der Gegner panisch davon rennt. Häufig ist so etwas allerdings nicht zusehen.
Der Schwierigkeitsgrad hält sich somit auch in Grenzen. Auf „Normal“ werden selbst Gelegenheitsspieler das Spiel ohne größere Probleme „lösen“ können, wobei „lösen“ sicher nicht der richtige Ausdruck ist.
Die Level sind extrem gradlinig, wenn auch recht weitläufig.
Falls man mal wirklich die Orientierung verlieren sollte gibt es auch noch den Kompass, der oben rechts stets eingeblendet bleibt. Dieser zeigt euch die Richtung, in der das nächstgelegene Missionsziel ist.

Hier ist mir allerdings ein Fehler aufgefallen: In einer Mission müsst ihr Bauern retten und einige Türme zerstören – anfangs wird es hier auch keinerlei Probleme geben, doch sobald einige der Türme zerstört sind fällt auf, dass der Kompass immer noch auf die bereits zerstörten Türme zeigt.
Das wird für die meisten Spieler zwar kein großes Hindernis darstellen, da der Kompass, sobald man einem anderen Ziel näher kommt, auf dieses umspringt.
Aber da es speziell in dem von mir angesprochenen Level viele dieser Ziele gibt geht das recht schnell auf die Nerven.
Glücklicherweise tritt so ein Bug nur in diesem einen Level auf.
Ansonsten ist das Spiel aber im großen und ganzen Fehlerfrei.

Falls ihr euch nun fragt, wie man die Bauern rettet, müsst ihr euch keine Sorgen machen. Das ist simpler als es den Anschein hat. Ihr müsst weder auf deren Lebensenergie achten noch sie sonst irgendwie vor Feinden schützen. Es genügt an ihnen vorbeizugehen und schon werden sie hinter euch hergezogen. Das klingt jetzt seltsam und sieht auch genauso bescheuert aus. Doch auch dies fügt sich perfekt ins Spiel ein.
Denn mal ehrlich: „Wer will denn in einem Arcade-Shooter denn schon auf die Energie anderer Personen achten?“
Um die Bauern in Sicherheit zu bringen genügt es mit ihnen an einem Haus mit einer grün markierten Fußmatte vorbeizulaufen – Und schwupps, schon ist der Bauer wieder bei seiner Frau zuhause.
Glaubt mir, das schreibe ich jetzt nicht umsonst! Es ist nach Ablieferung des Bauern noch häufig ein Streit mit seiner Frau zu hören, die mir trotz ihrer geringen Anzahl immer wieder ein lächeln ins Gesicht zaubern.
Genau das selbe schaffen auch die Kommentare der anderen „Löwenherzen“ während der Gefechte, leider seit ihr meiner Ansicht nach viel zu häufig alleine Unterwegs, allerdings verhalten sich eure Team-Kameraden nicht sonderlich intelligenter als die Gegner. Sprich, sie gehen feindlichem Feuer nicht aus dem Weg und segnen so nicht selten das Zeitliche.
Macht aber nichts, denn im Gegensatz zu anderen Spielen müssen eure Mitläufer nicht zwingend den Level überstehen. Es gibt nur einen einzigen Level in dem ihr Josey (den Maulwurf, mit dem vielen Dynamit) schützen müsst.

Der Wiederstand lebt!
In jedem Level findet ihr Rasttavernen, in denen ihr volle Munition, neue Waffen und einige Extrawaffen erhaltet und an denen auch automatisch gespeichert wird. Die Extrawaffen sind zum Teil genauso abgedreht wie die Zwischensequenzen!
Hier mal eine kleine Auswahl meiner Favoriten in Sachen „verrücktes“ Waffendesign:

Hai-End-Kanone: Der Name ist Programm! Hiermit verschießt ihr einen Hai, der sich im Boden fortbewegt und seine Opfer auffrisst. Witzig: Man sieht die Rückenflosse des Hais aus dem Boden herausragen.

Kuddelmuddelbombe: Bei Aktivierung dieser Waffe wird die Welt auf den Kopf gestell und die Gegner „fallen“ in den Himmel – klingt seltsam, ist es auch, aber dennoch irgendwie cool.

K.O.-Bombe: Ein großer, roter Boxhandschuh, der einen Gegner mit einem Schlag erledigt.

Kleinstes Schwarzes Loch der Welt: Wie der Name schon sagt handelt es sich hier um ein schwarzes Loch, das in einer kleinen Kiste verpackt ist. Bei Aktivierung werden alle Gegner in der Umgebung hineingezogen.

Guy-Fawkes-Verräterbombe: Wenn ihr diese Waffe abfeuert werden alle getroffenen Gegner verwirrt und bekämpfen sich für kurze Zeit gegenseitig.

Ansonsten gibt es noch ein Maschinengewehr, Snipergewehr, ein Einzelschussgewehr mit unendlich Munition, einen Raketenwerfer, einen Mörser und Haftladungen.

Insgesamt ein bisschen zu wenig Waffen, meiner Meinung nach aber da hauptsächlich das Maschinengewehr zum Einsatz kommt, kann man die relativ geringe Anzahl ohne Probleme verkraften.


Der häufige Einsatz des Maschinengewehrs lässt sich ganz einfach erklären. Genau wie in „Serious Sam“ oder anderen Arcade-Shootern gleichen die Gegner ihre mangelnde Intelligenz mit Zahlenmäßiger Überlegenheit aus. In der Hitze des Gefechts vergisst man leider häufig, dass man eigentlich noch eine Extrawaffe wie z.B. das schwarze Loch dabei hätte, mit dem man es sich viel leichter machen würde. Die Locations sind, wie anfangs schon erwähnt zwar recht weitläufig aber streng linear. Um Rechenleistung zu sparen hat man in einigen großen Levels auch Sperren errichtet, wodurch man beispielsweise nicht mehr in einen anderen Abschnitt zurückkehren kann. Dennoch haben die Entwickler es geschafft einige Gegenstände in den Arealen zu platzieren, die, wenn man sie aufsammelt einige Sachen freigeschaltet werden. So hat man recht schnell den ersten Cheat für große Köpfe erspielt oder eine neue Mission anwählbar gemacht.

Tod allen Salatfressern!
Von Zeit zu Zeit gibt es auch ein paar spezielle Spielsequenzen, in denen ihr ein Geschütz bemannt und eine anstürmende Armee ausschalten müsst. Somit sollt ihr verhindern, dass die Gegner nicht in das zu beschützende Gebiet gelangen. Es ist hier eine bestimmte Anzahl von Feinden vorgegeben, die, die Stadtmauern maximal überqueren dürfen. Dies ist im allgemeinen nicht schwer, dennoch bekommt ihr von einigen Robotern Feuerunterstützung die man die „Strauchpatrolie“ nennt.
Diese lustigen Gesellen heben es sich zur Aufgabe gemacht alle Pflanzen vor König Forge zu beschützen. Sie spielen auch in vielen Zwischensequenzen eine Rolle und sorgen mit ihren Sprüchen wie „Tod allen Salatfressern“ für ordentlich Laune.
Laune macht auch die herrlich unkomplizierte Steuerung die man schnell erlernt hat. Man hat sich hier auf die Standarts im Action-Genre besonnen und so dürfte jeder schnell ins Spiel kommen:

Der linke Ministick dient zum bewegen der Spielfigur, mit dem rechten wird gezielt.
A dient zum Springen und X zum nachladen. Geschossen bzw. genauer gezielt wird mit den Schultertasten.
Das Steuerkreuz wird zur Waffenwahl verwendet.
Es gibt noch einige andere Aktionen die ebenso einfach ausgeführt werden können.
Zu bemängeln habe ich hier nur, dass man die Steuerung nicht frei nach seinen Wünschen belegen kann. Es gibt zwar zwei Controller-Settings zu wählen und die Funktion der Ministicks kann vertauscht werden aber richtig frei konfigurieren kann man bei „Armed And Dangerous“ nicht.
Die Vorgegebenen Steuerungsvarianten sind meiner Ansicht nach voll akzeptabel aber heutzutage sollte man sich die Steuerung frei belegen können!

Time Splitters 2 ist hier wohl ein Paradebeispiel, da jeder Button des Controllers frei belegbar ist.

„Schwer zu beurteilen“
Mit diesen Worten könnte man die Technische Seite von Armed And Dangerous beschreiben, denn vorallem die Grafik lässt im Laufe des Spiels etwas nach.
Die anfänglichen Levels spielen in einer Schneelandschaft die neben netten Schneeflocken, die während der Feuergefechte von Himmel schweben auch coole Texturen zu bieten. Dies sind zwar im Grunde immer dieselben aber durch die ständig wechselnde Levelarchitektur fällt dies nicht sonderlich auf. Leider werden die anfänglich gut designten Schneelandschaften im Verlauf des Spiels durch Wälder ersetzt, die von den Texturen her viel matschiger und einfach schlechter gestaltet sind. Die einzige Erklärung hierfür sind wohl die mit der Zeit größer werdenden Levels, die anscheinend einiges an Rechenleistung fressen.
Dennoch: In der Xbox steckt deutlich mehr Leistung.
Brute Force beispielsweise hat eine ganz ähnliche Spielmechanik, ist um einiges früher erschienen und ist Armed And Dangerous technisch deutlich überlegen.
Leider gibt es auch so gut wie keine Spezialeffekte: Das Mündungsfeuer eurer Waffen ist so gut wie der einzige Effekt, den ihr das ganze Spiel über sehen werdet. Positiv fällt aber die Möglichkeit auf, Häuser und viele andere Gebäude in die Luft zu jagen. Das sieht nicht nur klasse aus, sondern ist auch spielerisches Element: Es gibt an vielen Stellen sogenannte „Kasernen“. Aus diesen Kasernen kommen immer wieder neue Feinde heraus.
Die „Feindproduktion“ wird erst gestoppt, wenn ihr die Kaserne zerstört habt.
Aber auch andere Häuser lassen sich zerlegen. Häufig stehen Feinde in einzelnen Fenstern und nehmen euch unter Beschuss. An solchen Stellen ist es schon praktisch das Gebäude in die Luft jagen zu können. Eine solche Zerstörungswut kann man allerdings nicht im ganzen Level anwenden. Das Gelände und Mauern sind nicht zu beschädigen.
Wie gesagt sind solche Explosionen von Gebäuden der grafische Höhepunkt des Spiels – Mehr sehenswertes gibt's hier nicht!
Schlecht ist die Grafik zwar auch nicht, aber etwas mehr kann man erwarten.

Der Sound bewegt sich ebenfalls auf einem Niveau, das weder Höhen noch Tiefen kennt. Alles klingt so wie man es sich in einem Fun-Shooter vorstellt. Einzig und allein die Sprüche von Freund und Feind während des Spiels sind recht amüsant.

Genug gemeckert! - Fazit:
Denn im Grunde kommt es bei einem Spiel auf den Spaß an und den habe ich mit Armed And Dangerous zu genüge gehabt!
Geile Sprüche, abgedrehte Waffen und Zwischensequenzen die mal Star Wars auf die Schippe nehmen und dann an anderer Stelle einen Wahrsager mit Elvistolle präsentieren – Lacher sind garantiert.
Insgesamt eine amüsante Dauerballerei, die technisch nicht ganz auf der Höhe ist, aber dennoch einen Heiden Spaß macht.

Da derzeit schon fast zu viele realistische Kriegsspiele erscheinen ist Armed And Dangerous eine Perfekte Abwechslung, denn: Manchmal möchte ich einfach keine Eliteteams taktisch durch ein realitätsnahes Spiel lotsen, sondern einfach mal Ballern.
Nix gegen die Qualitäten eines Rainbox Six, aber gelegentlich muss es einfach etwas schlichte Arcade-Action mit viel Humor sein!


Pro:
- viel Humor
- coole Waffen
- versteckte Gegenstände und Bonusmissionen
- die Strauchpatrolie rockt!

Contra:
- technisch nichts besonderes
- doofe KI (Gegner und Kameraden)
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
Publisher
Activision
Entwickler
Planet Moon Stu...
Website
www.lucasarts.c...
Release
27. Februar 2004
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