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James Bond 007: Alles oder Nichts

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 10.04.2004
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Actionkracher mit Bond-Lizenz und Schwächen im Detail.

Ein Senkrechtstarter Marke Harrier und ein Transporthubschrauber landen in einer Vollmondnacht im Hof eines großen Anwesens in Süd-Tadschikistan. Ein älterer, bebrillter Herr mit einem Koffer in der Hand betritt, begleitet von uniformierten Männern, die Szene.
Dass es sich bei der Aktion um kein militärisches Manöver handelt, wird schnell klar, als mit Kalaschnikows bewaffnete, vermummte Gestalten ins Bild rücken. Geführt werden die bedrohlich aussehenden Männer von einem Unterhändler, der ebenfalls einen Koffer mit sich trägt. Offensichtlich steht eine Übergabe hochbrisanter Materialien unmittelbar bevor - und tatsächlich, im Koffer der vermeintlichen Terroristen befindet sich ein russischer Sprengsatz, der gegen das Geld im anderen Gepäckstück ausgetauscht werden soll. Plötzlich fällt ein Schuss und eine Explosion erschüttert das Beisammensein. Beide Parteien fühlen sich hintergangen und eröffnen sofort das Feuer aufeinander. Im herrschenden Chaos betritt eine weitere Person den Schauplatz, erwehrt sich mit kiloweise Blei angreifender Widersacher, schnappt sich den im Tumult verloren gegangenen Koffer inklusive Sprengsatz und holt, um die Actionszene perfekt zu machen, unter lautem Getöse den mittlerweile ungemütlich gewordenen Harrier mit ein paar Raketentreffern vom Himmel. Im Anschluss werden noch einige nachgerückte Panzerfahrzeuge verschrottet, bevor der furiosen Prolog durch ein Bond-typisches Intro mit den Credits der Darsteller Pierce Brosnan, Willam Dafoe, Heide Klum, Shannon Elisabeth, Judi Dench und John Cleese begleitet vom Titelsong Everything or Nothing abgelöst wird.
Klingt nach einem neuem Bond-Film? Fast richtig. Soeben hat das neueste Abenteuer des wohl bekanntesten Geheimagenten im Dienste seiner Majestät begonnen. Allerdings handelt es sich bei James Bond: Alles oder Nichts nicht um einen Kinofilm, sondern um ein Actionspiel der Extraklasse - Schönheitsfehler inklusive.

Volle Deckung
Der oben beschriebene Prolog, der übrigens vom Spieler selbst gespielt wird, ist nur der Anfang einer zehn- bis zwölfstündigen Action-Odyssee, die vor Abwechslung nur so strotzt. Während der
» Fette Action am Drahtseil
Eröffnungsmission werden ständig kleine Hinweise zur Steuerung eingeblendet. Per Funk gibt es direkte Anweisungen von MI6-Chefin M, die gleichzeitig die Missionsziele darstellen. Erst nach der ersten Mission und dem Musikclip-Vorspann geht es in ein richtiges Tutorial. Dieses orientiert sich eindeutig an den VR-Missionen der Metal Gear Solid-Reihe und präsentiert sich dementsprechend als interaktive Computersimulation mit absichtlich einfachen Texturen und Levelarchitekturen, durch die der Protagonist aus der Third-Person-Perspektive gelenkt wird. Das Hauptaugenmerk liegt hier ausschließlich beim Erlernen der recht komplexen Steuerung.
An verschiedenen Stationen wird der Spieler mit den wichtigsten Elementen des Spiels vertraut gemacht. Dabei geht James Bond: Alles oder Nichts neue Wege. Im Gegensatz zu anderen Third-Person-Actiontiteln ist kein freies Zielen möglich. Statt dessen müssen Gegner mittels der L-Taste zunächst eingeloggt werden, bevor mit dem R-Button das Feuer eröffnet werden kann. Lediglich minimales Feintuning beim Zielen ist möglich um bestimmte Körperregionen, vorzugsweise den Kopf, da ein Treffer dort meist das sofortigen Ableben des Gegners zur Folge hat, zu erfassen. Dieses System klingt sehr kompliziert, vermittelt aber dank eines weiteren Features ein herrlich anderes Spielgefühl. Mit Hilfe des schwarzen Buttons ist es nämlich möglich, sich an Wände zu pressen. Ähnlich wie Solid Snake kann man sich nun ans Ende der Wand schleichen und einen Blick um die Ecke werfen. Stehen jedoch Gegner im Korridor, können diese mittels der L1 Taste auch erfasst werden. Drückt man nun den Feuerknopf, lugt Bond um die Ecke und eröffnet aus der Deckung heraus das Feuer, um nach dem Abfeuern der Waffe sofort wieder hinter der schützenden Wand zu verschwinden. Ähnlich verhält es sich beim Ducken hinter Deckungsmöglichkeiten wie Kisten, Möbeln oder kleineren Mauern. Dies ist nicht nur eine nette Beigabe zum actionreichen Spieldesign, sondern ein essentieller Kernpunkt, ohne den man es in den meisten Missionen nicht weit bringen wird. Lediglich im Scharfschützenmodus muss wirklich selbst gezielt werden. Hier gibt es keinerlei Lock-On-Hilfen oder Auto-Aiming.
Doch nicht nur der Held des Spiels macht ausreichend Gebrauch von Deckungen aller Art. Auch die klug agierenden Gegner sind nicht gerade scharf auf eine Ladung blauer Bohnen in der Magengegend und nutzen daher ebenfalls die zahlreichen Verschanzungen. Oft passiert es, dass sie nur ihre Waffe rausstrecken und blind drauf los feuern. Vereinzelt werden auch Handgranaten eingesetzt, um den Agent seiner Majestät aus seiner Deckung zu zwingen. Dies gibt einigen Gefechten echten taktischen Tiefgang und stellt so ein gutes Gleichgewicht aus wildem Ballern und überlegtem Vorgehen her.
Da jeder gut ausgebildete 00-Agent ein ausgiebiges Nahkampftraining genossen hat, darf dieses Feature im Spiel natürlich nicht fehlen. Auch hier hat man sich einiges einfallen lassen. Während andere schießorientierte Actionspiele gerade einmal einen Standartschlag anbieten, wartet EA's neuester Streich gleich mit einer ganzen Palette an Würfen, Tritten und Schlägen auf, die schon fast an ein Beat'em Up erinnern. Der X und der Y-Button dienen zum Austeilen von Schlägen und Tritten. Drückt man X+Y gleichzeitig, versucht James einen nahestehenden Gegner zu werfen. Gegnerische Angriffe können mit gleichzeitigem Betätigen der Buttons A und X gekontert werden. Aber keine Angst, ihr müsst jetzt nicht zum Beat em Upler mutieren um die zahlreichen Handgemenge lebend zu überstehen. Simples Buttonsmashing und das wiederholte Drücken von Y+X reichen meistens vollkommen aus, um auch gegen Übermächte als Sieger hervorzugehen. Besonders gelungen: die Nahkampfanimationen. Kaum eine Auseinandersetzung ähnelt der anderen. Mit geschickten Handgriffen entwaffnet unser Lieblingsagent Feinde und versetzt sie mit butterweich animierten Schlag- / Wurfkombinationen ins Reich der Träume. Hin und wieder werden diese spektakulären Manöver in Zeitlupe inklusive Kamerafahrt gezeigt, was dem Ganzen den besonderen Feinschliff gibt und beim Zusehen für offene Münder sorgt. Wer sich nicht nur auf seine Fäuste verlassen will, kann zudem verschiedene Gegenstände aus der Umgebung wie Schraubenschlüssel, Flaschen oder Eisenstangen als zusätzliches Argument missbrauchen. Echte Nahkampfwaffen wie Messer, Schlagringe oder Schwerter gibt es jedoch keine.

Bond meets Spiderman und Max Payne
Eine kleine Innovation stellt das Abseil-Feature dar. Mittels eines Enterhakens kann der Protagonist vertikale Wände erklimmen oder sich an selbigen abseilen. Das
» Da fällt das Zielen schwer.
Besondere bei diesen Aktionen ist, dass während des Abseilens immer noch gezielt und geschossen werden kann. In einer Mission muss sich der Spieler beispielsweise an einem Hochhaus abseilen, während über und unter ihm ganze Stockwerke explodieren. Zudem wird er von ebenfalls am Seil baumelnden Gegnern verfolgt, die es zu bekämpfen gilt. Dies ist jedoch nur eine der etlichen spektakulären Actionideen des Spiels.
Nicht ganz so innovativ, aber bei weitem nicht langweilig, ist der Bond-Sense-Modus. Hier kann der Spieler nicht nur durch seine Ausrüstung schalten und diese wechseln, sondern gleichzeitig die gesamte Umgebung in stark verlangsamter Form beobachten. Also eine Art Bullet Time, ähnlich wie in Max Payne, nur noch viel viel langsamer, man hat fast das Gefühl, das Geschehen sei komplett eingefroren. So fliegen Kugeln in Zeitlupe am Protagonisten vorbei und auf Gegnerbewegungen kann besser reagiert werden. Außerdem werden Gegner und manipulierbare Objekte beim Umschauen rot markiert. So können Gegner noch in diesem Modus angepeilt und im Anschluss sofort und ohne Zeitverlust beschossen werden. Kommt man mal nicht weiter, weil ein wichtiges Objekt, wie zum Beispiel eine winzige Keycard oder ein Befestigungspunkt für den Kletterhaken übersehen wurde, wirkt dieser Modus ebenfalls wahre Wunder. Leider wird auf den Bond-Sense im lückenhaften Tutorial nur unwesentlich eingegangen.
Neben dem Kletterhaken gibt es noch weitere nützliche Gadgets, die das Agentenleben vereinfachen und manchmal sogar retten können. Während sich Hand- und Blitzgranaten nur in ihrem Aussehen, es sind kleine Münzen, von anderen Actionspielwaffen absetzen, sorgt die pfiffige Q-Spinne für Abwechslung. Diese kann per Funk ferngesteuert werden und übernimmt so gefährliche Erkundungsaufträge. Außerdem kann sie, dank ihrer kompakten Form, Orte erreichen, für die der Held einfach zu groß ist, um so nützliche Extras zu bergen oder versteckte Schalter umzulegen. Im späteren Spielverlauf sind die vierbeinigen Helfer zudem mit Sprengsätzen ausgestattet, die sie auf Knopfdruck zur Detonation bringen und alle umstehenden Gegner mit in den Tod reißen. So können ganze Gegnergruppen aus sicherer Entfernung mit einem großen Knall beseitigt werden.

Kurze, knackige Missionen
In ungefähr der Hälfte der insgesamt 28 Missionen, in denen man Bösewicht Diavolo und seine Gefährtin durch die ganze Welt verfolgt, um sie davon abzuhalten die Weltherrschaft an sich zu
» Auch der Beißer mischt mit
reißen, ist man per pedes unterwegs. Für die beiden Bösewichte wurden niemand geringeres als der Schauspieler Willam Dafoe und das Supermodel Heidi Klum als Vorlagen genommen.
Im Vordergrund stehen actionlastige Schusswechsel - wer Stealth-Manöver bevorzugt, kann in manchen Missionen aber auch lautlos vorgehen und Gegner mittels Betäubungspistole und Schlagkombinationen außer Gefecht setzen. Nur in einer Mission ist lautloses Vorgehen ein absolutes Muss. Wer hier auch nur einen Gegner tötet, hat die Mission augenblicklich verloren, was in den meisten Fällen einen Neustart des Auftrages nach sich zieht, da Savepunkte rar gesät und meistens nur vor Endgegnern vorhanden sind. Den Rest der Zeit verbringt der Held am Steuer verschiedenster Vehikel. Vom mit Raketen bestückten Motorrad über den getunten Aston Martin V12 Vanquish inklusive Tarnmodul bis hin zum Hightech-Kampfpanzer ist alles vertreten. In einer Mission navigiert man sogar einen Hubschrauber durch einen engen Canyon und erwehrt sich mit Raketen und Bomben angreifender Feindflieger und Fahrzeuge. Hier haben sich die Entwickler wirklich sehr viel einfallen lassen, um das Spiel stets spannend und abwechslungsreich zu gestalten. Mal ist an den Geschütztürmen eines Panzers ballern pur angesagt, während in einem Rallyrennen quer durch eine Stadt nur die Geschwindigkeit zählt. Ein weiteres Highlight ist eine halsbrecherische Motorrad-Verfolgungsjagd über einen dicht befahrenen Highway, bei dem man sich nicht nur der Gegner erwehren, sondern zudem auch noch auf den Verkehr achten muss.

Außerdem gilt es, alle paar Missionen einen besonders starken Obermotz zu besiegen.
Eines haben alle Missionen aber gemeinsam. Kaum eine lässt sich auf Anhieb lösen. Bei vielen muss man einfach wissen, was als nächstes passiert, und wie man reagieren muss. Einen recht hohen Trial & Error-Faktor kann man dem Spiel also nicht absprechen, was sich natürlich positiv auf die Spielzeit auswirkt. Zudem verfügen die meisten Missionen über keinerlei Checkpoints - diese Aufträge müssen in einem Stück durchgezockt werden. Da jedoch kaum ein Level, wenn er erst einmal bekannt ist, länger als fünf bis fünfzehn Minuten dauert, wird dieser Kritikpunkt wieder etwas entschärft.
Sehr spielerfreundlich ist die Tatsache, dass man vor jeder Mission aus drei Schwierigkeitsgraden wählen darf. Ist eine Mission auch nach dem zwanzigsten Anlauf nicht zu schaffen, kann das Neustarten auf einem leichteren Grad weiteren Frust vermeiden. Abseits der Missionsziele gibt es noch Secrets zu entdecken, die sogenannten Bond-Momente. Dies kann ein besonders spektakulärer Sprung über eine bestimmte Sprungschanze in einem Fahrlevel, das Auffinden eines Geheimraumes oder das einfache Massieren einer Frau, die auf ihren Ehemann wartet, sein. Oft werden diese versteckten Secrets mit einer kurzen Ingame-Zwischensequenz belohnt, was besonders bei Stunteinlagen gut rüber kommt.
Am Ende jeder Mission gibt es eine Statistik, die über getötete Gegner, gefundene Secrets und die benötigte Zeit aufklärt. Außerdem gibt es eine Gesamtbewertung, die von Bronze bis Platin reicht, sowie freispielbare Belohnungen wie Artworks, Cheats und Bilder der Schauspieler, die für die Charaktermodelle als Vorbild dienten.


Grafik
Grafisch befindet sich James Bond: Alles oder Nichts auf allerhöchstem Niveau. Die Umgebungen sind bis ins letzte Detail ausgearbeitet und bieten einen atemberaubenden Weitblick. Trotz Level-Recyclings (manche Levels werden in späteren Missionen nochmals besucht) gestalten sich die Szenarien sehr abwechslungsreich und animieren immer wieder zum genaueren Hinsehen. Sämtliche Effekte wie Explosionen, Mündungsfeuer, Einschusslöcher und die tollen Bullet-Time-Einstellungen überzeugen auf ganzer Linie. Die auf den Fahrzeugen blitzenden, spiegelnden Oberflächen unterstreichen den tollen Eindruck, den die hohe Detailverliebtheit hinterlässt, ab. Die Animationen des Hauptcharakters sind flüssig und vor allem im Nahkampf extrem abwechslungsreich. Auch die Gegner überzeugen durch geschickte Ausweichmanöver, abwechslungsreiche Todesanimationen und geschmeidige Bewegungen. Besonders genial sind die digitalisierten Gesichter der echten Schauspieler, die für das neueste Bond-Abenteuer Pate standen. Vor allem Pierce Brosnan, William Dafoe und Judi Dench sind auf Anhieb wiederzuerkennen und sehen ihren realen Vorbildern zum Verwechseln ähnlich. Die zahlreichen Rendersequenzen zwischen den Missionen wirken hingegen etwas blass. Hier hätte man entweder alles in Spielgrafik zeigen oder echte Videos mit den Schauspielern integrieren sollen. Letzteres hätte jedoch wahrscheinlich die Produktionskosten zu sehr in die Höhe getrieben.

Sound
Original Bond-Soundtrack. Gute Nutzung von Dolby Digital. Knallige Soundeffekte. Professionelle deutsche Sprecher. Typische Bondkommentare. Muss wirklich noch mehr gesagt werden? Auch hier haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet.

Spielspaß Solo
Halsbrecherische Verfolgungsjagden, adrenalingeladene Schusswechsel, schnelle Autos, hübsche Frauen, Q und ein Bösewicht der die Welt erobern will. James Bond: Alles oder Nichts ist durch und durch ein echter Bond. Das durchdachte Deckungssystem liefert etliche taktisch angehauchte Ballereien und dank dem ständigen Wechsel zwischen Fuß- und Fahrzeugmissionen kommt nie Langeweile auf. Zudem lockern spärlich gestreute Rätsel den Spielablauf auf. Hinzu kommt die superbe Präsentation des Spiels. Wirklich nervig ist nur die Kameraführung in den Laufmissionen. Mehr als einmal habe ich die Entwickler verflucht und wutentbrannt den Satz "Ist es denn SO schwer eine Kamera zu programmieren, die HINTER dem Protagonisten bleibt?" geschrien. Trotz frei drehbarer Sicht und Zentrieren-Button hat man des öfteren mehr mit der Kamera als mit den Gegnern zu kämpfen. Nach einigen Stunden Spielzeit bekommt man das Problem aber zumindest etwas in den Griff. Auch der Bond-Sense hilft dabei, dieses Problem etwas zu lindern, da man dadurch mehr als genug Zeit hat, die Kamera optimal auszurichten. Trial & Error-Hasser könnten ebenfalls ihre Probleme mit dem neuen Bond-Abenteuer haben. Manche Missionen brauchen einfach ihre fünf bis zehn Versuche, bis man sie gepackt hat. Zur Not hilft hier die komfortable Verringerung des Schwierigkeitsgrades.

Spielspaß Multi
Obwohl der Fokus des Spiels eindeutig auf dem Singleplayer-Modus liegt, hat EA dem neuen Bond-Abenteuer einen umfassenden Mehrspielermodus gewidmet, dessen Schwerpunkt eindeutig im kooperativen Spiel zu finden ist. In einer kleinen Extra-Kampagne kann man sich zusammen mit einem Gleichgesinnten durch Gegnerscharen ballern, Bomben entschärfen und bösen Terroristen das Handwerk legen. Das macht durchaus Spaß, sollte aber nur als Dreingabe zum tollen Singleplayermodus gesehen werden und nicht als Kaufgrund herhalten. Wer Lust hat, kann auch auf Highscore-Jagd gehen. Jeder abgeschossene Gegner gibt Punkte und wer die meisten Feinde getötet hat, gewinnt. Zudem gibt es innerhalb des Mehrspielermodus einen freispielbaren Versus-Mode, in dem bis zu vier Agenten gegeneinander antreten können, was aber weitaus weniger Spaß macht als der Kooperativmodus.
Pro
Abwechslungsreiches Gameplay
Tolle Optik
Klasse Sound
Durchdachtes Kampfsystem
Gute KI
Coole Gadgets
Bond-Lizenz inklusive Star-Schauspielern
Netter Koop-Modus
Contra
Kamera-Probleme
Viel Trial & Error
08/15 Story
Fehlende Checkpoints
Fazit
Actionfans, die nichts dagegen haben, bei Missionen mehrmals von vorne beginnen zu müssen und sich von einer etwas störrischen Kamera nicht entmutigen lassen, dürfen bedenkenlos zugreifen und die wunderbare, toll inszenierte Action im Stile eines echten Bond-Filmes genießen. Auch wenn die Story nicht gerade das Beste ist, was das Actiongenre zu bieten hat, wird sie dennoch in vielen Zwischensequenzen konsequent fortgesponnen und hält für alle Hobbyagenten die eine oder andere Überraschung bereit. Die Spielzeit liegt mit ihren zehn bis zwölf Stunden in einem für Actionverhältnisse normalen Rahmen. Der zusätzliche Koop-Modus verlängert die Spielzeit zusätzlich und wer alle Secrets und Platintrophäen gewinnen will, ist nochmals deutlich länger beschäftigt. Außerdem wird der höchste Schwierigkeitsgrad den ein oder anderen Zocker zum nochmaligen Durchspielen motivieren. Eine wesentlich bessere Kamera, sowie ein paar mehr Savepoints fehlen dem Spiel jedoch, um in höhere Wertungsregionen vorzudringen.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
   Action-Adventure
Publisher
Electronic Arts
Entwickler
Electronic Arts
Website
www.electronic-...
Release
27. Februar 2004
Spiel kaufen
»  Game World
»  game4game
User-Bewertung
88
13 Bewertungen
2 Reviews
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