James Bond kehrt in Alles oder Nichts (AoN) wieder in die digitale Welt der Spielekonsolen zurück und wirkt in seinem neusten Abenteuer frischer den je!
Spieldesign
Man steuert James Bond in AoN in 3rd Person View durch sehr abwechslungsreiche Missionen. Neben reichlichen Baller-Einlagen gilt es auch, mit diversen Fahrzeugen (z. B. Motorrad, Auto, Panzer) oder auch mal per Hubschrauber das Gangstervolk unschädlich zu machen. Mit von der Partie sind selbstverständlich auch wieder viele Gadgets, die einem das Agentenleben leichter machen.
Neben den vielen Neuerungen ist besonders die "Bond-Wahrnehmung" zu erwähnen. Hiermit kann der Spieler das Spielgeschehen "einfrieren" und sich so einen Überblick über die Lage verschaffen und anschliessend konsequent handeln. Viele Situationen lassen sich mit diesem Feature um einiges leichter lösen. Wer eine Mission zudem besonders elegant löst, erhält mehr Punkte. Je besser man in einer Mission abschneidet, umso mehr Belohnungen und Cheats kann man sich erarbeiten bzw. freischalten. Dadurch ist gerade der Wiederspielwert sehr hoch, da man immer wieder versucht, eine Mission noch besser zu lösen.
In jeder Mission gibt es zudem "Bond-Momente". Dies sind Schlüsselszenen, welche besonders viele Punkte einbringen, wenn man diese innerhalb der Mission auslöst.
Grafik
Die Grafik von AoN ist auf der Xbox sehr gut. Besonders die Charactere sind sehr detailliert gestaltet und man erkennt direkt ihre realen Vorbilder. Die schönen Texturen, die zahlreiche Special-Effekte sind ein Fest für die Augen. Trotz der Detailverliebtheit läuft AoN sehr flüssig. Lediglich in den Zwischensequenzen sind manchmal leichte, jedoch nicht störende, Ruckler zu bemerken.
Sound
Der Sound steht der Grafik in nichts nach und dröhnt kraftvoll aus den Lautsprechern. Titelsong, Bond-Melodie und die professionelle deutsche Synchronisation (Original-Sprecher aus den Filmen) tragen sehr viel zur perfekten Bond-Atmosphäre bei.
Steuerung
Die Steuerung geht grösstenteils leicht von der Hand. Lediglich die Steuerung der Fahrzeuge ist manchmal etwas "fummelig" und auch die automatische Zielerfassung braucht ab und zu einen zweiten Anlauf um korrekt zu funktionieren. Alles in allem lässt sich Bond jedoch leicht und intuitiv durch die Level scheuchen.
Schwierigkeitsgrad
Die Missionen in AoN lassen sich in verschiedenen Schwierigkeitsgraden absolvieren. Wer jedoch mehr Punkte erzielen möchte, muss auf die höheren Schwierigkeitsgrade ausweichen und die haben es stellenweise wirklich in sich, so dass Anfänger hier vermutlich oftmals gefrustet aufgeben werden. Mit ein bisschen Übung und sinvollem Einsatz der Bond-Fähigkeiten lassen sich die Missionen jedoch meist nach mehreren Versuchen lösen.
Multiplayer
Im Gegensatz zum sehr guten Singleplayer ist der Multiplayer eine kleine Enttäuschung. Per Splitscreen kann man u. a. mit einem Freund zusammen diverse Missionen (die jedoch nichts mit der Haupthandlung zu tun haben) spielen. Allerdings ist dieser Modus im Prinzip nichts anderes, als ein stures Rumgeballer durch lieblos gestaltete Level. Zudem ist der Schwierigkeitsgrad hier oftmals mehr als happig. Insgesamt wirkt der Multiplayer in AoN sehr aufgesetzt und wenig durchdacht.
Fazit
Für mich ist AoN der bisher beste Auftritt von James Bond. Die erstklassige Präsentation, das sehr abwechslungsreiche Missionsdesign und die vielen zu erspielenden Belohnungen sollte sich kein Bond-Fan entgehen lassen!