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Fallout: Brotherhood of Steel

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 30.04.2004
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
Durchschnittliches Hack'n'Slay mit Schwächen in der Präsentation und Fallout-Lizenz.

Wenn biertrinkende Mutanten mit selbstgebauten Schrotflinten laut pöbelnd durch heruntergekommene Wüstengegenden streifen und dabei einen Umgangston pflegen, welcher sogar die South Park-Macher vor Neid erblassen lässt, kann es sich nur um die Welt von Fallout handeln. 1997 erschien der erste Teil auf dem PC und mischte das Rollenspielgenre mit einem brachialen Endzeitszenario, derbem Humor, exzessiver Gewaltdarstellung und komplexer
Charakterentwicklung auf. Eineinhalb Jahre später erschien der zweite Teil und baute alte Tugenden konsequent aus. Trotz der hohen Beliebtheit der Serie blieb dies der bisher letzte Rollenspielteil. Das 2001 erschienene Fallout Tactics: Brotherhood of Steel war zwar ein gutes Rundenstrategiespiel, konnte aber nicht an vergangene Erfolge anknüpfen. Seitdem ist es ruhig geworden um die Endzeitwelt. Fans warten immer noch auf das sagenumwobene Fallout 3 welches erst angekündigt und dann gecancelt wurde, dann aber doch wieder in den Releaselisten der Entwickler aufgetaucht ist. Zwischenzeitlich gab es sogar Gerüchte, dass aus dem Titel ein Online-Rollenspiel werden solle.
Als jedoch Lizenz-Hack'n'Slays mit großem Namen à la Baldurs Gate: Dark Alliance auf Konsolen immer beliebter und begehrter wurden, besann man sich bei Interplay auf vergangene RPG-Erfolge zurück und bastelte aus den komplexen Fallout-Rollenspielen flugs einen leicht zugänglichen Hack'n'Slay-Titel. Herausgekommen ist Fallout: Brotherhood of Steel, welches seltsamerweise den selben Untertitel trägt wie Fallout Tactics. Wer wissen möchte, ob das Unterfangen gelungen ist, oder ob es sich nur um einen Schnellschuss handelt, erfährt dies in unserem ausführlichen Review.

Atomare Wüste
Die Zukunft hätte so schön aussehen können: saubere Fusionsenergie, Heilung aller Krankheiten und Roboter, die den Hund spazieren führen sowie den Haushalt schmeißen erfreuen friedlich nebeneinander
» Alleine gegen alle!
lebende, glückliche Menschen. Doch statt der Menschheit den erhofften Frieden und Wohlstand zu bringen, brachte die Wissenschaft atomare Waffen mit immer größer werdender Sprengkraft hervor und wie Menschen nun einmal so sind, ließ der atomare Holocaust nicht lange auf sich warten. Der große Krieg überflutete die Erde mit einem Meer aus Feuer und radioaktiver Strahlung und tötete Millionen Planetenbewohner. Die Überlebenden flüchteten in unterirdische Bunker, die sogenannten Vaults, oder waren auf der Oberfläche der tödlichen Strahlung ausgesetzt, die zu Mutationen führte. Ab jetzt galt das Recht des Stärkeren. Menschen vegetieren in primitiven Stämmen, spärlich eingerichteten Siedlungen oder den Ruinen der zerstörten Städte. Die durch Strahlung grässlich entstellten Ghule leben in eigenen Lagern und Siedlungen, während die aggressiven, physisch starken Mutanten als wandelnde Nomaden und Räuberstämme ihr Unwesen treiben und für Angst und Schrecken unter den restlichen Überlebenden sorgen. Zudem tyrannisieren Diebesbanden die hilflosen Bürger.
Die einzige Hoffnung der Unterdrückten ist die stählerne Bruderschaft, ein wild zusammen gewürfelter Haufen aus Abenteurern, Söldnern und Kriegern. Diese haben sich zusammen geschlossen um die wehrlose Zivilbevölkerung vor den Übergriffen zu schützen und Recht und Ordnung wieder herzustellen. Der Spieler schlüpft in Fallout: Brotherhood of Steel in die Rolle solch einer gerechtigkeitsliebenden Person und wird mit dem Auftrag entsendet, ein paar Paladine der Bruderschaft im kleinen Wüstenkaff Carbon zu kontaktieren.
Bevor das eigentliche Spiel jedoch los geht, muss sich für einen von drei Protagonisten entschieden werden. Zur Auswahl stehen der Muskelprotz Cyrus, der Ghul Cain und die mehr oder weniger hübsche Nadia. Leider unterscheiden sich die einzelnen Charaktere, bis auf minimale Differenzen in der Lebensenergie, Rüstungsklasse und einzelnen Spezialfähigkeiten, kaum voneinander. So kann der Hüne Cyrus beispielsweise einen Hund als Weggefährten mit sich führen, während der heruntergekommene Cain Lebensenergie durch Attacken auf Gegner regeneriert. Weitere Recken können während des Spieles freigespielt werden um eine größere Auswahl zu schaffen. Auch dürfen Charaktere aus bereits angelegten Savegames samt ihrer Erfahrungsstufe, aber ohne Ausrüstung, übernommen werden.

08/15 Action-RPG-Einerlei
Kaum in Carbon angekommen tauchen auch schon erste Probleme auf. Von den gesuchten Kontaktpersonen fehlt weit und breit jede Spur. Stattdessen terrorisiert ein Haufen Banditen die örtliche
» Mutierte Bestien fallen der Flinte zum Opfer
Bevölkerung. Nach einer kleinen Schlägerei mit einigen Radaubrüdern in der örtlichen Kneipe bringt ein Gespräch mit dem Bürgermeister auch schon das erste echte Quest. Der störrische Zeitgenosse will dem Helden nämlich nur bei der Suche nach seinen Kameraden behilflich sein, wenn dieser ihm zuerst einen Gefallen erfüllt. Also bleibt dem Spieler nichts anderes übrig, als die für viele (Action-)Rollenspiele obligatorische Töte das Ungeziefer im Lager-Mission zu absolvieren. Im Hauptlager der Stadt haben sich einige mutierte Riesenskorpione und -Ratten eingenistet, welche die Vorräte vernichten. Ausgerüstet mit einigen primitiven Waffen wie Stahlhandschuhen und einer selbstgebauten Pistole räumt man unter dem Viehzeugs auf. Alte Baldurs Gate: Dark Alliance-Hasen werden sich mit der Steuerung sofort zurecht finden. Mittels des linken Analogsticks wird das virtuelle Alter-Ego bewegt, während der Rechte die komplette Ansicht dreht. Mit dem -Trigger werden Gegner eingelockt, so dass sie, vor allem im Fernkampf, leichter getroffen werden können. Mit Hilfe des X-Buttons wird ein Angriff mit der derzeit ausgerüsteten Waffe ausgeführt, während der Triangle-Knopf zum Springen dient oder, bei eingelocktem Gegner, ein Ausweichmanöver auslöst. Der Square-Button aktiviert Schalter, öffnet Türen, hebt Gegenstände auf oder speichert das Spiel an den großzügig im Spiel verteilten Speicherterminals. Hat der Charakter erst einmal Spezialschläge oder -Attacken gelernt, können diese mit dem Circle-Button ausgeführt werden. Auch kann mit selbigem Button durch eingelockte Ziele gewechselt werden, um beispielsweise hinter dem Feind stehende Benzinfässer zur Explosion zu bringen. Die Select-Taste ruft den Charakterbildschirm auf, in dem drei aktive Waffen festgelegt werden dürfen, zwischen denen man während des Spiels mit den L1+L2-Schulterschaltern wechseln kann. Außerdem werden hier Rüstungen angelegt und Fertigkeitspunkte auf verschiedene Talente nach Stufenanstiegen vergeben. So erhöht beispielsweise die Fähigkeit stirb langsam die Gesamttrefferpunkte des Charakters, während schwerer Schlag die Chance auf kritische Treffer mit einer Schlagwaffe erhöht. Andere Fähigkeiten wiederum steigern das Handelsgeschick des Helden oder lassen ihn mehr Beute finden. Die meisten Fähigkeiten beschränken sich aber auf mehr Schaden, mehr Lebensenergie oder höhere Rüstungsklasse, was das Skillsystem insgesamt ziemlich langweilig daher kommen lässt.
Das Level- beziehungsweise Missionsdesign gibt ebenfalls einigen Grund zur Kritik. So müssen in vielen Missionen alle Gegner in einem Sektor getötet werden um diese erfolgreich abzuschließen. Zwar wird durch Texteinblendungen wie "Noch 20 Banditen" immer darauf aufmerksam gemacht, wie viele Feinde noch zu töten sind, allerdings läuft es oft darauf hinaus, dass einige Gegner übersehen werden und so manche Sektoren mehrmals abgeklappert werden müssen, um auch den letztem Feind über den Jordan zu schicken. Das hemmt nicht nur den Spielverlauf gewaltig, sondern erhitzt zudem unnötig das Zockergemüt. Vereinzelt auftretende Sprungpassagen sowie viele Abgründe, in die man hineinfallen kann, strapazieren ebenfalls die Nerven. Glücklicherweise sind die Savepunkte, wie bereits erwähnt, reichhaltig und fair verteilt, so dass man nie längere Passagen erneut spielen muss, was der Frustvermeidung sehr entgegen kommt.
Am Ende von fast jedem größeren Quest wartet ein besonders hartnäckiger Endgegner auf den einsamen Recken. Im Ungeziefer-Quest ist dies ein riesiger Skorpion, der tonnenweise Blei problemlos wegsteckt und zudem ziemlich heftige Schläge austeilen kann.

Verbale Entgleisungen
Nachdem allem Getier der Gar ausgemacht wurde, meldet man sich zurück beim Bürgermeister und erhält ein paar zusätzliche Erfahrungspunkte und Kroks, die Währung der Fallout-Welt in Form
» Diese Selbstschussanlage hat uns entdeckt.
von Kronkorken, als Belohnung. Gesammelte Skorpionschwänze lassen sich gewinnbringend beim örtlichen Barkeeper verkaufen. Mit dem erwirtschafteten und gesammelten Geld kann man wiederum diverse Waffen und Ausrüstungsgegenstände bei Händlern beziehen, oder dort überflüssige Ausrüstung verkaufen.
Das Ausrüstungssortiment ist ziemlich umfangreich ausgefallen. Für überzeugende Durchschlagskraft im Nahkampf stehen anfangs noch Baseballschläger und Kampfmesser zur Verfügung, während später zum Beispiel ein High-Tech-Kampfhammer für zermatschte Schädel sorgt. Auch für den Fernkampf steht einiges zur Auswahl. Neben Pistolen, Schrotflinten, Maschinengewehren und Energie- sowie Brandwaffen in allen möglichen Formen und Größen, sorgen besonders hochexplosive Granaten für weiträumig befriedete Gebiete. Manche Waffen sind sogar derart schwer geartet, dass man sich beim Abfeuern selbiger nicht mehr bewegen kann, was natürlich vor allem im Nahkampf für Probleme sorgt. Daher ist es stets sinnvoll, sowohl gute Nahkampf, als auch effektive Fernkampfwaffen mit sich herum zu führen. Ein dickes Polster an Stimpacks, welche die Lebensenergie wieder auffrischen, und Munition sollten auch nicht vergessen werden. Allerdings sind diese Gegenstände auch reichhaltig über die einzelnen Maps verteilt worden, was die Investition von Geld in diese Artikel selten werden lässt. Nachdem der geschäftliche Teil zwischen den Missionen erledigt wurde, macht man sich auf die Suche nach neuen Quests. Sehr zur Hilfe kommt einem dabei die praktische Mapfunktion, welche stets eingeblendet werden kann. Auf dieser wird die Position wichtiger Charaktere mit einem Ausrufezeichen markiert. Diese Personen haben meistens einige Quests für den Spieler parat oder verstricken den Protagonisten in witzige multiple-choice Gespräche, bei denen Ausdrücke wie impotenter Mistkerl noch zum netten Umgangston gehören. In fast jedem zweiten Satz steckt eine Beleidigung oder Veralberung des Gegenübers, was für jede Menge Lacher sorgt und die Atmosphäre der alten Fallout-Rollenspiele gut einfängt. Leider sind die Nebenquests weder anspruchsvoll noch einfallsreich. Fast immer muss man irgend einen Gegenstand finden und diesen zum Auftraggeber zurück bringen. Auch die Hauptquests gewinnen keine Preise für Einfallsreichtum und die öde Story motiviert ebenfalls kaum zum Weiterspielen.
Insgesamt läuft das gesamte Spiel stets nach dem selben Schema ab und strotzt gerade zu vor Monotonie: Auftrag besorgen, Dungeon säubern, Endgegner plätten, Ausrüstung kaufen, Auftrag besorgen ... und überhaupt war alles irgendwie schon einmal besser in anderen Spielen da. Gelegentliche Geschicklichkeitseinlagen in denen man sich beispielsweise durch Minenfelder schleichen oder über dünne Abflussrohre springen muss, schaffen da ebenfalls keine Abhilfe und wirken eher deplaziert.


Grafik
Das Spiel basiert auf der selben Grafikengine wie Baldurs Gate: Dark Alliance 1+2, sieht aber deutlich schlechter aus. Die meisten Figuren weisen teils grobe Kanten und stark verwaschene Texturen auf, während andere, besonders einige Monster wie der Riesenskorpion, recht solide in Szene gesetzt wurden. Die Umgebungen sind recht abwechslungsreich gestaltet, aber auch hier hapert es vor allem an der Texturqualität. Der insgesamt dreckige und farbarme Look passt allerdings zum Endzeitszenario und sorgt für etwas Atmosphäre. Auch die Waffen-, Explosions- und Feuereffekte wirken ziemlich schwach. Hier hätte man viel mehr aus der Engine herausholen können. Wirklich protzen kann das Spiel grafisch nur mit seinen wunderschönen Wassereffekten. Leider gibt es in einer postnuklearen Wüste nicht all zu viele Feuchtgebiete, was diesen nett anzusehenden Effekt zu einer Rarität macht. Zwischen den einzelnen Abschnitten stören lange Ladezeiten den Spielfluss. Positiv anzumerken ist allerdings die Framerate, die auch bei größeren Gegneransammlungen und polygonreichen Stellen stets konstant bleibt.

Sound
Das Spiel wirbt mit einem Soundtrack von bekannten Metal-Bands wie Slipknot, Chimaira und Meshuggah, allerdings ist davon im eigentlichen Spiel sehr wenig zu hören. Während der Missionen werden lediglich hin und wieder einzelne Musikfetzen eingeworfen, die allerdings sehr ähnlich klingen und sich schnell wiederholen. Nur bei Endkämpfen und in einigen Zwischensequenzen dreht das Spiel musikalisch voll auf und unterstreicht mit harten Metalklängen die gewalttätige Endzeitwelt perfekt.
Die Soundeffekte reichen von ganz nett, bis hin zu ziemlich nervig. Vor allem bei den Waffensounds wünscht man sich knalligere Geräusche, welche die Durchschlagskraft der teils sehr schweren Waffen besser rüberbringen.
Die durchwachsenen Soundeffekte werden jedoch ein wenig durch die äußerst gelungene Sprachausgabe wieder wett gemacht. So wurde für fast alle Charaktere ein passender deutscher Synchronsprecher gefunden, welche die deftigen Dialoge gut transportieren. Wer möchte, kann das Spiel auch auf die englische Originalsprache oder Französisch einstellen.

Spielspaß Solo
Prinzipiell handelt es sich bei Fallout: Brotherhood of Steel um eine Endzeitvariante von Baldurs Gate: Dark Alliance, ohne jemals an dessen Klasse heranzureichen. Die langweiligen Missionen mit ihren nicht enden wollenden Gegnerschwärmen, teilweise recht unfairen Stellen und nervigen Geschicklichkeitseinlagen können nie wirklich vor den Monitor fesseln. Das bekannte Jagen und Sammeln Prinzip wurde zwar solide umgesetzt und bietet eine recht umfangreiche Auswahl an Waffen und Ausrüstungsgegenständen, allerdings gab es all jenes schon in etlichen anderen Titeln besser. Auch die technische Umsetzung motiviert nicht gerade zum Weiterspielen. Dazu kommt ein bis auf die Endgegner ziemlich langweiliges Gegnerdesign und eine 08/15-Story, in der es wieder einmal nur darum geht, dem bösen, hässlichen Obermotz das Handwerk zu legen. Lediglich die sehr lustigen Gespräche und die Fallout-typische Spielwelt wissen zu begeistern. Drei verschiedene Schwierigkeitsgrade sorgen dafür, dass jeder Zocker das Spiel bewältigen können sollte.

Spielspaß Multi
Das Game kann mit maximal zwei Spielern im Kooperativmodus durchgespielt werden. Das macht dann zwar mehr Spaß als alleine, bringt dafür aber auch neue Probleme mit sich: Während die Erfahrungspunkte stets fair zwischen beiden Spielern aufgeteilt werden und Gegenstände an den Partner übergeben werden können, gibt es beim gerafften Gold keine Möglichkeit, es fair untereinander aufzuteilen. Besonders bei hitzigen Gemütern kann dies schnell zum echten Kampf vor der Konsole ausarten. Bei gesammelter Munition findet sich das selbe Problem. Auch hier gilt: Wer sie sich schnappt, dem gehört sie.
Angesichts der kaum unterschiedlichen Charaktere ergänzen sich diese auch nicht in ihrem Handeln. So gibt es keine klassischen Support-Klassen, die ihrem Kumpan aus zweiter Reihe den Rücken stärken, während sie selbst von ihm vor den anrückenden Gegnern beschützt werden.
Zudem ist im Mehrspielermodus bei Sprungpassagen, dem Navigieren durch ein Minenfeld oder dem Ausweichen von Granaten gute Koordination angesagt, damit auch beide Spieler ihr Ziel erreichen. Bleibt ein Spieler bei einem weiten Sprung über einen Abgrund beispielweise zu lange zu weit hinten stehen, schafft es sein Freund nicht auf die andere Seite der Schlucht und bleibt am Bildschirmrand hängen, um anschließend im Abgrund zu verschwinden. Besonders in solchen Situationen bekommt man als Opfer so richtig Lust, die im Spiel neu gelernten Schimpfworte seinem Spielpartner an den Kopf zu werfen - oder vielleicht doch gleich das Gamepad?
Stirbt einer der beiden Helden, wird er beim Erreichen des nächsten Speicherpunkts mit ein wenig Lebensenergie und einem minimalen Erfahrungspunkteverlust wiederbelebt, was den Frustfaktor meistens in Grenzen hält.
Pro
lustige Dialoge mit toller Sprachausgabe
fair verteilte Savepoints
Fallout-Lizenz
gut eingefangene Endzeitatmosphäre
Soundtrack bekannter Metalbands....
Contra
...der allerdings viel zu wenig Verwendung im Spiel findet
langweiliges Gameplay
schwaches Charaktersystem
Charaktere unterscheiden sich kaum
mäßige Grafik
öde Story
lange Ladezeiten
nervige Geschicklichkeitseinlagen (vor allem im Multiplayer)
keine Geld- und Munitionsaufteilung im Mehrspielermodus
Fazit
Gespräche führen, Monster töten, Ausrüstung verbessern und das selbe von vorne bis das Spiel nach etwa 10 bis 12 Stunden durchgespielt ist. Alles schon oft da gewesen - und zwar viel besser! Selbst das in die Jahre gekommene Baldurs Gate: Dark Alliance macht heute noch viel mehr Spaß als dieser laue Aufguss und sieht obendrein auch noch deutlich besser aus. Wer nun denkt, er müsse das Game unbedingt haben, weil er ein Anhänger der genialen Rollenspiele vergangener Zeit ist, oder gar ein Fallout 3 wittert, der sei gewarnt: Brotherhood of Steel ist ein reines Action-RPG, bei dem das Kämpfen in Echtzeit im Vordergrund steht! Bis auf das Szenario hat das Spiel mit Fallout 1+2 nichts gemeinsam und reicht in keinster Weise an deren Qualität heran. Wer wirklich süchtig nach Actionrollenspielen ist und alle Alternativen schon mehrmals durchgespielt hat, darf zugreifen, allen anderen ist das Spiel nicht zu empfehlen.
Infos
Erhältlich für
Genre
Rollenspiele • Action-RPG
Publisher
Take 2
Entwickler
Interplay
Website
www.take2.de/in...
Release
16. April 2004
Spiel kaufen
»  Game World
»  game4game
User-Bewertung
72
4 Bewertungen
1 Review
Features
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