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Grand Theft Auto Double Pack  
» Autor: Lightning4000
» Datum: 28.02.2004
» Gesamtwertung:
/5
5/5: Pflichtkauf
uneingeschränkte Empfehlung.
Wie wir bewerten
Gelungene Umsetzung eines PS2-Meilensteins für Microsofts grünes Juwel mit kleinen (nicht beseitigten) Fehlern.

Es gab einmal eine Zeit, in der Computer mit 200 MHz-Prozessoren als Hochleistungs-Rechner galten, als die Spiele mit 3D-Darstellung noch deutlich weniger waren als die 2D-Pendanten und als Bill Clinton noch Präsident der Vereinigten Staaten war.
Genau zu dieser Zeit, nämlich im Jahre 1997, wurde auch der erste Teil der GTA-Reihe auf den Markt geworfen und avancierte durch die vielen guten Tests in den Fachzeitschriften schnell zu einem Top-Seller unter den Computer- und Videospielen.
Jedoch gab es auch früher schon starke Kritik an dem Stück Software, da viele vermeintliche Medienexperten das Spiel für höchst gefährlich und Jugend-gefährdend hielten.
Nichtsdestotrotz wurde knapp 2 Jahre später auch schon Teil 2 veröffentlicht und ebenfalls, wie schon der erste Teil, zu einem vollen Erfolg. Danach folgte, bis auf GTA London, lange Zeit nichts mehr aus dem Hause Rockstar.
Als dann im Jahre 2001 die PS2 auf den europäischen Markt kam und man schon kurze Zeit später von einem neuartigen Grand Theft Auto in 3D-Grafik hörte, ging ein großes Raunen durch die Zocker-Gemeinde und man erwartete viel seitens der Entwickler.
Schaut man sich heute mal die aktuelle Lage an, sieht man sehr leicht, dass die Erwartungen der meisten Spieler voll und ganz erfüllt wurden und GTA III sowie dessen Nachfolger GTA Vice City inzwischen zu den Top 5 der meist verkauften Video- und Computerspiele aller Zeiten zählen.
Xbox-only-Besitzer konnten bisher jedoch nur neidisch zum Lager der PS2´ler schauen, da ein Exklusivvertrag mit Sony lange Zeit eine Portierung auf die Redmonder Konsole nicht zuließ. Die Zeiten haben sich allerdings geändert und Rockstar Games hat es sich (glücklicherweise) nicht nehmen lassen, nach Ablauf des eben erwähnten Vertrags, diese beiden Top-Titel als GTA Doublepack auf die Xbox zu holen. Aber machen die Spiele denn überhaupt immer noch genau so viel Spaß wie vor knapp 1 1/2 Jahren oder hat sich Rockstar mit der Umsetzung selbst einen Pfeil in die Brust gerammt?
In dem folgenden Review werdet ihr es erfahren.

Doublepack - Wie, was, wo…!?
Wie eben schon angedeutet erhaltet ihr mit dem Kauf von GTA für die Xbox das sogenannte Doublepack, in dem nicht nur GTA III, sondern auch Vice City enthalten ist.
Für den Preis von ca. 60 € bekommt man also 2 sehr gute Spiele für jeweils 30 €. Wenn man sich die Qualität der beiden Einzel-Produkte bewusst macht, wird man schnell feststellen, dass diese Packung nicht nur irgendwelche Spiele enthält, sondern wirklich etwas besonderes ist.
Das Zusammentreffen solch hochwertiger Spiele ist, bis vielleicht auf Zelda: The Wind Waker und Ocarina of Time, so noch nicht vorgekommen. Auf die Qualitäten der beiden Titel wird aber im Verlauf des Tests noch ausführlicher eingegangen.

Worum gehts?
Für die paar Leute, die mit dem Begriff GTA überhaupt noch nichts anfangen können, hier nochmal eine kleine Erklärung des eigentlichen Gameplays, das sich von 1997 bis heute eigentlich wenig verändert hat:
Ihr startet als Kleinkrimineller eine Gangster-Karriere in einer zunächst unbekannten Stadt und müsst euch durch das Knüpfen von Kontakten erst einmal Eintritt in die Unterwelt der jeweiligen Metropole verschaffen.
So habt ihr völlig freie Hand, an welche Auftragsgeber ihr euch wenden wollt und wie ihr zu dem gewünschten Punkt in der Stadt gelangt.
Ihr könnt nämlich nicht nur zu Fuß oder per Straßen- bzw. Hochbahn durch die einzelnen Straßen tingeln, sondern dürft euch nach Belieben ein Auto schnappen, das ihr gerade in eurem Blickfeld habt. Einfach zur Vordertür laufen, kurz auf den Y-Knopf drücken und den eigentlichen Besitzer des Gefährts aus dem Auto ziehen. Dies ist vielleicht nicht gerade die freundlichste Methode, um an einen fahrenden Untersatz zu gelangen, jedoch verkörpert ihr ja auch einen waschechten Gangster und keinen Polizisten oder normalen Straßenbürger.
Wer allerdings bei seinen Straftaten nicht genug auf sein Umfeld achtet, der kann schnell in Schwierigkeiten geraten, denn die Polizei von Vice- bzw. Liberty-City schläft nicht und will euch, sofern ihr denn bei euren Verbrechen entdeckt werdet, sofort an den Kragen.
Stellt ihr euch nicht allzu dumm an, könnt ihr flüchten und einen der Polizeisterne (es gibt insgesamt 6 Stück) wieder zum Erlöschen bringen. Reicht euer fahrerisches Können allerdings nicht aus um schleunigst zu verschwinden, dann wird es richtig brenzlig, da die Anzahl der Polizeisterne immer weiter steigt und ihr es spätestens bei Stern Nummer 5 nicht nur mit den normalen Verkehrswächtern sondern auch mit dem „Federal Bureau of Investigation“, kurz FBI, zu tun bekommt.
Wer allerdings den langen Arm des Gesetzes noch ein bisschen weiter ärgern möchte, der kann sich bis zu Stern 6 hochprügeln/-ballern. Dann steht nämlich die gesammelte US-Army auf der Fußmatte und nicht nur, um sich vielleicht ein Päckchen Mehl auszuborgen, wenn ihr versteht was ich meine...
Anders als im Konkurrenzprodukt „True Crime: Streets of LA“ ist es eigentlich nicht möglich sich für die gute Seite zu entscheiden, da alle Auftragsgeber, für die man arbeiten muss, mindestens schon 3 Leute auf dem Gewissen haben und irgendwie immer ein bisschen schmierig wirken. Wen diese Tatsache eventuell sogar vom Kauf des Spiels abschreckt, der sollte die beiden Spiele allerdings erstmal längere Zeit anzocken, um über diesen Punkt richtig urteilen zu können.

Von den Tücken der Neuzeit und 8-Ball
Im ersten Spiel, der euch in der Verpackung des Doublepacks „entgegenlächelt“, nämlich GTA III, schlüpft ihr in die Rolle eines namenlosen und stummen Anti-Helden, der zu Beginn des Spiels einen harten Schicksalsschlag erleidet und von seiner eigenen Kollegin hinterhältig über den Tisch gezogen wird.
Nach einer kurzen Pause beginnt dann auch schon das richtige Spiel, welches in der fiktiven Stadt Liberty City ausgetragen wird.
Die Ähnlichkeit zu New York ist allerdings nicht zu leugnen. Anders als in Vice City spielt GTA III in der heutigen Zeit und ihr könnt euch an allerlei schicken Wagen und Locations, wie etwa dem städtischen Hafen erfreuen, der zu allem Übel aber von drogenabhängigen Junkies belagert wird.
Im Laufe des Spiels lernt ihr stetig neue Auftraggeber kennen und müsst euch durch dieses Vorgehen immer weiter in der „Verbrecherstatistik“ hocharbeiten, um nach und nach immer kniffligere Aufträge zu bestehen, durch welche ihr dann auch die 3 riesigen Stadtteile freischaltet.
Die Auftragsziele sind abwechslungsreich gestaltet, aber teilweise recht makaber und nichts für schwache Nerven.
So müsst ihr beispielsweise 20 Gang-Mitglieder per Flammenwerfer wegbrutzeln oder der Mafia helfen, die beliebten Schutzgelder einzutreiben - natürlich mit roher Waffengewalt...
Die restlichen 71 Missionen sind ähnlich spannend wie die eben beschriebenen und können auch über längere Zeit motivieren.
Die 15 verschiedenen Waffen, für die man sein Missions-Geld verprassen kann, wissen ebenfalls zu gefallen und reichen von der Schrotflinte über die obligatorische Uzi bis hin zum Raketenwerfer.
Auch die Palette an verschiedenen Wagen ist nicht zu verachten. Euch stehen zahlreiche Variationen von Vans, Jeeps und Sportwagen zur Verfügung, die allesamt auch über ein unterschiedliches Fahrverhalten und Schadensmodell verfügen.
Darauf wird aber später noch genauer eingegangen.

“Vo-ku-hi-la” und Hawaii-Hemden...
...gehören beim 2. Spiel des Doublepacks einfach dazu. GTA Vice City entführt euch nämlich in die schrillen 80er-Jahre und versetzt den Spieler tatsächlich in eine neonfarbene Stadt mit Frauen, die im Bikini Inline-Skates fahren und dicken Männern mit cremefarbenen Anzügen.
Diesmal hat euer Hauptheld (Tommy Vercetti) nicht nur einen Namen, sonder kann, oh Wunder, auch flüssig sprechen.
Als Handlungsort dient die namensgebende Stadt „Vice City“, die sich an der amerikanischen Metropole Miami Beach orientiert.
Die Story ist mal wieder voller Intrigen und dreckigen Geschäften und braucht sich nicht vor der Geschichte mancher Spielfilme zu verstecken.
Wie schon in GTA III beginnt das Spiel mit einem Deal, der allerdings nicht so ganz glatt läuft und von einer SWAT-Einheit unsanft unterbrochen wird. Mr. Vercetti geht als einziger Überlebender aus dem Hinterhalt hervor und schafft es vor der Polizei zu flüchten.
Leider bleibt das Geld, welches bei dem Deal eingesetzt wurde, verschwunden und ihr bekommt es in der Rolle von Tommy mit allerlei üblem Gesindel des ehemaligen Geldgebers zu tun. Mehr sei an dieser Stelle aber nicht verraten...
Im Laufe des Spiels schaltet ihr, wie in Teil 3, durch das Bestehen der abwechslungsreichen Missionen die einzelnen Stadtteile frei, die unter anderem einen Golfplatz und ein Filmstudio beinhalten. Dies geht aber wesentlich schneller als in GTA III, was einem die Orientierung in den einzelnen Stadtteilen nicht gerade erleichtert.
Insgesamt stehen satte 40 Waffen parat, die ihr allesamt erwerben könnt. Neben den üblichen Standard-Schießeisen (Uzi, Pistole, Maschinengewehr) sind aber auch noch einige exotische Gebrauchsgegenstände dem Repertoir eures virtuellen Egos hinzugefügt worden. So könnt ihr euch beispielsweise jetzt auch mit einem Hammer, einem Golfschläger oder einem Ninja-Schwert durch die Unterwelt von Vice City schlagen bzw. schnetzeln.
Die Wagenauswahl wurde im Vergleich zum Vorgänger ebenfalls mächtig nach oben geschraubt und ihr dürft nun auch Motorräder und richtige Helikopter sowie ein Wasserflugzeug bemannen, mit dem sich so einiger Schabernack anstellen lässt.
Vice City wurde wohl unter dem Motto „größer, schöner, besser!“ entwickelt, was zwar auch stimmen mag, aber GTA III keinesfalls deklassiert. Ihr solltet also auf jeden Fall beiden Spielen eine Chance geben.

Perfect Insane Monster Stunt
Ein Punkt, welcher ebenfalls sehr viel zum Spielspaß der beiden Titel beiträgt ist die geniale Fahrphysik.
So geschieht es nicht selten, dass ihr bei Erfüllung einer Mission den einen oder anderen spektakulären Stunt aus dem Ärmel zaubert, ohne dass ihr es eigentlich wolltet.
Es ist einfach wahnsinnig cool, wenn man auf dem Autodach rutschend, in das nächste Straßencafé scheppert und sich über den angerichteten Schaden freut (Oh man, wie sich das anhört...!).
Damit ihr aber nicht nur solche „harmlosen“ Kunststückchen vollführen könnt, haben die Entwickler von Rockstar überall in der Stadt Rampen und Schanzen verteilt, über die ihr eure fahrende Blechschüssel (euren fahrenden Drahtesel) mit einer gehörigen Portion Geschwindigkeit ebenfalls hinüberbefördern könnt.
Im Gegensatz zum direkten Konkurrenten „True Crime“ hat< hier GTA eindeutig die Nase vorn, da für die „Stunt-Fahrer“ unter euch einfach mehr geboten wird.
Eine Sache sei aber bereits vorher gesagt: So gut und schön die Fahrphysik auch ist, so frustrierend kann es auch sein, wenn man nur wenige Meter vor dem eigentlichen Missionsziel an einer kleinen Stufen hängen bleibt und sich anschließend überschlägt.
Ist zwar filmreif, aber nicht immer ganz „frust-frei“.

„Wir haben doch keine Zeit!“
Diesen Spruch müssen wohl auch die Entwickler des Doublepacks im Hinterkopf gehabt haben, als sie an die Ladezeiten dachten.
Denn obwohl beide Spiele eine wahnsinnige Größe und einen extremen Detailreichtum beinhalten, halten sich die Ladezeiten zwischen den einzelnen Stadteilen sehr in Grenzen und dauern meistens nicht länger als 3-4 Sekunden, was dem allgemeinen Spielfluss natürlich unheimlich zu gute kommt. Auf der PS2 musste man hier noch deutlich länger warten, auch wenn sich die Zeit höchstens um 5-6 Sekunden unterschied.
Einen Haken haben die ultra-kurzen Ladezeiten aber dennoch: So muss während der gesamten Spielzeit andauernd von der Spiel-DVD zusätzlich gestreamt werden, um die verschiedenen Verkehrseinstellungen oder Witterungen zu verwirklichen.
Wer von euch deshalb immer mit einer sehr leisen Soundausgabe zockt, der wird (je nach Laufwerks-Typ) schon kurze Zeit später von den konstanten Nachlade-Geräuschen der Xbox genervt sein.

Gute Steuerung und Kamera-Probleme
Trotz der hiesigen Lobeshymnen über das grandiose Gameplay, der sehr guten Fahrphysik und der vielen Abwechslung, die einem die beiden Titel bieten, bleibt auch ein bisschen Kritik nicht aus.
So bringt einen die nervige Kamera des öfteren nahe an den Rand der Verzweiflung, weil sie beispielsweise mal wieder an irgendeinem Objekt hängen bleibt und die aktuelle Spielsituation nicht so recht in Szene setzen will.
Dieses Problem tritt zwar auf offener Straße so gut wie nie auf, kann jedoch (vor allen Dingen bei GTA Vice City) beim Betreten einzelner Anwesen zu einem richtigen Problem werden.
Ebenfalls nicht ganz gelungen ist das Zielsystem. So müsst ihr mit dem linken Trigger jeden Widersacher separat anvisieren und könnt nur durch das Drücken auf das Steuerkreuz zwischen den verschiedenen Gegnern wechseln.
Das hört sich nicht nur kompliziert an, sondern ist auch so.
Aufgrund dieser Tatsache bleiben einige Frust-Momente nicht aus, so dass man manchmal beinahe dabei ist, seinen Controller gegen die Wand zu pfeffern. Leute mit schwachen Nerven könnten auf diese Weise sehr leicht vom Spiel abgeschreckt werden.
Bis auf das Zielsystem und die damit verbundenen Kamera-Probleme ist die „normale“ Steuerung jedoch sehr gut gelungen. Mit dem rechten Trigger gebt ihr Gas, mit dem linken wird gebremst. Auf „Y“ könnt ihr Fahrgäste aus ihrem Wagen ziehen und das Fahrzeug ebenfalls wieder verlassen. Springen erfolgt per Druck auf die X-Taste und geht ebenfalls leicht von der Hand.
Die beiden Analog-Sticks dienen natürlich zur Kontrolle eures Anti-Helden und bewähren sich auch in einem lang anhaltenden Straßenkampf.


Grafik
Die grafische Darstellung der beiden Titel ist relativ gut. Im Gegensatz zur PS2-Version ist schon ein deutlicher Unterschied zu erkennen und sowohl die Wagenmodelle, als auch die Weitsicht wurde drastisch verbessert. Nun bietet jedes Fahrzeug auch Spiegelungen auf dem Wagenlack, was im direkten Vergleich natürlich sehr schick aussieht.
Sämtliche Texturen wurden überarbeitet und höher aufgelöst, so dass man nun auch Straßenschilder gut erkennen kann.
Trotz dieser vielen Verbesserungen kann man leicht erkennen, dass die Xbox eigentlich zu weit mehr im Stande ist, als uns die Jungs (und Mädels) von Rockstar „Vice“ machen wollen.
So fängt das Spielgeschehen bisweilen immer noch an zu ruckeln, obwohl gar nicht so viel auf dem Bildschirm los ist und es momentan eigentlich ziemlich ruhig zu geht.
Desweiteren scheint es manchmal so, als ob die Entwickler manche Abschnitte aus der PS2-Version unverändert übernommen haben und man genau den gleichen, matschigen Textur-Tapeten gegenübersteht, wie schon vor 1 1/2 Jahren.
Mit solchen Texturen ist beispielsweise der „Rasen“ in den beiden Titeln gemeint, der immer noch wie eine Ansammlung grüner Farbe wirkt und nicht allzu viel mit dem biologischen Teppich der Wirklichkeit zu tun hat.
Hier hätte man sich ruhig mal eine Scheibe von Spielen wie Halo, Tony Hawks 2 oder Star Wars KotoR abschneiden dürfen, die in diesem Beispiel nämlich die Referenz bilden.
Trotz allem ist die gesamte visuelle Gestaltung doch recht gut gelungen und fügt sich gut in das Gesamtbild der beiden Spiele ein. Die Aufmachung der vielen Passanten in den beiden Städten geht dagegen in Ordnung, denn obwohl deutliche Ecken und Kanten zu erkennen sind, sind zahlreiche Unterschiede zwischen den Straßenbürgern vorhanden und die Gesichter allesamt recht gut modelliert.

Sound
In diesem Punkt kann das GTA Doublepack eindeutig voll und ganz überzeugen. Sowohl in Teil III als auch in GTA Vice City findet man hochkarätige Musikstücke, die z.B. von Michael Jackson, Toto oder Nena stammen. Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr eine gute Musik-Untermalung die Atmosphäre eines Spiels unterstreichen kann.
Über die normalen Sound-Effekte im den beiden Spielen lässt sich ebenfalls nur Positives vermelden, da nicht nur mit exzellenten Synchronstimmen, wie etwa Ray Liotta gearbeitet wurde, sondern auch die einzelnen Schuss- und Fahrgeräusche super umgesetzt wurden.
Jedes der zahlreichen Fahrzeuge hört sich anderes an und macht unterschiedliche Geräusche, wenn man mit einem Affenzahn durch die Straßenschluchten prescht.
Aber nicht nur die Motoren-Geräusche, sondern auch die einzelnen Sprachsamples der zahlreichen Fußgänger von Liberty- bzw. Vice City können auf ganzer Linie überzeugen.
Sprüche wie „Hey, that´s my cab!”, die im Spiel meistens von indischen Taxifahrern geäußert werden, hören sich durch den speziellen Akzent sehr witzig an.
Wer dem Englischen mächtig ist, kann sogar die ein oder andere Songzeile aus einem Lied der Village People vernehmen.
Die 5.1-Codierung ist dagegen eher schwach, auch wenn sie definitiv immer noch als „gut“ bezeichnet werden kann.

Spielspaß Solo
Am besten macht man es wie folgt: Man kauft sich das Doublepack, schließt ganz schnell alle Türen ab, zieht das Telefonkabel aus der Buchse und fängt an zu zocken.
In Punkto „Spielspaß“ ist das GTA Doublepack wirklich nur schwer zu toppen. Es gibt zwar keinen Multiplayer-Modus aber mit dem Kauf erhält man 2 hochkarätige Spiele, die nicht nur relativ leicht zugänglich sind, sondern auch abseits der eigentlichen Story-Line sehr viel Spaß bereiten und über Wochen oder sogar Monaten fesseln können.
Leute, die schon immer mal wieder ein Spiel gesucht haben, das lange Zeit einen konstant hohen „Spielspaß-Wert“ bringt, können mit dem Kauf eigentlich wenig falsch machen.

Spielspaß Multi
Im Spiel ist kein Multiplayer-Modus enthalten.
Pro
Tolles Gameplay mit vielen Freiheiten
Eine Vielzahl an unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln
Hoher Abwechslungsreichtum
Sehr gute Fahrphysik, die zum Experimentieren einlädt
Top-Spiele für knapp 60 €
Schöne Verpackung! ;-)
Contra
Gelegentliche Ruckler
Stellenweise veraltete Grafik
Häufige Kamera-Probleme
Manchmal richtig schwer
Fazit
Die Umsetzung der beiden Spiele von der PS2 auf die Xbox ist den Entwicklern von Rockstar sehr gut gelungen. Auch wenn man sich hin und wieder über die Kamera-Probleme ärgert, so ist der eigentliche Spielspaß doch viel größer und man zockt immer weiter. Meiner Meinung nach ist das GTA Doublepack das einzige auf dem Markt erhältliche Spiel, das jeden Cent, den man in den Kauf investiert hat, voll und ganz rechtfertigt. Der grandiose Soundtrack, das geniale Gameplay und die famose Fahrphysik lassen den Spieler in virtuelle Welten abtauchen, die man so schnell nicht wieder verlassen möchte. Eine Warnung sei am Schluss des Reviews aber noch ausgegeben: Die Gewaltdarstellung in den beiden Titel ist stellenweise sehr hoch, sodass man eindeutig bekunden kann, dass das Spiel definitiv nicht in die Hände von Kindern geraten sollte.