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Ego-Shooter machen Spaß und bringen Laune, sofern sie denn sauber programmiert worden sind und im Multiplayer viel Freude bereiten. Auch ich bin begeistert von 3D-Shootern, da es immer wieder Spaß macht, auf Gegner-Jagd zu gehen und sich wie ein richtiger kleiner Rambo zu fühlen. Wenn dann auch noch das LIVE-Siegel auf der Packung glitzert, kann ich mich meistens nicht mehr zurückhalten und muss den entsprechenden Titel einfach kaufen. Jedoch wurde ich in letzter Zeit immer häufiger enttäuscht, als ich mein erstes Online-Match bestritten habe. Häufige Lag´s und ruckelige Grafiken haben mir leider viel zu oft den Spaß am Schießen verdorben und mich ein bisschen von dem eigentlich coolen Genre weggetragen. Mit Counter-Strike für die Xbox soll nun jedoch bewiesen werden, dass es auch anders geht und Lag´s sowie Sprachaussetzer nicht zwingend zu einem Shooter mit Xbox LIVE-Support gehören müssen. Aber fangen wir einmal ganz langsam und von vorne an. Selbst 4 Jahre nach dem eigentlichen Erscheinen der Modifikation „Counter-Strike“ wird der Titel auf der ganzen Welt immer noch begeistert gespielt und weiterentwickelt. Stets werden neue Maps und Verbesserungen hineingepatcht um das Spielerlebnis ständig zu intensivieren. Wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es inzwischen durchaus ernstzunehmende Alternativen für den geneigten PC´ler gibt. Bei dieser enormen Begeisterung ist es natürlich nicht verwunderlich, dass Microsoft nicht lange überlegt hat und sich kurzerhand ebenfalls die Rechte an einer Versoftung des Titels für die hauseigene Konsole sicherte. Doch war das wirklich die richtige Entscheidung die PC-Domäne Nr. 1 auf eine Spiele-Konsole zu portieren? Im folgenden Test, werdet ihr es erfahren. „Ok, all right. Let´s go out!“ Da wären zum einen die Terroristen und zum anderen die Counter-Terroristen, die sich in packenden Schusswechseln versuchen gegenseitig auszuschalten. Oftmals sind aber auch andere Ziele zum erfolgreichen abschneiden einer Runde wichtig. So müssen ab und zu Geiseln gerettet, Bomben entschärft oder bestimmte Positionen gehalten werden um hinterher als Sieger den Ring bzw. die. Map verlassen zu können. Besondere Spannung wird zusätzlich noch durch die verschiedenen Ausrüstungen beider Teams erzeugt. Die Counter-Terroristen haben beispielsweise ein 3/4-Schild im Petto, mit dem sie sich den gegnerischen Kugelhagel, zumindest eine kurze Zeit lang, erwehren können. Die „bösen Jungs“ haben dafür jedoch mehr Munition sowie stärkere Maschinengewehre zur Verfügung und können sich somit besser (und länger) verteidigen. Klingt jetzt vielleicht etwas unausgewogen, erweist sich in der Praxis jedoch als ganz gut. Nach jeder absolvierten Runde erhalten beide Teams ein bisschen Geld, mit dem sie sich neue Ausrüstungsgegenstände oder Waffen zulegen können. Aber auch die Verlierer gehen nach der Schmach nicht leer aus. Sie bekommen zwar nicht so viele Dollars wie das Sieger-Team, können sich aber dennoch die ein oder andere Gerätschaft leisten. Wer befürchtet, dass das reiche Team auch zugleich das mächtigste wäre, der irrt (glücklicherweise) gewaltig, da, wie eben schon erwähnt, das Gameplay sehr ausgewogen ist. Doch dieser ist im Grunde gar nicht vorhanden! „Wie, kann man das Spiel nicht alleine zocken?“ Na ja,…die Antwort auf diese Frage ist eigentlich nicht so leicht zu beantworten, wie es vielleicht den Anschein hat. Nun gut, natürlich kann man das Spiel auch alleine spielen, jedoch darf man dann auch keine neuen Elemente oder gar eine zusammenhängende Story erwarten. Es ist einfach das normale Counter-Strike, welches man vom PC her kennt, bloß gegen Computer-gesteuerte Bots. Hört sich langweilig an und das ist es auch. Für Leute ohne Xbox LIVE-Account oder Freunden, mit denen man ab und zu mal eine LAN-Party machen könnte, ist das Spiel eindeutig nicht programmiert worden. Eigentlich schade, dass der Singleplayer beinahe komplett weggefallen ist, da man die Entwickler von Valve ja noch vor kurzem von einem „spannenden Story-Modus“ sprachen, der nun jedoch, wahrscheinlich aus Zeitmangel, einfach wegrationalisiert wurde. Auch der versprochende Map-Editor, mit dem man sich eigene Karten hätte bauen können, hat´s nicht mehr ins Spiel geschafft. So bleibt im Grunde vom Einzelspieler-Modus, wenn man ihn denn überhaupt als solchen bezeichnen darf, nicht mehr wirklich viel übrig. Aber glücklicherweise gibt es ja noch den mächtigen Multiplayer-Modus, der beinahe voll und ganz überzeugen kann. Dieser ist zwar nicht im Splitscreen sondern nur über Xbox LIVE oder einem „Local Area Network“ spielbar, trumpft aber in den letzten beiden Punkten dafür auch unverhältnismäßig stark auf. Ihr habt die Wahl zwischen bekannten Maps, wie etwas Dust oder Italy und könnt euch so richtig schöne taktische Scharmützel liefern. Wie eben schon erwähnt sind die beiden Teams (Counter-Terroristen, Terroristen) sehr ausgewogen und es macht viel Spaß gegen menschliche Mitstreiter zu kämpfen. Der Anbindung an Xbox LIVE klappt hervorragen und es ist keine großartige Einarbeitungszeit nötig, was auch an den standardmäßigen Optionen liegt, dich euch den Online-Alltag erleichtern. Mit Optimatch sucht ihr nach offenen Spielen oder eröffnet gar eine eigene Runde im gepflegten Kreise. Microsoft typisch sind Lag´s nur marginal aufzufinden und auch die Sprachübertragung funktioniert tadellos und direkt. Mit einer normalen DSL-Leitung lassen sich also 5 weitere Mitspieler ohne Einschränkungen hosten und selbst dann ist die Sprachqualität noch sehr, sehr gut. Wem das zu wenig ist, der kann aber auch nach sog. Xservern suchen, auf denen lagfrei 8 gegen 8 gespielt werden kann. Ach übrigens,…wer sich als passionierter Online-Zocker nach der obligatorischen Lobby umsieht, wird anfangs ein bisschen geschockt sein, da sie nicht mehr vorhanden ist. Macht aber nichts, da dieses „Wartezimmer“ durch den sog. „Spectator-Mode“ ersetzt wird und genau so gut funktioniert, wie man es von anderen Spielen gewohnt ist. Im LAN-Modus stehen euch logischerweise keine derartigen Optionen zur Verfügung, aber trotzdem läuft es auch hier super. Es ist wirklich selten, dass ich auf die langen „Wartezeiten“ bei einem Spiel so ausführlich eingehe, aber nachdem man einmal PGR 2 gezockt hat, weiß man einfach, was man von einem Spiel der 3. Software-Generation (nicht nur in Punkto Ladezeiten) zu erwarten hat. Dies sind dann auch schon die wichtigstenAktionen, die ihr beim Zocken ausführen müsst. Auch die die Befürchtung, dass das Zielen mit den beiden Analogsticks des Controllers quasi unmöglich sei, hat sich glücklichweise nicht bewahrheitet. Mit ausreichendem Training könnt ihr ebenfalls sehr präzise zu Werke gehen und auch den ein oder anderen „Heady“ verteilen. Natürlich wird man niemals die Präzision eines PC-Spielers, der mit Tastatur und Maus spielt, erreichen aber da ja Microsoft sei Dank alle menschlichen Gegner unter den gleichen Vorraussetzungen spielen (auf jeden Fall mit einem Controller) bleibt die ganze Angelegenheit immer sehr spaßig und fair. Ach ja,…wer dennoch nicht mit der Steuerung nicht ganz zufrieden ist, der kann diese im Controller-Menu zwar nicht vollständig, aber zumindest ein wenig modifizieren und verändern. Die Sensibilität der beiden Analogsticks wäre hier nur eine der variablen Optionen. Die Steuerung des Menus, das euch den Kauf von Waffen und Ausrüstung erlaubt, ist ebenso unkompliziert, wie die des eigentlichen Spiels. So könnt ihr mit dem linken Analogstick alle gewünschten Schießprügel erwerben und kinderleicht euer hart verdientes Runden-Geld verprassen. Stets hat man das Gefühl, dass das alle Gebilde doch schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben und nicht wirklich das ganze Potenzial der Xbox-Hardware ausnutzen. Die Charaktermodelle wurden jedoch sehr schön designt und ähneln denen der PC-Version nur noch sehr entfernt. Spiegelungen sind auf den Visieren der Counter-Terroristen zu erkennen und die Uniform der Terrors sieht doch schon verblüffend echt und lebensnah aus. Wenn man zuvor nur die PC-Version gezockt hat und dann mal einen Blick auf den Konsolen-Ableger riskiert, wird man mit Sicherheit ein bisschen geschockt sein, denn Counter-Strike sieht auf dem grünen Juwel von Microsoft, trotz einiger Mängel im Leveldesign, schlicht und ergreifend schöner aus. Begrüßenswert ist auch, dass die Framerate immer konstant bleibt und die Bilder mit regelmäßigen 30 Frames pro Sekunden über den Fernseher huschen. Manche Effekte, wie etwa die Nebelschaden in der Jungle-Map, sind leider nicht so ganz gelungen (es sind einfach nur flache Bitmaps, die auf einen zufliegen) und stören eher, als dass sie die Atmosphäre beim Zocken unterstreichen. Aber kleine Schönheitsfehler mal ausgeschlossen, ist die Grafik mit Sicherheit als recht hübsch zu bezeichnen, auch wenn sie natürlich nicht an die visuelle Darstellung von anderen Titeln, wie etwa Rainbow Six 3 oder Halo heranreicht. Die Granaten und die entsprechenden Effekte hauen ebenfalls mächtig rein und bringen den Subwoofer, sofern vorhanden, mächtig zum Vibrieren. Der leichte Tinitus (pfeifendes Geräusch), der beim hineinschauen einer Blendgranate entsteht ist zwar ebenfalls schön umgesetzt, wirkt aber doch etwas zu künstlich. Musikuntermalung gibt es im Spiel zwar keine, ist aber auch nicht wirklich von Nöten, da man sich ohnehin schon konzentrieren muss und teilweise schon froh ist, wenn kein anderer der mitspielenden Teamkameraden irgendetwas in das Mikro des Headsets brabbelt. In dem Hauptmenu des Spiels wird zwar ein Musikstück abgespielt, dieses ist aber nicht der Rede wert und wurde wahrscheinlich nur dem Spiel hinzugefügt, um nicht mit dem Siegel, des „Ersten-Spiels-ohne-Musik“ verziert zu werden. Alles in allem ist der Sound also wirklich sehr gut umgesetzt worden und kann vor allen Dingen bei Benutzung einer 5.1 Anlage noch mehr überzeugen, als er es schon über die simplen Boxen des Fernsehers tut. Erfüllt man jedoch zumindest eine der oben genannten Kriterien, so darf man sich auf eine lange Zeit vor dem heimischen Fernsehbildschirm freuen und (bei Bedarf) jegliche sozialen Kontakten abbrechen. ;o) Es ist einfach ein süchtig machendes Spielprinzip, was mit den bekannten „Gesichtern“ aus der Freundeliste noch mehr Spaß macht, als mit anderen Personen. Wer also gerade 60 € bei sich rumliegen hat und nicht weiß, welches Online-Spiel er sich denn als Nächstes kaufen soll um lange Spaß zu haben, der greife bitte zu Counter-Strike (oder PGR 2).
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