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Mission: Impossible - Operation Surma

» Autor: Georg Gruber
» Datum: 17.04.2004
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Operation Surma ist ein solides Stealth-Action-Game, wobei die Betonung klar auf Action liegt. Kleinere Schwächen werden durch unterhaltsamen Einsatz der Mission: Impossible Filmlizenz mehr als aufgewogen.

Features
Stealth-Action Feeling dank Mission Impossible Filmlizenz
Fünf Missionen mit knapp 30 Aufgaben
Solide 3rd Person Grafik
Gelungene Soundkulisse und fetzige Remixes der M:I-Themes
Zwei Schwierigkeitsgrade für Einsteiger und Profis
Zehn bis zwölf Stunden (Easy) bzw. 15 Stunden (Impossible) Spielzeit

Gelungene Präsentation
M:I - Operation Surma beginnt mit dem klassischen Paramount-Filmstudio-Logo und vermittelt vom ersten Moment an hochwertigen Produktionswert - wie es sich für Mission: Impossible eben geziemt. Gleich nach dem Atari und Entwickler-Logo von Paradigm donnert das genial remixte M:I-Theme durch die Lautsprecher und sorgt für einen Adrenalinstoß. Das übersichtliche Hauptmenü präsentiert alle Informationen und Einstellungsmöglichkeiten zu Steuerung, Bild und Ton. Habt ihr euch erst einmal mit den Hintergrundfakten zu den Hauptcharakteren vertraut gemacht, kann es zur Sache gehen. Zu Beginn eines neuen Spiels entscheidet ihr euch zwischen den Schwierigkeitsgraden Easy oder Impossible. Während ersterer bereits einen schöne Herausforderung für Einsteiger und Casual Gamers darstellt, ist zweiterer für die Stealth-Profis unter euch vorgesehen. Auch wenn der Easy-Mode zu schnell vorbei war, reizt es ungemein, sich erneut dem verschärften Abenteuer zu stellen.
Danach wählt ihr noch das Speicherprofil, in dem eurer Fortschritt gespeichert werden kann, und schon seid ihr auf einer unmöglichen Mission. Euer Abenteuer beginnt gleich mit einem Intro, das dank edlem Cinemascope-Widescreen-Look in nichts der Klasse eines Kinofilms in nichts nachsteht. In diesem Vorspann werdet ihr durch das obligatorische Mission-Briefing der Impossible Mission Force (IMF) vertraut gemacht. Auch die Markenzeichen von Mission: Impossible, nämlich die obligatorischen Hinweise "Sollten Sie oder jemand Ihrer Spezialeinheit gefangen genommen oder getötet werden, so wird der Minister jede Kenntnis von dieser Aktion bestreiten" und "Diese Nachricht wird sich in fünf Sekunden selbst zerstören" dürfen hier nicht fehlen.

Eigenständige Story
In Operation Surma erlebt ihr, als Agent Ethan Hunt, eine völlig neue Mission, die extra für das Spiel entwickelt wurde und sich nur wenig der Filmvorlagen bedienen muss. Euer Auftrag lautet, die evil Surma Corporation daran hindern, durch Technologie-Raub, Biowaffenentwicklung und Erpressung, zuviel Einfluss auf die Weltpolitik zu erlangen. Als Schauplätze der Handlung dienen exotische Locations wie Osteuropa, der mittlere Osten oder auch das gute alte Rom.
Während das Spiel klar im Stealth-Genre verwurzelt ist, bietet es euch jedoch auch viele Möglichkeiten, das Spiel actionorientiert zu lösen. Das Gameplay bleibt jedoch immer streng linear und ihr könnt euch größtenteils nur für eine mehr oder weniger gewaltfreie Lösung einer Mission entscheiden. Je höher der Level, desto empfehlenswerter ist der Stealth-Ansatz. Rambo-artiges Vorgehen wird nur in den ersten beiden Levels geduldet, danach heißt es immer: die Situation analysieren, Spielzüge planen und im richtigen Zeitpunkt mit der minimal notwendigen Gewalt handeln.

IMF-Teamwork
Was Mission: Impossible immer schon von anderen TV-Serien abgehoben hat, ist das Teamwork. Während andere Agenten, wie auch 007, meist solo ihre Aufgabe lösen, ist die IMF schon seit jeher auf das perfekte Zusammenwirken aller Beteiligten angewiesen. In Operation Surma spielt ihr zwar immer als Ethan Hunt, jedoch steht euch, neben einem Arsenal an Ausrüstung, auch ein erfahrenes IMF-Team zur Seite. Eure Mitstreiter sind Billy Baird, George Spelvin und Jasmine Curry. Pilot Baird sorgt für den notwendigen Auftrieb und haut euch mit seinem Helicopter aus allzu brenzligen Situationen heraus.
Ein weiteres Markenzeichen, das im Spiel gut aufgegriffen wurde, ist der Einsatz von Verkleidungen. Meister der Maskerade ist George Spelvin, der seine Schauspielerkarriere zugunsten einer lukrativen Karriere bei der IMF aufgegeben hat. Als einziger Charakter bleibt Jasmine Curry ziemlich farblos. Ihre alleinige Aufgabe besteht darin, für die notwendige Ablenkung zu sorgen, damit Ethan ungesehen ans Werk gehen kann.

Crackin' Hackin' Fun
Ihr seid ständig in Funkkontakt mit Luther Stickell, der euch mehr als einmal mit seine virtuosen Hacker-Fähigkeiten nützlich sein kann. Sei es eine versperrte Tür oder auch ein besonders sicherer Großrechner - Luther wird's schon richten. Darüber hinaus ist er, dank Ving Rhames' bemerkenswertem Voice-Acting, auch der unterhaltsamste NPC im Spiel. Das M:I-Universum hat sich schon seit jeher um den Einsatz von Computern und anderem High-Tech-Equipment gedreht. So greift auch die Handlung des Spiels gekonnt diese für die Serie so typischen Elemente auf und spielt kreativ mit den unbegrenzten Möglichkeiten, die nur ein Videospiel bieten kann. Sehr positiv fällt die authentische Vorgehensweise von Operation Surma auf. Einige Aufgaben im Spiel beinhalten das gezielte Ausschalten von Personen, an deren Stelle ihr dann verkleidet euer Unwesen treiben könnt. Doch zuvor müsst ihr euch erst Bilder von der Zielperson beschaffen, damit Kollege Spelvin euch überhaupt erst eine Maske anfertigen kann. Ein weiteres Story- und Gameplay-Element stellen die zahlreichen Angriffe auf Computersysteme dar. Mehrmals im Verlauf der Geschichte müsst ihr euch als Hacker beweisen und Daten erfolgreich entwenden.

Ein Agent ist nur so gut wie seine Gadgets
Ethan Hunt, der bemerkenswerterweise Tom Cruise aus den Filmen so gar nicht ähnlich sieht, ist ein Mann mit Stil und Raffinesse. Dazu gehört natürlich auch eine zünftige Sammlung von Hilfsmitteln, den sogenannten Gadgets, die das Agentenleben leichter und mit Sicherheit lustiger machen. Allen voran steht die Electronic Warfare Gun (EWG), eine Art Elektroschock-Pistole, mit der Ethan technische Geräte wie z.B. Überwachungskameras unschädlich machen kann oder Gegner "markiert", damit sie auf dem Spielradar erscheinen. Dieses ist am unteren linken Bildrand platziert und sorgt dank Zoom-Funktion für die notwendige Orientierung. Dazu kommt noch ein Receiver, mit dem ihr Computer- und Sicherheitssysteme hacken könnt. Ein "Sonic Imager" sorgt auch bei geschlossenen Türen für besten Durchblick (ziemlich cooler Grafikeffekt). Weiters wären da noch ein Fernrohr mit eingebautem Digitalphotoapparat, ein Nachtsichgerät und noch ein paar andere nette Spielzeuge, die alle im Tutorial vorbildlich erklärt werden. Solltet ihr mal zusätzliche Infos zur Ausrüstung benötigen, können diese komfortabel im Spielmenü abgerufen werden.
Bei den Waffen gibt es ebenfalls eine feine Auswahl: Pistole, Sniper-Gun, vollautomatische Maschinenpistole oder auch die gute Tranquilizer-Gun, die zur lautlosen Betäubung von Gegnern dient. Selbst ohne Waffen macht Ethan eine gute Figur: durch Schlag- und Kickkombinationen verfügt er auch im Nahkampf über durchschlagende Argumente. Dies ist besonders praktisch, wenn ihr einem Gegner hinter einer Mauerecke auflauert und dieser euch zu früh bemerkt. Das leise Heranschleichen an Feinde wird noch durch ein weiteres Element unterstützt. An gewissen Stellen in den Levels ist es dunkel genug, dass ihr für andere "unsichtbar" seid. Eine kleine Anzeige am oberen Bildschirmrand informiert euch darüber, ob ihr diesen Vorteil gerade für euch nützen könnt oder nicht. Natürlich eignen sich die schattigen Plätze auch hervorragend, um einen ausgeschalteten Gegner zu verstauen. Schließlich ist ein Agent ein höflicher Mensch und hinterläßt bei der Arbeit keine Spuren, die ihn später verraten könnten. Falls ihr unvorsichtig gewesen seid und eine Wache über einen noch nicht versteckten, unschädlich gemachten Kollegen stolpert oder euch gar sieht, wird nämlich ein ohrenbetäubender Alarm ausgelöst. Dasselbe Schicksal erleidet ihr auch, wenn ihr in eine Laserfalle tappt oder in eine Überwachungskamera lächelt. Das Nachtsichtgerät hilft euch beim Umgehen von Laserfallen und die EWG hat eine "elektrisierende" Wirkung auf Überwachungskameras, doch ist ein Alarm einmal ausgelöst, heisst es schnell handeln. Euch verbleiben wenige Sekunden, um den Alarm wieder zu deaktivieren. Zum Glück sind die Alarm-Schalter meistens sehr fair verteilt, denn schafft ihr es nicht rechtzeitig dort hin, wird die Mission von Luther augenblicklich terminiert.

Mission: Impossible Moments
Operation Surma geizt nicht mit filmreifen Cutscenes, die meist durch Ingame-Grafik dargestellt werden. Bei besonderen Anlässen kommt auch eine gerenderte Zwischensequenz zum Einsatz. Als hervorragenden und originellen Beitrag zum Stealth-Genre bietet das Spiel die aus dem ersten M:I-Film bekannte Abseilszene. Mittels eines Mikrofaser-Seils, das Ethan durch eine kleine Seilwinde abfeuert, könnt ihr euch an Rohren oder an der Decke einhaken. Mittels L- und R-Trigger steuert ihr ob sich Ethan hochzieht oder abseilt. Diese Szenen habe ich einfach mal M:I-Moments genannt, da sie so typisch für den ersten Film sind und auch in Operation Surma sehr stimmig eingesetzt werden. So müsst ihr einmal durch gezieltes Schwingen Abgründe überwinden oder euch an Rohren und Abgründen entlang zu unerreichbar erscheinenden Orten vorkämpfen. Es kann aber auch vorkommen, dass ihr euch in einem Großrechner abseilen müsst, um an die notwendigen Datenspeicher zu gelangen. Schweißtreibend wird das Ganze, wenn dann auch noch Selbstschussanlagen (Turrets) und Laserbarrieren hinzukommen, während euer Leben im sprichwörtlichen Sinne am seidenen Faden hängt.

Abwechslungsreiche Mini Missionen
Ebenbürtige Highlights sind auch noch die WASP- und Sniper-Missionen. WASPs sind kleine fliegende Roboter, die ihr von einem sicheren Versteck aus fernsteuern könnt. Mittels einer Kamera sendet die WASP Bilder zu euch, wodurch ihr komfortabel navigieren könnt. Diese fliegenden Gadgets haben außerdem noch einen kleinen fiesen (lustigen) Zapper eingebaut, der Gegner mit einmaligem Stromstoß ins Land der Träume schicken kann. Allerdings ist die Steuerung anspruchsvoll und es braucht schon eine gewisse Zeit, bis ihr die WASPs zielsicher einsetzen könnt. Die Lernkurve ist jedoch stets fair und außerdem könnt ihr die Mission bei Bedarf neu starten.
Bemerkenswert sind auch die eher actionlastigen Sniper-Missionen, die spannend in Szene gesetzt sind und euch einiges an Können und Nerven abverlangen. Zwar sind Sniper-Missionen nichts grundlegend Neues, allerdings verleihen sie Operation Surma eine willkommene Abwechslung im Stile von Arcade-Automaten aus der Spielhalle.
Als Overkill gilt es, in einer der letzteren Missionen auch noch ein Flugzeug zu infiltrieren. Wäre ja keine Herausforderung, wenn es sich nicht in 10.000 Meter Höhe befinden und mit 900 km/h fortbewegen würde. Flugs packt Ethan seinen Fallschirm aus, setzt die Sauerstoffmaske auf und stürzt sich per elegantem Hechtsprung aus der Militärmaschine. Diese Sky Dive-Mission stellt eine Herausforderung an eure Nerven dar: einerseits müsst ihr euch kurz vor Ende des Spiels nochmals mit einer komplett neuen Steuerung vertraut machen, andererseits sind gute Reflexe gefragt. Während ihr diesen Level sicherlich mehrmals starten müsst, bevor ihr Erfolg habt, bietet er ein unglaublich intensives Spielerlebnis und trägt viel zur Spannungsdichte von M:I - Operation Surma bei.

Auch die Dialoge unterstützen die exzellenten Atmosphäre der Handlung enorm. Hier ein kleiner Ausschnitt aus einem Dialog kurz vor Ende der letzten Mission (sinngemäß übersetzt).
Luther: Ethan, was ist los?!
Ethan: Sofia wurde aus dem Flugzeug gerissen. Ich habe die direkte Verfolgung aufgenommen.
Luther: Du befindest Dich in freiem Fall?!
Ethan: Positiv.
Luther: Ethan, sag' mir, dass da auch ein Fallschirm mit von der Partie ist.
Ethan: Immer diese Kleinigkeiten.
Luther: Muss ich Dich daran erinnern, wie wenig Zeit bleibt, bist Du am Boden aufschlägst und Du damit unsere Freundschaft permanent beschädigst?
Ethan: Entspann Dich Luther, es gibt hier draußen viele Fallschirme, wir müssen uns nur einen besorgen.
Game: NEUE MISSION: FALLSCHIRM BESORGEN
(...Ethan verfolgt im freien Fall einen Gegner und entwendet ihm nach einem hektischen Handgemenge schließlich das lebenrettende Utensil...)
Ethan: Du hast doch sicher nichts dagegen, dass ich mir das ausborge?
Gegner: *AAAARGH*

Intuitive Steuerung
Operation Surma begeistert durch eine sehr gelungene Steuerung. Vor allem die Einbindung des Steuerkreuzes zur Wahl der Items und zum Anwenden der Erste-Hilfe-Packs ist vorbildlich gelöst. Rechts unten im Blickfeld seht ihr das Gadget bzw. die Waffe, die ihr gewählt habt. Durch kurzes Antippen von Links/Rechts auf dem Steuerkreuz könnt ihr schnell das gewünschte Equipment anwählen. Etwas gewöhnungsbedürftiger ist da schon der Einsatz des Z-Buttons als "Modifier": damit können andere Buttons doppelt belegt werden und bieten somit eine weitere Funktionalität. Allerdings ist der Z-Button eher unglücklich am GameCube-Controller platziert und es dauert ein wenig bis euch die Bewegungen fließend von der Hand gehen. Als rundum gelungen darf die kontextsensitive Steuerung der Werkzeuge bezeichnet werden: mittels Y-Button können Aktionen immer mit dem richtigen Tool automatisch ausgeführt werden: so kann z.B. eine Tür mittels Receiver geknackt werden, während ein anderes Mal ein Schneide-Laser bei einem Kabel zum Erfolg führt.


Grafik
Operation Surma kann grafisch durchaus beeindrucken und hat insgesamt eine solide, aber nicht überragende Grafik. Die Engine läuft ohne nennenswerte Framerate-Einbrüche sehr stabil. Allerdings trüben einige unverständliche Ruckeleien das Spielgeschehen: gerade wenn geschlichen wird, stimmt irgendetwas mit der Animation des Protagonisten nicht und führt zu sehr ruckartigen Bewegungen. Dies bezieht sich aber nur auf die Spielfigur, die Umgebung ist davon nicht betroffen. Auch einige unschöne Clipping-Fehler sind leider zu verzeichnen. Das Level-Design ist meistens sehr linear ausgefallen. Einige Leckerbissen, wie etwa in Mission 4 der Kommunikationsturm, können aber durchaus Prince of Persia: The Sands of Time in Punkto Einfallsreichtum und Genialität das Wasser reichen. Erwähnenswert sind auch die guten Charaktermodelle, die sehr viel zur Atmosphäre des Spiels beitragen. Es sieht einfach toll aus, wenn ein Gegner nicht einfach "umfällt" und alle Viere von sich streckt, sondern über Gegenstände stürzt oder von einer Wand abprallt.

Sound
Yes! Der Original-Ohrwurm wurde von Danny Elfman komponiert und von Larry Mullen und Adam Clayton (von U2) als Remix das Markenzeichen der neuen Mission: Impossible Filme. Operation Surma greift diese Themes gekonnt auf und verwendet sie an diversen Stellen im Spiel, um gewaltige Stimmung zu erzeugen. Irgendwie möchte man immer mitsummen. Allerdings wird ansonsten nur wenig Abwechslung geboten und die Themes können gerade bei längeren Einsätzen schon mal langweilig werden. Während das Voice-Acting der Charaktere auf gutem Niveau ist, kann Ving Rhames' mit seinem Sprachtalent voll überzeugen. Als einziger Sprecher aus dem Original-Filmcast verleiht er der Figur von Luther Stickell unglaublichen Tiefgang. Darüber hinaus muss auch den Soundtechnikern zur gelungenen Geräuschkulisse gratuliert werden. Gute Soundeffekte gibt es viele und auch der Raumklang konnte gut eingefangen werden. Beim Erkunden der Levels könnt ihr genau wahrnehmen, aus welcher Richtung Gespräche oder Geräusche kommen.

Spielspaß Solo
Operation Surma ist ein interessantes Spiel. Während zwar viel von anderen Stealth-Action-Spielen abgeschaut wurde, bringt es der Entwickler Paradigm zusammen, ein originelles Spiel abzuliefern, das wirklich den Charme der Kinofilme versprüht. Elemente wie abwechslungsreiche Handlung und linearer Spielablauf, die normalerweise wie Feuer und Eis sind, werden mutig miteinander kombiniert. Die Rechnung geht auf! Nach dem eher biederen ersten Drittel dreht das Spiel mit Story, Action, Witz und Spannung voll auf. Einige kleinere Grafik-Ärgernisse ändern nichts an der soliden Umsetzung. Besonders lobenswert muss auch das Speichersystem und die faire Verteilung der Checkpoints im Spiel erwähnt werden. Frust mit Trial & Error kommt zum Glück nur selten auf. Auch der gelungene Handlungsbogen und die kontextsensitive und intuitive Steuerung würde man gerne in mehr Spielen sehen.
Hier kommt er doch noch: der unvermeidliche Vergleich mit dem Stealth-Meister Tom Clancy's Splinter Cell: Pandora Tomorrow. Operation Surma mag sich ungeniert einiger Aspekte des großen Vorbilds bedienen, bietet aber genug eigene Ideen, um nicht als Nachahmer dazustehen. Vor allem der eingeschlagene Weg, mehr das unterhaltsame Action- und weniger das anspruchsvolle Stealth-Gameplay zu betonen, ist voll gelungen. Genre-Einsteiger, die mit überzogen schweren Stealth-Spielen weniger anfangen können, werden sich schnell angesprochen fühlen.

Spielspaß Multi
Im Spiel ist kein Multiplayer-Modus enthalten.
Pro
Ausgezeichnete Mission: Impossible Atmosphäre
Gelungene authentische Story
Actionlastiges Stealth-Gameplay dank intuitiver Steuerung
Gelungener Soundtrack
Gutes Speichersystem und faire Checkpoint-Verteilung
Contra
Sehr lineares Gameplay
Das "habe ich schon wo anders besser gesehen"-Syndrom
Fazit
Mission: Impossible - Operation Surma erfindet das Stealth-Genre sicherlich nicht neu. Gekonnt wurden die Stärken der Konkurrenz aufgegriffen und ins Spiel integriert. Das Gameplay kommt aber nicht ganz an die Qualität der Top-Games des Genres heran. Die gelungene Einbettung in das Universum von Mission: Impossible sorgt für kurzweilige Unterhaltung und tröstet darüber hinweg, dass der dritte M:I-Streifen erst 2006 ins Kino kommt. Vor allem die sehr authentisch wirkende Story mit einigen sehr coolen Plotwendungen ist beeindruckend. Originelle Abseil-, WASP- und Sniper-Missionen sowie der wirklich sehenswerte Sky Dive-Level verleihen dem Spiel eine echte Daseinsberechtigung. Operation Surma ist für Fans von Mission: Impossible (und dem Agenten-Genre) auf jeden Fall eine Überlegung wert und bietet auch für Stealth-Fans (Stichwort: Schwierigkeitsgrad Impossible) genug, um abwechslungsreiche Stunden mit Ethan, Luther & Co. zu verbringen.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
Publisher
Atari
Entwickler
Paradigm
Website
www.atari.de/pr...
Release
02. April 2004
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