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Wenn sich Videospieler an den vor über ein Jahr stattgefundenen X02-Event von Microsoft zurückerinnern, dann fällt es sicherlich nicht schwer das damalige Highlight herauszupicken. Genau am 24. September 2002 verkündete der Xbox-Hersteller nämlich die komplette Übernahme von Rareware und damit verbunden das Ende exklusiver Titel der populären Spieleschmiede für Konkurrent Nintendo. Damals machte sich das englische Entwicklerstudio durch Größen wie der Donkey Kong-Serie, Golden Eye 007, Perfekt Dark oder Banjo-Kazooie einen klangvollen Namen in der Videospielebranche. Die Enttäuschung vieler Nintendo-Anhänger war nach der Veröffentlichung des kompletten Aufkaufs sehr groß und somit blieb Star Fox Adventures eines der letzten GameCube-exklusiven Rare-Spiele. Seitdem das Studio nun Xbox-only unter dem Label Microsoft entwickelt, wurde die Arbeit an einigen neuen Titeln in der Vergangenheit aufgenommen. Als erster Xbox-Titel wurde nach längere Entwicklungszeit vor kurzem das stimmungsvolle Action-Adventure Grabbed by the Ghoulies hierzulande auf den Markt gebracht. Ob das Unternehmen seiner unglaublich erfolgreichen Linie auch auf der bisher fremden Xbox treu bleiben kann, erfahrt ihr im nachfolgenden Master-Review. Die lange Reise führt durch das gesamte Schloss, über Keller und Werkstatt, bis hin zur Speisekammer oder dem Musikzimmer. Jedoch geht es auch außerhalb des Traktes ordentlich zur Sache. So muss sich der Junge seinen Weg empor zum toll inszenierten Leuchtturm, durch das pflanzenreiche Gewächshaus oder sogar durch den schmutzigen Hühnerstall des Anwesens bahnen. Zwar haben die Entwickler eine Szenariokarte integriert, jedoch erweist sich diese als weniger hilfreich. Durch die interaktive Gestaltung der Umgebung lässt sich alles was nicht niet und nagelfest ist zerstören. So zerschmettert der schlagwütige Cooper z. B. Kisten, Vasen, Tellerberge und Geländer. Jedoch macht er auch vor größeren Objekten nicht halt, denn neben massiven Schränken, langen Zäunen und großen Betten, sind auch gefährliche Fensterscheiben eine perfekte Art, sich seinen angestauten Aggressionen zu entledigen. Doch nicht nur in der Interaktion, sondern auch in der Gegnervielfalt, die 25 verschiedene Zeitgenossen beinhaltet, haben sich die Entwickler einiges einfallen lassen. Im Spielverlauf stellen sich dem Jungen gemeine Bösewichte wie Skelette, Spinnen, Mumien, Vampire oder Piraten in den Weg. Jedoch hält der Baron anscheinend viel von Magie und Zaubersprüchen, denn neben den oben eher gängigen Arten, tauchen bspw. verwunschene Stühle, verzauberte Bilderrahmen, verfluchte Mäntel oder herumstolzierende Fernsehgeräte vor der Nase des Hauptcharakters auf. Des weiteren vertritt jede Gegnerart auch eine eigene Angriffsphilosophie. So agieren und reagieren die jeweiligen Unholde gänzlich nach ihrem eigenen Schema und verlangen dem Spieler oftmals viel Denk- und Kombinationsvermögen ab. An dieser Stelle muss betont werden, dass die Entwickler viel Liebe zum Detail bewiesen und sämtlicher Kreativität freien Lauf gelassen haben. Damit sich der Spieler auch am Gesundheitszustand des Gegners orientieren kann, schwebt über jedem Monster eine kleine Powerleiste, die den Zustand des Gegners wiedergibt. Doch nicht alle feindlichen Bewohner lassen sich erfolgreich auslöschen. Der Spieler trifft nämlich des öfteren auf kurz eingeblendete bzw. transparente Geister, die obendrein noch unverwundbar sind und den jungen Cooper in einer sich auftürmenden roten Kugelfläche erschrecken. Kann sich der Junge nicht umgehend aus diesem Gebiet entfernen, werden ihm durch einen solchen Treffer nicht nur viele lebenserhaltene Energiepunkte abgezogen, sondern für einen kurzen Moment ist er so stark erschrocken, dass in dieser Zeitspanne kein Angriff mehr ausgelöst werden kann. Befindet sich eine hohe Anzahl an herkömmlichen Gegnern im Raum, kann es gelegentlich auch vorkommen, dass sich die üblen Kreaturen sogar gegenseitig angreifen. Dem Spieler kann dies im Prinzip nur Recht sein, dadurch kann er sich evtl. Gedanken über auffindbare Waffen machen. Denn das Waffenarsenal beinhaltet eine überaus vielfältige und große Anzahl an verwendbaren Objekten. Zwar kann sich der junge Hauptcharakter mit bloßen Händen und Füssen wehren, jedoch erweist sich die Objektbeihilfe als überaus effizient. Maximal drei erfolgreiche Treffer ermöglichen dabei Stühle, Bratpfannen, Bücher, Teller oder Mistgabeln. Darüber hinaus stehen unter anderem vielerlei Wurfgeschosse, allerdings auch riesige Tische und sogar Container zur Benutzung gegen die bösen Gestalten bereit. Im weiteren Verlauf des Abenteuers finden sich ebenfalls auch gewisse Extras, die bspw. zur Auffrischung der eigenen Lebensenergie dienen - einen Turbo zur schnelleren Durchquerung der Umgebung ermöglichen - für einen kurzen Zeitraum Unverwundbarkeit auslösen - die Monster im Raum kurzzeitig erstarren lassen - für Unsichtbarkeit sorgen oder gar Schwindelgefühle beim Sensenmann höchstpersönlich auslösen. Jedoch ist nicht alles was nach einem Extra aussieht auch gebräuchlich. Sieht sich der Abenteurer den eingesammelten Bonus nämlich vorher nicht genau an, kann es durchaus vorkommen, dass er für einen gewissen Zeitraum seinen Charakter mittels umgekehrter Tastenbedienung steuern muss. Dies erweist sich besonders bei hohem Gegneraufkommen als schwieriges Unterfangen. Zusätzlich könnte sich auch eine Zeitlupenfunktion mit unter die Extras gemogelt haben. Diese gilt jedoch nur für Cooper selbst, alle angreifenden Gestalten agieren dabei in der normalen Zeitspanne. Das Sahnehäubchen stellen die sogenannten Quick Time Event’s, kurz QTE’s, dar. Wie bereits aus dem Genre-Mix Shenmue bekannt, tauchen diese sehr überraschend im Spielverlauf auf. So stellen sich bildschirmfüllende Schreckgespenster dem Charakter in den Weg – eine vorgegebene Tastenkombination muss dabei innerhalb kürzester Zeit nachgetippt werden. Konnte eine solche Szene daraufhin nicht erfolgreich absolviert werden, wird ein großer Teil der Lebensenergie geraubt. Nur wenn dieses Vorkommnis erfolgreich überwunden wurde, ist das Eintreten in den nächsten Raum möglich. Unabhängig vom normalen Spiel hält der Titel kleine zusätzliche Aufgaben, genannt Bonusmutproben, in einem Untermenü bereit. Sammelt der Spieler im Verlauf insgesamt fünf sogenannte Bonusbücher, wird eine solche zusätzliche Aufgabe im Menü freigeschalten. Durch vordefinierte Kriterien kann sich der Abenteurer hier die gängigen Medaillenarten „Bronze“, „Silber“ und „Gold“ verdienen. Eine solche Aufgabe könnte bspw. sein, dass eine Schlägerei auf einer Tanzfläche angezettelt werden muss, ohne selbst großartig in die Mangel genommen zu werden und bis zum Ende durchzuhalten. Insgesamt stehen 20 Abschnitte dieser Art zur Verfügung.
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