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Guitar Hero: Van Halen

» Autor: Georg Gruber
» Datum: 27.02.2010
» Gesamtwertung:
/5
2/5: Für Fans des Genres
bietet nichts Besonderes.
Wie wir bewerten
Van Halen hätte sich mehr als diese Minimalleistung verdient.

Don't fix it, if it ain't broken
In den letzten Monaten rauscht es schon ganz bedrohlich im Musikspieldschungel. Selbst hochwertige Vertreter des Genre haben sich nicht so gut verkauft, wie in den vorangegangenen Jahren. Der letzte Schrei ist die Spezialisierung
» Ende der 1970er hieß es: Hauptsache Haare!
auf eine bestimmte Band, wobei immer mehr Songs und Extras mit auf die Disc gepackt wurden. Vor kurzem erschien das im Vergleich eher bescheiden ausfallende Guitar Hero: Van Halen. Das Rhythmusspiel folgt dabei der typischen Formel: Es gibt die Möglichkeit Songs zu trainieren, gemeinsam abzurocken oder auch alleine eine Karriere zu bestreiten. Unter die altbekannten Charakteren mischen sich neuerdings auch einige den Van Halen-Clan nachempfundene Spielfiguren, für die auch eigene Outfits freispielbar sind.

Im Laufe der Karriere dürfen auf immer schöneren Bühnen - z.B. in New York City oder Berlin - Auftritte zelebiert werden. Jeder erfolgreich absolvierte Gig schaltet Achievements frei und spült auch etwas Kohle in die Bandkasse. Das Geld darf man im Rockshop sogleich für schönere Outfits oder coolere Intstrumente ausgeben. Ansonsten spielt sich die Karriere wie bei jedem anderen Spiel der Reihe auch. Es gibt kaum Abwechslung, selbst die ansonsten öfters vorkommenden Zugaben sind echte Mangelware. Für jeden Song können maximal fünf Sterne gehamstert werden. Dank wählbarem Schwierigkeitsgrand kommen auch Anfänger schnell zum Erfolgerlebnis und weiteren Gigs.

08/15-Präsentation mit wenigen Highlights
Technisch ist Van Halen zu den Vorgängern fast ein Rückschritt. Die Grafik und selbst die Bewegungsabläufe kennt man alle schon aus den Vorgängern. Im Prinzip hat Hersteller Neversoft nur alten Wein in neue Schläuche gepresst.
» Wer kennt es nicht? Jump ist eine Hymne.
Wer die Guitar Hero-Reihe kennt, fühlst sich zwar rasch zuhause, allerdings kommt die Innovation deutlich zu kurz. Bis auf ein paar neue Schauplätze bietet dieser Activision-Titel kaum mehr, als ein paar schnell zusammen geschusterte Songpacks von Van Halen. Aufgrund des willkürlichen Soundtracks - wesentliche Hits von ehemaligen Bandmitgliedern fehlen - bleibt Guitar Hero: Van Halen selbst für Fans der Band unbefriedigend.

Ja, natürlich ist die Hymne "Jump" mit von der Partie, aber darüber hinaus fragen sich nicht nur jüngere Semester, was die Daseinsberechtigung für dieses Spiel mit vielen rund 30 Jahre alten Songs darstellt. Die Songauswahl der Guest Acts ist interessant und gefällig, bleibt jedoch bis auf den einen oder anderen Ohrwurm ebenso hinter den Erwartungen zurück. Der ansonsten soliden Präsentation fehlt der frischer Wind, um wirklich zu überzeugen. Es riecht alles nach Mindest- und Mittelmaß. Echten Grund zur Begeisterung sucht man vergebens. Auch die Abwechslung kommt viel zu kurz: Man spielt einfach die Lieder ohne große Lust runter, aufregende Dinge wie Zugaben oder wenigstens Goodies und Extras sind leider Mangelware.
Pro
Solide Präsentation ohne Schnörkel
Interessante Songauswahl ...
Contra
... wird dem Schaffenswerk der Band jedoch nicht gerecht
Keinerlei neue Features
Keine nennenswerten Extras
Preis- / Leistungsverhältnis?!
Fazit
Wäre Guitar Hero: Van Halen das erste Band-spezifische Musikspiel, so hätte sich Activision mit einem "Naja, war halt ein Experiment"-Spruch vielleicht noch aus der Misere ziehen können. Allerdings gibt es mit Rock Band: The Beatles von der Konkurrenz und auch mit der hauseigenen Auflage von Guitar Hero: Metallica bereits Vertreter im Genre, die klar zeigen wie man es sehr viel besser macht. Die knapp 50 Songs bestehen zur Hälfte aus einer recht eigenwilligen Auswahl von Van Halen-Songs und Guest Acts, die durchaus zu gefallen wissen. Jedoch bliebt Hersteller Neversoftein der Band angemessenes Repertoire schuldig. Einerseits fehlen essentielle Songs von diversen ehemaligen Bandmitgliedern und andererseits gibt es gar keinen neuen Features. Zur Ehrenrettung muss ich aber feststellen, dass zum Glück auch nie das spielerisch enttäuschende Niveau von Guitar Hero: AC/DC, welches kaum mehr als ein Songpack darstellte, erreicht wird. Leider stimmt bei Guitar Hero: Van Halen das Preis- / Leistungsverhältnis in keinster Weise: Zum Vollpreis kommt mir dieser müde Aufguss sicher nicht ins Haus!
Infos
Erhältlich für
Genre
Unterhaltung
   Musikspiel
Publisher
Activision
Entwickler
Underground Dev...
Website
-
Release
19. Februar 2010
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