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Vor 10 Jahren wurden ihre Eltern im kleinen Städtchen Ashcroft getötet - Von ihrem eigenen Teddybär, der sich durch Dämonen in ein riesiges Monstrum verwandelte. Sie selbst wurde von den Huntern, einer Gruppe übersinnlich begabter Untotenjäger, gerettet. Jetzt ist Kaylie Winter nach hartem Training selbst dieser Gruppe beigetreten, um dem unheiligen Gesindel entgegen zu treten. Und dazu wird sie bald Gelegenheit bekommen. Denn wieder steht das, mittlerweile durch eine große Firma industrialisierte, Ashcroft kurz vor einer Invasion der Untoten.
Ein Hack'n'Slay ohne Itemsammeln? Kann das denn überhaupt Spaß machen? Ist wildes Leichenfleddern nicht das Herzstück und Motivationsschub für jedes Spiel dieses Genres? Zugegeben, ein entsprechendes System hätte aus Hunter: The Reckoning - Redeemer und auch dem Vorgänger viel mehr machen können - warum das Spiel aber dennoch viel Spaß macht...lestselbst:
Zur Auswahl stehen fünf verschiedene Charaktere mit ihren individuellen Stärken und Schwächen. Der Biker "Avenger" ist der Mann fürs Grobe. Mit seiner Streitaxt spaltet er zuverlässig jeden noch so harten Zombiekopf und dank seiner hohen Widerstandkraft hält er auch größeren Wellen untoter Taugenichtse stand. Sollte er mal nicht an vorderster Front kämpfen packt er seine Schrotflinte aus. Die kesse "Martyr" hingegen verlässt sich eher auf ihre Geschicklichkeit und weicht gegnerischen Attacken blitzschnell aus, während sie die Gegner aus der Entfernung mit zwei Pistolen beharkt. Kommen ihr die Fieslinge doch einmal zu nahe, zückt sie zwei Dolche um den Widersachern mit jenen den Garaus zu machen. Der gealterte Priester "Judge" weiß vor allem durch starke Offensiv- und Defensivmagie zu überzeugen und heilt angeschlagene Teamkameraden. Für den Fernkampf führt er stets eine Armbrust mit sich, während er im Nahkampf mit einem kreuzförmigen Schwert die Gegner aufschlitzt. Die hilfsbereite "Defender" bildet eine gute Balance zwischen allen oben genannten Charakteren und tritt mit einer Kombination aus Schwert und Revolver gegen die dunklen Kräfte an. Neu im Kader ist die süße Kaylie Winter mit dem Spitznamen "Redeemer". Mit ihrem riesigen Breitschwert dezimiert sie zuverlässig Gegnerhorden, während sie auf die Entfernung eine Pistole für sich sprechen lässt. Zudem verfügt jeder Hunter über vier verschiedene Zaubersprüche, die von verheerenden Angriffszaubern, über Heilzauber bis hin zu schützenden Defensivzaubern reichen. Des weiteren gibt es zwei versteckte Charaktere, die erst freigespielt werden müssen. Darüber hinaus lassen sich sogar die einzelnen Widersacher der Hunter freispielen und übernehmen. Wer also schon immer mal als Zombie selbst auf Zombiejagd gehen wollte, kann dies nun tun. Allerdings sollte diese Option eher als lustige Dreingabe gesehen werden, da manche Levels mit diesen "Bonuscharakteren" nicht durchspielbar sind. Doch vor allem im Mehrspielermodus sorgen die verwesten Kameraden für allerlei Lacher.
Die Steuerung ist unverändert geblieben und auch grafisch stellt sich ein Deja-vu-Erlebnis ein. Mit dem linken Analogstick lässt sich der eigene Charakter bewegen, während der rechte zum Zielen dient. So ist es möglich, gleichzeitig an den oberen Bildschirmrand zu laufen, während man nach unten schießt. Auch schnelle Ausweichmanöver wie Hechtrollen lassen sich mittels geschickter Tastenkombinationen erlernen. Mittels der rechten Controllertaste führt euer virtuelles Alter Ego einen Angriff mit der gewählten Waffe aus, während ihn ein Druck auf den linken Button springen lässt. Die restlichen Buttons dienen zur Auswahl der Waffen und Zaubersprüche. Die Steuerung ist leicht zu erlernen und so sind auch schon nach wenigen Minuten die ersten Zombies in ihre Bestandteile zerlegt worden. Dass bei solchen Effekten nicht an virtuellem Blut gespart wurde, fällt direkt ins Auge, weshalb das Spiel für Kinder nicht unbedingt geeignet ist. Insgesamt sind die Levels sehr linear ausgefallen, so dass sich der Spieler ganz aufs Abschlachten der untoten Massen konzentrieren kann. Viele der Gegner sind bereits aus dem Vorgänger bekannt. So sorgen Totenschädel mit Spinnenbeinen durch ihre verheerenden Kamikazeattacken immer noch für Angst und Schrecken unter den Spieler, während die harmlosen Zombies eher durch herumfliegende Körperteile nach wuchtigen Treffern auffallen, statt durch ihre Fähigkeiten im Nahkampf. Aber auch viele neue Kreationen aus der Unterwelt werden den Spieler auf Trab halten. Besonders gelungen sind einige Endgegner. So verwandelt sich ein harmlos aussehender Nikolaus in ein groteskes Monster: Statt einem Bart hat dieses mehrere Mäuler und den Geschenkesack, aus dem offensichtlich Kinderbeine und -arme herausragen, schwingt er als riesige Keule. Unterbrochen wird der schnelle Spielfluß ab und zu durch undurchsichtiges Leveldesign. Manchmal ist es nicht ganz klar, wohin man denn nun gehen muss, oder worin denn nun die eigentliche Aufgabe besteht. Das liegt meistens auch an den schlechten Missionsbeschreibungen, die oft nicht ganz eindeutig sind. Glücklicherweise halten sich solche Patzer in Grenzen. Überall herumliegende Sekundärwaffen können nach wie vor vom Protagonisten aufgehoben werden. Hier gilt ebenfalls das aus dem Vorgänger bekannte Arsenal - Schrotflinten, Schnellfeuergewehre, Flammenwerfer, Kettensäge und Raketenwerfer - plus einige neue Waffen, wie zum Beispiel die äußerst effektive Minigun. Diese lichtet Gegnerreihen schneller als ein kanadischer Holzfällertrupp die nordamerikanischen Forstbestände. Ebenfalls wieder mit von der Partie: die Glyphen. Dies sind in den Boden gebrannte heilige Zeichen, an denen sich jeder Hunter seinen Lebens- oder Überzeugungsvorrat (Mana) wieder aufladen, oder vorübergehend spezielle Fähigkeiten wie erhöhte Schnelligkeit, Extrarüstung oder unendlich Munition für die Sekundärwaffe ergattern kann.
Ebenfalls überarbeitet wurde der Schwierigkeitsgrad. Während dieser im ersten Teil des öfteren jenseits der Schmerzgrenze verlief und die Spieler mit überstarken Endgegnern und unfairen Stellen in den Wahnsinn trieb, geht es im Sequel eher seicht zu. Man hat fast das Gefühl, dass etwas zu viel Schärfe aus dem Spiel genommen wurde, da sich die "Continues" auf dem Spielerkonto nur so ansammeln und kaum Gebrauch finden. Hier hätte etwas mehr Feintuning gut getan. Außerdem unterstützt das Spiel In-Game-Dolby Digital. Allerdings wird hier mit Effekten gegeizt. Allerdings ist auch die Fortsetzung wieder nicht per XBox LIVE! spielbar, was gerade bei solch einem Spiel wünschenswert gewesen wäre.
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