Diese Mischung aus Pac-Man und Snake ist Pflichtprogramm für alle Highscore-Jäger!
Eigenwilliges KonzeptDass man mit Google Earth eine Menge Spaß haben kann ist weitläufig bekannt. Eben mal schauen wo man wohnt, die Umgebung seines geplanten Urlaubsortes checken oder einfach ein wenig auf der Welt herumscrollen und sich interessante Plätze näher bringen. Einen Schritt weiter gingen nun allerdings einfallsreiche Entwicklerköpfe bei Sony. Mit
The Last Guy kreierten sie das erste Spiel, welches auf Kartenmaterial des frei zugänglichen digitalen Globus zurückgreift und obendrein mit einer
Zombie-Thematik aufwartet. Letztere haben nämlich – neben allerlei anderem fiesen Getier – die Welt überrannt und es liegt wieder einmal am Spieler, die Überlebenden zu retten.
Als titelgebender „Last Guy“ rennt man aus der Vogelperspektive durch die Städte und befreit Personen aus Gebäuden. Anschließend gilt es, diese zu einer Fluchtzone zu bringen. Um die
insgesamt 14 Levels zu bestehen, müssen in vorgegebenen Zeiträumen bestimmt viele Überlebende evakuiert werden. Der Clou an der Sache ist folgender: Je mehr Personen der Spieler rettet, desto länger wird die sich hinter ihm bildenden Menschenschlange und desto schwieriger gestaltet sich das Navigieren durch die Städte. Diese werden nämlich von zehn Monstertypen heimgesucht, welche hungrig auf Menschenfleisch sind.
Pac-Man trifft auf SnakeWährend eine Berührung zwischen Monstern und Spielerfigur zum sofortigen Game Over führt, bedeuten an Zombies verlorene Menschen aus der Schlange nicht das sofortige Spielende. Zwar sind diese für das Rettungsziel
» Rette die Menschheit mit Google Earth! |
von X Personen verloren, allerdings gibt es in jeder Stadt mehr als genug Zivilisten. Erleichtert wird das Spielgeschehen durch die Ausdauer des Last Guy, welche sich durch besonders große Menschenschlangen hinter ihm nachhaltig verbessert. Durch das Drücken der Dreieck-Taste kann von der Ausdauer Gebrauch gemacht werden, um schneller zu laufen. Die Kreis-Taste hingegen treibt die geretteten Menschen zusammen, um sie so gezielt vor Zombieangriffen zu schützen.
Die Ausdauer regeneriert sich mit der Zeit automatisch. Außerdem lässt sie sich durch herumliegende Power-Ups wieder auffrischen. Andere
einsammelbare Items wiederum helfen dem Spieler ebenfalls: So werden Monsterbewegungen kurzfristig eingefroren oder der Last Guy wird mitsamt seiner Anhängerschaft sofort zu einer Fluchtzone teleportiert. Es ist dem Spieler übrigens freigestellt, ob er alle Menschen gleichzeitig oder nach und nach zur Fluchtzone bringt. Da sich das Retten langer Menschenschlangen weitaus schwieriger gestaltet, gibt es dafür natürlich auch entsprechend mehr Punkte. Wer auf einen Platz in den
Onlineranglisten aus ist, sollte dies also im Hinterkopf behalten.
Rette die Menschheit – mit Google Earth!Optisch bietet der Titel neben dem hochaufgelösten Google Earth-Material witzig animierte 3D-Monster, welche durch die Straßenschluchten schlurfen, rennen, krabbeln und kriechen sowie zahlreiche Animationen, um dem
» Klingt einfacher als es ist. |
Geschehen leben einzuhauchen. So blinken beispielsweise Laternen im Chinatown-Viertel Tokios oder Möwen überqueren die Karte. Musikalisch sorgen treibende und dramatische Rhytmen für eine gelungene Untermalung. Die Soundeffekte der Monster und schreienden Menschenmengen sind ebenfalls sehr gelungen.
Die
Bedienung geht einfach und effektiv von der Hand. Mehrere Zoom-Stufen sorgen stets für den entsprechenden Überlick. Mittels X-Button kann jederzeit in den
Thermo-Modus umgeschaltet werden, welcher Überlebende grün auf der Map markiert, allerdings sämtliche Monster ausblendet. Der Trick liegt also im geschickten Wechseln zwischen beiden Modi. Ein kleines Problem gibt es dennoch zu beklagen: An einigen Stellen, besonders in verwinkelten Nebengassen, ist nicht immer ganz klar, wo es einen Durchgang gibt und wo Sackgassen lauern. Hier hilft also nur ausprobieren, was im Extremfall tödlich enden kann.