Ordentliches Action-Adventure mit Schwächen in der Bedienung und geringem Umfang.
Nicht so schlecht wie sein RufSo gut wie alle großen Hollywood-Blockbuster macht auch
Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers keine Ausnahme bei einer entsprechenden Videospielumsetzung. Nach den mieserablen
Versoftungen zu
Aliens vs. Predator: Requiem und
Jumper befürchtet man bei dem hier vorliegenden, ebenfalls von Vivendi gepublishten, Titel natürlich sofort das Schlimmste. Doch da darf an dieser Stelle gleich eine Entwarnung ausgesprochen werden:
Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers ist ein durchaus
ordentliches Action-Adventure.
Sofort ins Auge springt die für PlayStation 2-Verhältnisse sehr gute Optik, welche sich hinter vergleichbaren Konkurrenten wie Tomb Raider Anniversary nicht verstecken muss. Vor allem die detaillierten Umgebungen und satten Effekte bieten einiges fürs Auge. Auch beim Sound hat man sich nicht lumpen lassen und zur Filmmusik gegriffen. In Kombination mit guten Soundeffekten und professionellen englischen Sprechern ein rundum gelungenes Technikpaket. Weniger beeindruckend hingegen die Zwischensequenzen, welche lediglich aus gemalten Bildern bestehen. Auch beim Umfang knauserte man.
Mehr als fünf Stunden wird man nicht brauchen, um den Abspann zu sehen.
Ich hasse Mumien!Das Gameplay könnte für ein 3D-Action-Adventure kaum klassischer sein. Aus der Third-Person-Perspektive durchstreift man in Gestalt der unterschiedlichen Filmhelden alte Gewölbe, verlassene Höhlen und diverse andere
» Grafisch wird gute Kost geboten. |
Schauplätze, löst kleinere Rätselaufgaben, klettert in
Uncharted-Manier durch Grabkammern und legt sich mit allerlei Gegnern an. Letztere können entweder
im Nahkampf mit Faustschlägen, Griffe und Tritten zur Strecke gebracht oder bequem per Feuerwaffen umgenietet werden. Problematisch zeigen sich allerdings
Kamera und Steuerung. Während letztere etwas hakelig rüberkommt, sorgt erstere selten für eine optimale Übersicht. Auch das automatische Zielen bei den Waffen hätte mehr Feintuning gebraucht.
Während die Fights im Großen und Ganzen eher einfach gehalten sind und nicht all zu viel Können vom Spieler abverlangen, haben es
die Klettereinlagen in sich. Hier gilt es nicht nur Abgründe und Hindernisse zu überwinden sondern gleichzeitig zahllosen fiesen Fallen wie Sägeblättern oder Pfeilen auszuweichen. Oft ist dabei gutes Timing verlangt – wenn dazu wie in manchen Passagen auch noch Zeitdruck kommt, macht sich gelegentlich sogar Frust breit. Glücklicherweise wurden überall im Spiel
faire Checkpoints verteilt.