Infos
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» Grafik: |
65 |
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» Sound: |
55 |
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» Spielspaß Solo: |
40 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
52 |
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Qualität
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Geniale Idee oder doch ein Flop?
Erobert die nächste Fun-Sportart die Xbox?
Für mich zählt Fußball am Strand zu spielen zu den Highlights eines jeden Sommerurlaubes,
lästig ist da nur immer der Sand in den Augen, im Mund, etc.
Da mir das bei einem Xbox Spiel nicht blüht war meine Vorfreude auf dieses Spiel entsprechend groß.
Das Kribbeln in den Fingern wurde nicht einmal von den eher frustrierenden und teilweise niederschmetternden Previews und Screens getrübt. Als es das Spiel dann endlich bei mir in der Videothek zum ausborgen gab führte kein Weg mehr vorbei, ich musste es haben.
Zumindest über das Wochenende, denn so 100% war ich nicht überzeugt das es eine wirkliche Alternative zu Fifa 2004 bietet, geschweige denn die 49, 90 â‚ wirklich wert ist.
Der erste Eindruck ist meistens der Wichtigste
Nachdem die schwarze Box angeworfen war flimmerte mir auch schon das Intro entgegen, flimmern trifft hier zu da versucht wurde Fernsehbilder in das Spiel zu transportieren, was aber aus welchem Grund auch immer ziemlich schief ging.
Nach etlichen doch recht spektakulären Szenen (durchgeführt von Spielern die niemand kennt) und etwas nackter Cheerleader Haut, untermalt mit grauslicher Musik, ist das Intro auch schon wieder vorbei.
Dieser Zwiespalt zwischen doch ganz nett und „oh mein Gott wie schrecklich“ zieht sich das ganze Spiel hindurch, und hinterlässt einen sehr bitteren Beigeschmack, doch dazu nun mehr.
Das Hauptmenü ist sehr einfach gestaltet, gerade zu fad, die Musik Untermalung ist wie beim Intro sehr mangelhaft. Im Hintergrund sieht man einen schönen Strand mit Palmen und mitten drinn ein Fußballfeld, ein wenig schöner und besser aufpoliert hätte das ganze einen doch ganz guten Eindruck hinterlassen als Hauptmenü, aber wie so oft in diesem Spiel wurde auch hier das vorhandene Potential nicht ausgeschöpft.
Unsere Ballkünste gibt es in 4 verschiedenen Modi zu beweisen:
-) Freundschaftsspiel
-) Arcade Modus
-) Pro Beach Soccer Tour
-) Training
Training und Freundschaftsspiel sprechen für sich. Bei der Pro Beach Soccer Tour entscheidet man sich für eine Nationalmannschaft seiner Wahl und tourt mit dieser durch einige Turniere, entscheidet man diese für sich kann man neue Manschaften und Plätze frei spielen.
Vielleicht Erwähnenswert ist das obwohl man/ich die Spieler nicht kennt das Spiel sehr wohl mit einer Lizenz ausgestattet ist, nämlich mit der offiziellen Lizenz der BSWW (Beach Soccer World Wide), einzig Eric Cantona ragt hier aus dem Sumpf unbekannter Strandwühler heraus.
Als Spielorte kommen Rio, Marseilles, Bangkok und Venice Beach in Frage, hier muss angemerkt werden das die Programmierer versucht haben die Unterschiede der einzelnen Plätze herauszustreichen, aber wie so oft fehlt auch hier das Tüpfelchen am i.
Ähnlich fällt das Resumee beim Kommentator aus, positiv bleibt zu erwähnen das der Sprecher immer in der Landessprache kommentiert, also z.B. wenn in Marseille gekickt wird kommentiert er in Französisch, die Schwächen offenbart er allerdings schon nach wenigen Spielminuten, er wiederholt sich pausenlos.
Wo bleibt die Spannung, das Strand Feeling?
Beim Beach Soccer spielen zwei Mannschaften zu je 5 Mann gegeneinander, gespielt wird auf einem Handball großem Feld, je 3 mal 12 Minuten.
Im Spiel dann selbst kann man eine Strategie festlegen, die sich aber auf die Aufstellung (wie viele Stürmer/Verteidiger, und welche) beschränkt. Der Einmarsch der Spieler ist recht unterhaltsam, zumindest bei den ersten beiden Malen, er kommt aber bei weitem nicht heran an das hohe EA oder ESPN Niveau. Schlecht animierte und modellierte Cheerleader hüpfen unmotiviert im Strand umher und die Spieler winken ihren Fans zu (diese sind Gott sei Dank nicht nur Papp Figuren).
Durch das kleinere Feld erscheint das Spiel anfangs recht schnell, aber die Euphorie verfliegt nach wenigen Aktionen. Dann kommen die wahren Schwächen des Games zu Tage, allen voran die miserable KI, die nicht nur Sportspiel Fans Magengeschwüre verursachen wird. Sowohl die eigenen als auch die gegnerischen Spieler stehen manchmal total unmotiviert in der Gegend herum und scheinen nicht zu wissen was sie tun sollen/wollen, daher scheint es auch hin und wieder als würden die Spieler einfach feststecken. Weiters sind Eckbälle und Freistöße kaum ziel bzw. steuerbar und enden zumeist beim Gegner.
Es fällt auch schwer zu kombinieren, wobei die Frage bleibt ob das daran liegt das dies am Strand nicht ganz einfach ist oder daran das die Entwickler es nicht besser hinbekommen haben. Am leichtesten bzw. am öftesten entstehen schöne Spielzüge wenn man versucht den Ball per gaberln in der Luft zu halten und ihn volley weiter zu passen, und womöglich mit einem schönen Schuss, Fallrückzieher oder Hechtkopfball abzuschließen.
Womit wir auch schon bei den positiven Seiten dieses Spieles währen, die spektakulären Tore und die damit verbundenen Replays. Diese Kombination vermag es doch den Spielspaß zumindest bis ins 2te Drittel zu transportieren, aber spätestens da wünscht man sich das die anderen 7 Spieler sich ins Hotel verabschieden und man mit den Cheerleadern endlich alleine gelassen wird.
Wenn man es bis zur Drittelpause durchhält wird man Zeuge eines weiteren Cheerleader Herumgehüpfe, und man fühlt sich stark an alte Psone Zeiten erinnert, wie eigentlich die ganze Grafik nicht über (gutes) Psone Niveau hinwegkommt.
Ist das Spiel endlich vorbei?
Als weiterer positiver Punkt bleibt die Steuerung. Auf b wird gegaberlt, mit x geschossen, mit a gepasst und auf dem rechten Trigger findet man den Turbo wieder. Alles in allem sehr leicht zu erlernen. Aber auch hier kommt man ohne Schwachstelle nicht aus, meiner Meinung nach fehlt eine Taste um Tricks auszuf+hren, ähnlich wie bei FIFA mit dem EA Sports\' freestyle control system.
Anstatt das freestyle control bei EA abzukupfern hat man eine Talentleiste eingeführt die stark an NFL Streets oder NBA Street erinnert, wenn diese voll ist fährt eine Art Blitz durch die Spieler und sie sollten eine Art Boost bekommen. Allerdings ist der Unterschied minimalst (die Spieler haben einen blauen Nebel um sich und der Ball hat einen (Feuer)Schweif) sodass man auf dieses Feature allemal verzichten hätte können.
Spielspaß Solo & Multi
Meiner Meinung nach entwickelt ein Sport Spiel allerdings sein wirkliches Flair bzw seinen Reiz erst wenn man zu Viert vor der Konsole sitzt, daher wurden 3 Freunde eingeladen und das Spiel im Multiplayer angezockt. Hier macht das Game schon um einiges mehr Spaß, die dämlichen KI Mitspieler fallen weg und den Kommentator kann man ja auch ausmachen, nichts desto trotz rechtfertigt ein halbwegs guter MP nicht den Kauf dieses Games.
Ich ziehe vor jedem Spieler den Hut der es geschafft hat die ganze Tour durchzuspielen, ich habe nach dem zweiten Spiel den Controller von mir gestreckt und das Game wieder dankend an die Videothek zurückgegeben. Durch die geringe Spieltiefe geht die Motivation relativ schnell Berg ab. Es gibt kaum Herausforderungen, und auch die freizuspielenden Mannschaften stellen nur für wenige hardcore Zocker einen Anreiz dar.

Fazit
Pro Beach Soccer ist ein netter Zeitvertreib für Gelegenheitsspieler die schon alle Fußballspieler ihr Eigen nennen und Leute mit vier controllern, alle anderen sollten einen möglichst großen Bogen um das Game machen, denn die Komplexität oder die Attraktivität eines FIFA 2004´s oder eines PES wird nie auch nur im geringsten erreicht.
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