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Death Jr.: Root of Evil  
» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 25.06.2008
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
Solides Jump'n'Run ohne echte Highlights.

Death Junior nun auch für Wii
Dass die Wii im Vergleich zu den anderen beiden Next-Gen-Konsolen nicht sonderlich leistungsfähig ist, muss mittlerweile auch der letzte Nintendo-Fanatiker zugeben. Kein Wunder also, dass oft PSP-Spiele für eine
» Death Jr. vs. riesiger Spielzeugroboter.
Portierung beziehungsweise Parallel-Entwicklung herhalten müssen. Dieses Mal hat es das Jump'n'Run Death Jr.: Roots of Evil getroffen, welches nun auch für die Wii verfügbar ist. Im Spiel übernimmt man die Rolle des Sohnes vom Tod oder dessen Freundin Pandora und bahnt sich seinen Weg durch insgesamt 19 Levels. Welcher Charakter dazu gewählt wird, macht spielerisch kaum einen Unterschied – absolvieren beide doch die gleichen Levels und differenzieren sie sich auch in ihren Fähigkeiten und Waffen nur minimal. Wahlweise darf immerhin zu zweit kooperativ im Split-Screen gespielt werden.

Ansonsten zeigt sich Death Jr.: Root of Evil durchwegs solide, ohne jedoch ausgelatschte Jump'n'Run-Pfade zu verlassen. So schwingt man sich über Abgründe, springt Klippen entlang, hangelt sich über gefährliche Flüssigkeiten und kämpft gegen zahlreiche Monster sowie einige Bosse. Dazu stehen einem neben Nahkampfwaffen, welche sich durch Button-Drücken und Wiimote-Schwingen vermöbeln lassen, auch allerlei witzige Ballermänner zur Verfügung. Gezielt wird natürlich per Wiimote, was ausreichend funktioniert. Weniger beeindruckend ist hingegen die störrische Kamera, die ständig nachjustiert werden muss. Technisch wird nur durchschnittliche Kost geboten: Der Grafik sieht man zu sehr an, dass sie von der PSP stammt, während der Sound etwas pompöser hätte ausfallen dürfen. Allerdings überzeugt der Stil des Optik, der nicht nur bunt, sondern auch schön schräg ausgefallen ist.

Pro
Grundsolide Jump'n'Run-Unterhaltung
Schön schräger Grafik-Stil
Koop-Modus
Contra
Zu sehr nach Schema F gestrickt
Technische nur durchschnittlich
Mäßige Kamera
Charaktere unterscheiden sich kaum
Fazit
Death Jr.: Root of Evil ist eines jener zahllosen Jump'n'Run-Titel, denen man nichts wirklich vorwerfen kann, die allerdings auch kaum aus der schier unendlichen Masse an 3D-Plattformern hervorstechen. Ein paar Abgründe hier überqueren, ein Dutzend Feinde dort verkloppen und anschließend über eine Schlucht hangeln, um am Ende mancher Levels einen Bossgegner platt zu machen. Verpackt wurde das Ganze in eine durchschnittliche Technikverpackung mit guter Steuerung aber schwacher Kamera. Spaß macht das Ganze allemal, kann allerdings in keinster Weise mit deutlich einfallsreicheren und schöneren Genre-Größen wie Super Mario Galaxy oder Ratchet & Clank: Tools of Destruction mithalten. Somit ist auch Death Jr.: Root of Evil ähnlich wie die neueren Crash Bandicoot oder Spyro-Spiele ein Titel für Freunde des 3D-Plattformings, welche die besseren Spiele bereits in- und auswendig kennen und verzweifelt auf der Suche nach neuem Futter sind. Für alle anderen ist Eidos PSP-Portierung allerdings nur zweite Wahl.