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Barnyard Blast: Das Schwein der Finsternis

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 16.07.2008
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
Spaßiges 2D-Actionspiel in witzigem Setting nach bekannter Formel.

Schrott im Regal?
Barnyard Blast: Das Schwein der Finsternis, dazu eine billige Verpackung inklusive Logos einiger Publisher, die eher für weniger qualitativ hochwertige Software stehen. Wer so etwas im Ladenregal findet und sich
» Shoot'em Up!
zumindest ein bisschen mit Videospielen auskennt, der macht meistens reflexartig einen großen Bogen um solcherlei Software. Im Normalfall ist dieses Verhalten auch absolut richtig. Ausnahmen bestätigen allerdings wie immer die Regel. Barnyard Blast: Das Schwein der Finsternis ist eine solche Ausnahme.

Bei dem Spiel handelt sich im Grunde um eine Castlevania-Veräppelung, die sich beim Gameplay an den großen Klassikern bedient. Statt einem Vampirjäger führt man das Revolver-schwingende Schwein Belmart (Castlevania-Fans dürfen grinsen) über zombieverseuchte Friedhöfe und durch Vampirschlösser, um seine Liebsten zu retten. Dabei stellt sich dem mutigen Rüsseltier natürlich allerlei widerliches Getier und untotes Gesindel in den Weg, welches es mit diversen Waffen auszuschalten gilt. Neben dem mit unendlich Munition ausgestatteten, besagten Revolver gibt es noch Schrotflinten, Maschinengewehre, Dynamitstangen, eine Peitsche(!) und natürlich ... Klopapier!

Schwein gegen Untote
Entsprechend einem uralten Genre-Codex geht es dabei allerdings alles andere als leicht zur Sache. Die Feinde sind teils äußerst fies platziert oder in solch rauen Mengen vorhanden, dass nur geschicktes Springen,
» Standbilder erzählen die Geschichte.
Wegducken und Ausweichen den stets knappen Lebensenergievorat gefüllt hält. Doch nicht nur die Standardgegner machen dem mutigen Schweinchen zu schaffen, auch die Bossfeinde sorgen für verschwitzte Hände beim Spieler und schwindenden Herzchenvorat beim Protagonisten. Das Spiel verfügt über ein klassisches Leben-System: stirbt das Rüsseltier, wird man solange wiederbelebt, bis der Vorraut aufgebraucht ist. Danach heißt es den aktuellen Level von vorne zu starten.

Die Steuerung geht prinzipiell gut von der Hand, allerdings bewegt sich der Held ein wenig zu träge und langsam, was in einigen Situationen tödlich sein kann. Ansonsten gibt sich der Titel technisch durchschnittlich. Die Grafik erfreut durch witzig gestaltete Figuren, hat sonst allerdings wenig zu bieten. Der Sound ist weder aufdringlich nervig noch wird er irgendwem in Erinnerung bleiben – Durchschnitt eben. Beim Umfang hätte das Spiel durchaus ein paar mehr als sechs Levels bieten dürfen.
Pro
Grundsolides Gameplay
Gutes Bossdesign
Witziges Setting
Fordernder Schwierigkeitsgrad
Contra
Magerer Umfang
Spielfigur bewegt sich zu zäh
Nichts für Einsteiger
Fazit
Verpackungen sagen nicht immer alles über Spiele aus. Obwohl Barnyard Blast: Das Schwein der Finsternis zunächst wie ein typisches Billigprodukt für den beliebtesten Handheld aller Zeiten wirkt, verbirgt sich dahinter doch tatsächlich ein durchaus gelungenes Actionspielchen. Die leider nur sechs Levels sind gespickt mit fiesen Monstern, kniffligen Jump'n'Run-Einlagen und allerlei Powerups und Munition. Darüber hinaus erfreuen die Bossfights durch gutes Design. Anfänger sollten jedoch Abstand von dem Titel halten. Der Schwierigkeitsgrad ist mindestens so gnadenlos wie die wilde Kampfsau die der Spieler verkörpert und das Lebens-System erfordert ständiges Neuspielen der Levels. Darüber hinaus bewegt sich das Vampirtöter-Schwein etwas zu träge und langsam, was das Ganze etwas steif wirken lässt. Alles in allem aber durchaus einen Blick wert für alle Fans von klassischen Action-Jump'n'Runs.
Infos
Erhältlich für
Genre
Jump'n'Run
Publisher
bhv Software
Entwickler
bhv Software
Website
-
Release
30. Mai 2008
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