Spaßiges 2D-Actionspiel in witzigem Setting nach bekannter Formel.
Schrott im Regal? Barnyard Blast: Das Schwein der Finsternis, dazu eine billige Verpackung inklusive Logos einiger Publisher, die eher für weniger qualitativ hochwertige Software stehen. Wer so etwas im Ladenregal findet und sich
zumindest ein bisschen mit Videospielen auskennt, der macht meistens reflexartig einen großen Bogen um solcherlei Software. Im Normalfall ist dieses Verhalten auch absolut richtig. Ausnahmen bestätigen allerdings wie immer die Regel.
Barnyard Blast: Das Schwein der Finsternis ist eine solche Ausnahme.
Bei dem Spiel handelt sich im Grunde um eine Castlevania-Veräppelung, die sich beim Gameplay an den großen Klassikern bedient. Statt einem Vampirjäger führt man das
Revolver-schwingende Schwein Belmart (Castlevania-Fans dürfen grinsen) über zombieverseuchte Friedhöfe und durch Vampirschlösser, um seine Liebsten zu retten. Dabei stellt sich dem mutigen Rüsseltier natürlich allerlei widerliches Getier und untotes Gesindel in den Weg, welches es mit diversen Waffen auszuschalten gilt. Neben dem mit unendlich Munition ausgestatteten, besagten Revolver gibt es noch Schrotflinten, Maschinengewehre, Dynamitstangen, eine Peitsche(!) und natürlich ... Klopapier!
Schwein gegen UntoteEntsprechend einem uralten Genre-Codex geht es dabei allerdings alles andere als leicht zur Sache. Die Feinde sind teils äußerst fies platziert oder in solch rauen Mengen vorhanden, dass nur geschicktes Springen,
» Standbilder erzählen die Geschichte. |
Wegducken und Ausweichen den stets knappen Lebensenergievorat gefüllt hält. Doch nicht nur die Standardgegner machen dem mutigen Schweinchen zu schaffen, auch die
Bossfeinde sorgen für verschwitzte Hände beim Spieler und schwindenden Herzchenvorat beim Protagonisten. Das Spiel verfügt über ein klassisches Leben-System: stirbt das Rüsseltier, wird man solange wiederbelebt, bis der Vorraut aufgebraucht ist. Danach heißt es den aktuellen Level von vorne zu starten.
Die Steuerung geht prinzipiell gut von der Hand, allerdings
bewegt sich der Held ein wenig zu träge und langsam, was in einigen Situationen tödlich sein kann. Ansonsten gibt sich der Titel technisch durchschnittlich. Die Grafik erfreut durch witzig gestaltete Figuren, hat sonst allerdings wenig zu bieten. Der Sound ist weder aufdringlich nervig noch wird er irgendwem in Erinnerung bleiben – Durchschnitt eben. Beim Umfang hätte das Spiel durchaus ein paar mehr als sechs Levels bieten dürfen.