Großartiges Geschicklichkeits-Spiel mit motivierendem Gameplay und tollen Features.Spieleentwickler kommen teils auf extrem schräge Ideen. Den neuesten Schreis stellt Pixeljunk Eden dar, in dem man ein kleines Wesen durch einen Garten steuert. Ziel des Spiels ist es möglichst viele umherfliegende Pollen zum Platzen zu bringen und die darin enthaltenen Samen in Blüten zu füllen. Dadurch wächst und gedeiht der Garten und der Spieler gelangt an wertvolle Spectra, die es einzusammeln gilt. Insgesamt warten
zehn verschiedenen Levels auf willige Hilfsgärtner, in denen es jeweils fünf Spectras einzusammeln gibt. Jede Stage muss dafür allerdings fünf Mal angegangen werden – in jedem Durchgang gilt es ein weiteres Spectra zu ergattern. Gespielt wird aus einer seitlichen 2D-Ansicht im extrem stylischen Minimal-Look unterlegt mit treibenden Beats. Die Spielfigur kann ähnlich wie in
Wiki: Fable of Souls lediglich durch springen und schwingen bewegt werden und hält sich automatisch an allen Oberflächen wie Pflanzen und Steinen fest.
Durch das Erblühen neuer Pflanzen werden immer neue Objekte geschaffen, welche
zuvor unerreichbare Stellen begehbar machen.
So arbeitet man sich nach und nach in sämtliche Ecken und Winkel der Gärten vor, um an die begehrten Spectras zu
» Wie kommt er an die Samen? |
kommen. Neben Feinden, welche die Spielfigur durch schubsen oder durchtrennen der Schwingfäden behindern, kämpft der Spieler zudem gegen die Zeit. Ist diese abgelaufen, heißt es Game Over. Dies lässt sich allerdings durch das Einsammeln bestimmter Objekte hinauszögern. Wer will, kann den Titel auch
kooperativ vor einer Konsole angehen. Allerdings wirkt das Ganze etwas undurchdacht und schwer koordinierbar. Einige coole Details zum Schluss: Pixeljunk Eden ist nur eines der ersten Spiele welches Sonys neues Trophy-System (ähnlich wie Gamerpunkte auf der Xbox 360) unterstützt, sondern auch das Aufnehmen und anschließendes Heraufladen von Videos auf youtube.com ermöglicht.
Pro
|
|
 |
|
Unverbrauchtes, spaßiges Gameplay |
|
|
|
 |
|
Ungemein motivierend |
|
|
|
 |
|
Extrem stylisher Look |
|
|
|
 |
|
Coole Musik |
|
|
|
 |
|
Direkter Video-Upload auf Youtube |
|
|
Contra
|
|
 |
|
Undurchdachter Mehrspieler-Part |
|
|
|
 |
|
Gärten müssen jeweils fünf mal gespielt werden, um alle Spectras zu bekommen |
|
|
|
Fazit
 PixelJunk Eden ist ein weiteres gelungenes Produkt aus der Reihe, die bereits das großartige Pixeljunk Monsters hervorgebracht hat. Für schlappe 7,99 Euro erhält man hier einen Titel, der nach ersten verdutzten Blicken und einer gewissen Einarbeitungszeit garantiert süchtig macht und den Spieler stets zu neuen Höchstleistungen treibt. Nur noch ein Spectra einsammeln ..., nur noch einen Garten komplettieren ..., nur mal kurz in den nächsten Level reinschnuppern ... Wo man anfangs noch eher hilf- und orientierungslos durch die stylisch inszenierten Levels irrt, werden nach wenigen Spielstunden gewagte Sprung- und Schwingmanöver aufs Parkett gelegt und eine Blüte nach der anderen zum Leben erweckt. Dabei überzeugt nicht nur das Gameplay sondern auch der Umfang. Wer wirklich alle Spectras sammeln will, ist einige Tage, wenn nicht Wochen lang beschäftigt. Somit muss sich Pixeljunk Monsters trotz des Prädikats „Downloadspiel“ nicht hinter Vollpreistiteln verstecken. Etwas nervig kann dabei lediglich das aufgezwungene Mehrmals-Spielen der Levels wirken. Und warum ist es nicht möglich, gleich alle fünf versteckten Spectras einzusammeln? Dennoch: Pixeljunk Eden überzeugt auf ganzer Linie und präsentiert dank neuem Trophy-System und der Möglichkeit, aufgenommene Videos direkt auf youtube zu stellen, ganz nebenbei die neuesten Features der PlayStation 3.

|