Das erste gute Survival-Horror-Spiel dieser Generation ist ein Download-Titel und jeden seiner 29,99 Euro.
Forbidden Siren-RemakeMit
Forbidden Siren sowie dessen Nachfolger brachte Sony in Playstation 2-Tagen seine ganz eigenen Survival-Horror-Spiele auf den Markt, um gegen Titel anderer Hersteller wie die
Silent Hill-Reihe oder
» Nichts für schwache Nerven. |
Project Zero bestehen zu können. Das Konzept ging leider nicht auf. Zwar boten auch die
Forbidden Siren-Spiele eine deftige Atmosphäre, sorgten aufgrund des frustrierenden Gameplays und der klobigen Steuerung allerdings öfters für mehr Wut als Schauer beim Spieler.
Mit
Siren: Blood Curse will Sony dieses Mal alles besser machen. Der erste Teil der Reihe wurde einer Generalüberholung unterzogen und als Remake in insgesamt zwölf Episoden im PSN als Download bereitgestellt. Wer nun eine Abzocke in kleinen Portionen erwartet, der sei beruhigt:
Siren: Blood Curse lässt sich als Komplettpaket für gerade einmal
29,99 Euro herunterladen – ein sehr guter Preis für ein Programm, welches mit rund zehn Stunden Umfang und einer hochwertigen Technik anderen Vollpreistiteln in nichts nachsteht. Wahlweise kann das Ganze auch in vier Häppchen gekauft werden - dann wird es allerdings ein wenig teurer. Wer lieber handfeste Discs in seinen Händen hält, sollte sich allerdings noch ein Weilchen gedulden. Eine Blu-ray-Version des Spiels ist laut Sony nämlich bereits in Planung.
Da ist was im (japanischen) BuschDas Spiel selbst präsentiert sich als klassischer Survival-Horror-Trip: In einem abgelegenen japanischen Dorf
verwandeln sich die Bewohner in blutrünstige Wesen, die wie Zombies hinter dem Fleisch von Menschen
her sind. Die Geschichte wird dabei in allerlei hochwertigen Zwischensequenzen und durch etliche im Spiel versteckte Hinweise wiedergegeben. Der Spieler schlüpft von Episode zu Episode in die Rolle verschiedener Überlebender und Touristen, um sich einen Weg durch das Chaos zu bahnen.
Je nach Charakter stehen ihm dazu verschiedene Fertigkeiten zur Verfügung. So können einige Charaktere das Geschehen auf einem seperaten Bildschirm aus den Augen der Shibito genannten Zombies zu verfolgen, was ungemeine Vorteile beim Verstecken bietet. Starke Personen hingegen verlassen sich lieber auf Muskelkraft und können
schwere Gegenstände wie Metalrohre als Waffe gegen die Untoten einsetzen. Gespielt wird – natürlich – aus der Third-Person-Perpektive. Wahlweise darf man aber auch direkt durch die Augen der Protagonisten schauen, was zwar für weniger Übersicht aber ein noch beklemmenderes Gruselerlebnis sorgt. Die Bedienung geht stets gut von Hand, auch wenn sich die Buttonmash-lastigen Kämpfe genretypisch etwas fummelig präsentieren.
Episodisches Grusel-WerkJedes Kapitel ist in verschiedene Missionsziele aufgeteilt. So muss man beispielsweise einem bestimmten Shibito entkommen oder aber zusammen mit anderen Überlebenden an vorgegebene Orte fliehen. Die
» Die Lichteffekte sorgen für viel Atmosphäre. |
Levels sind strikt linear aufgebaut. Für Übersicht sorgt eine praktische, jederzeit aufrufbare Karte mit vielen Details. Dennoch kommt es des Öfteren zu
Trial and Error-Passagen. Beispielsweise dann, wenn man nicht schnell genug eine Waffe findet, um einen anrückenden Feind ins Jenseits zu befördern oder das nächste Versteck nicht rechtzeitig erreicht. Ansonsten gibt sich der Schwierigkeitsgrad allerdings moderat – vor allem im Easy-Modus.
Die schauerliche Atmosphäre verdankt der Titel vielen Faktoren: Zum Einen
brilliert die Grafik durch detailverliebte Settings, superbe Licht- und Schattenspiele sowie sehr gute Polygonmodelle, zum Anderen sorgen Musik und Soundeffekte für ständiges Unbehagen beim Spieler. Geschickt eingestreute Schockeffekte runden den gelungenen Nervenkitzel perfekt ab. Negativ fallen hingegen Slowdowns beim Splitscreen-Effekt auf, wenn man die Sicht eines Gegners einblendet.