Mäßiges Action-Adventure zum Fantasy-Film, welches an vielen Kinderkrankheiten leidet.
Eine fantastische Reise Fantasy-Filme stehen zur Zeit weit oben in der Gunst der Kinobesucher, erfreuten sich doch zahlreiche Streifen wie „Der goldene Kompass“ und die „Herr der Ringe-Trilogie“ großer Beliebtheit. So
» Massenschlachten sind keine Seltenheit in Narnia. |
verwundert es auch nicht, dass die
Disney Studios erneut ihre starke
Narnia-Lizenz ins Rennen werfen, um die Menschen in die Lichtspielhäuser zu locken. Natürlich darf zu einem erhofften Kino-Hit eine entsprechende Videospielumsetzung für die aktuellen Systeme nicht fehlen. Für die Xbox 360-Version von
Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia zeichnet sich das renommierte Entwicklerstudio
Traveler’s Tales (
LEGO Star Wars: Die komplette Saga) verantwortlich.
Bezüglich der Geschichte hielten sich die Programmierer sehr strikt an die Filmvorlage, welche mehrere hundert Jahre nach den Ereignissen der ersten Kinoumsetzung spielt. Erneut steht das Schicksal
Narnias auf des Messers Schneide und nur die vier Menschenkinder
Peter,
Susan,
Edmund und
Lucy können dem jungen
Prinz Kaspian helfen, die rechtmäßige Ordnung in der Fantasy-Welt herzustellen. Das Action-Adventure, in dem das Bestreiten zahlreicher Kämpfe und Absolvieren kleinerer Aufgaben an der Tagesordnung stehen,
erzählt die Story des Spiels jedoch lückenhaft. Nach den gelösten Missionen erscheinen zwar stets Filmsequenzen, allerdings wirken diese Videos lieblos aneinander gereiht und vereinzelt fehlen sogar wichtige Ereignisse.
Ein Zufallsabenteuer In den Kämpfen weiß die Kontrolle der Charaktere zu überzeugen - so rückt man feindlichen Soldaten mit leichten sowie harten Schlägen zu Leibe und blockt feindliche Angriffe mit dem Schild. Dafür
» Die Umgebungsgrafik weiß mit ihren Details zu überzeugen. |
gestaltet sich die
Steuerung beim Absolvieren der Aufgaben
unnötig umständlich. Es bedarf einiger Einübungszeit, bis man bestimmte Aktionen ausführen, da sich die Figuren einfach zu ungenau bewegen oder das Spiel manche Eingaben nicht richtig erkennt. Das Missionsdesign weiß ebenfalls nie richtig zu überzeugen. So wird man ohne jegliche Erklärung in die jeweilige Aufgabe befördert und entdeckt nur doch bloßes Ausprobieren die Lösung. Die meisten Aufträge beschränken sich lediglich auf das Finden von Gegenständen oder Besiegen bestimmter Gegner, weshalb es dem Spiel letztendlich an
Abwechselung mangelt.
Grafisch ist das Abenteuerspektakel ebenfalls durchwachsen ausgefallen. Die Umgebungen wirken auf den ersten Blick schön gestaltet und fangen das Fantasy-Flair der Filmvorlage geschickt ein. Doch die teilweise
hässlichen Gesichtstexturen und hakeligen Bewegungen mancher Figuren berauben dem Spiel wieder seines Charmes. Ungünstig fallen auch die Kameraperspektiven aus, die
zahlreiche tote Winkel beinhalten und somit unnötig für Frust sorgen. Die einzigen Glanzpunkte des Spiels sind die
atmosphärische Hintergrundmusik und die
deutsche Sprachausgabe, welche stets zu überzeugen wissen.