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Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Na...

» Autor: Amir-Oliver Tabba
» Datum: 27.07.2008
» Gesamtwertung:
/5
2/5: Für Fans des Genres
bietet nichts Besonderes.
Wie wir bewerten
Mäßiges Action-Adventure zum Fantasy-Film, welches an vielen Kinderkrankheiten leidet.

Eine fantastische Reise
Fantasy-Filme stehen zur Zeit weit oben in der Gunst der Kinobesucher, erfreuten sich doch zahlreiche Streifen wie „Der goldene Kompass“ und die „Herr der Ringe-Trilogie“ großer Beliebtheit. So
» Massenschlachten sind keine Seltenheit in Narnia.
verwundert es auch nicht, dass die Disney Studios erneut ihre starke Narnia-Lizenz ins Rennen werfen, um die Menschen in die Lichtspielhäuser zu locken. Natürlich darf zu einem erhofften Kino-Hit eine entsprechende Videospielumsetzung für die aktuellen Systeme nicht fehlen. Für die Xbox 360-Version von Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia zeichnet sich das renommierte Entwicklerstudio Traveler’s Tales (LEGO Star Wars: Die komplette Saga) verantwortlich.

Bezüglich der Geschichte hielten sich die Programmierer sehr strikt an die Filmvorlage, welche mehrere hundert Jahre nach den Ereignissen der ersten Kinoumsetzung spielt. Erneut steht das Schicksal Narnias auf des Messers Schneide und nur die vier Menschenkinder Peter, Susan, Edmund und Lucy können dem jungen Prinz Kaspian helfen, die rechtmäßige Ordnung in der Fantasy-Welt herzustellen. Das Action-Adventure, in dem das Bestreiten zahlreicher Kämpfe und Absolvieren kleinerer Aufgaben an der Tagesordnung stehen, erzählt die Story des Spiels jedoch lückenhaft. Nach den gelösten Missionen erscheinen zwar stets Filmsequenzen, allerdings wirken diese Videos lieblos aneinander gereiht und vereinzelt fehlen sogar wichtige Ereignisse.

Ein Zufallsabenteuer
In den Kämpfen weiß die Kontrolle der Charaktere zu überzeugen - so rückt man feindlichen Soldaten mit leichten sowie harten Schlägen zu Leibe und blockt feindliche Angriffe mit dem Schild. Dafür
» Die Umgebungsgrafik weiß mit ihren Details zu überzeugen.
gestaltet sich die Steuerung beim Absolvieren der Aufgaben unnötig umständlich. Es bedarf einiger Einübungszeit, bis man bestimmte Aktionen ausführen, da sich die Figuren einfach zu ungenau bewegen oder das Spiel manche Eingaben nicht richtig erkennt. Das Missionsdesign weiß ebenfalls nie richtig zu überzeugen. So wird man ohne jegliche Erklärung in die jeweilige Aufgabe befördert und entdeckt nur doch bloßes Ausprobieren die Lösung. Die meisten Aufträge beschränken sich lediglich auf das Finden von Gegenständen oder Besiegen bestimmter Gegner, weshalb es dem Spiel letztendlich an Abwechselung mangelt.

Grafisch ist das Abenteuerspektakel ebenfalls durchwachsen ausgefallen. Die Umgebungen wirken auf den ersten Blick schön gestaltet und fangen das Fantasy-Flair der Filmvorlage geschickt ein. Doch die teilweise hässlichen Gesichtstexturen und hakeligen Bewegungen mancher Figuren berauben dem Spiel wieder seines Charmes. Ungünstig fallen auch die Kameraperspektiven aus, die zahlreiche tote Winkel beinhalten und somit unnötig für Frust sorgen. Die einzigen Glanzpunkte des Spiels sind die atmosphärische Hintergrundmusik und die deutsche Sprachausgabe, welche stets zu überzeugen wissen.
Pro
Atmosphärische Hintergrundmusik
Gelungene deutsche Sprachausgabe
Zahlreiche Filmsequenzen
Contra
Unklare Missionsziele
Ungünstige Kameraperspektiven
Umständliche Steuerung
Abwechselungsarmes Missionsdesign
Lückenhaft erzählte Geschichte
Fazit
Mir fehlen fast die Worte, um zu beschreiben welch ungeheures Potential die Entwicklerschmiede Traveler’s Tales hier verschenkt hat. Die Ansätze des Action-Adventures Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia sind wahrlich nicht schlecht. Aber beim Spielen begleitete mich stets das Gefühl, dass das Game noch ein paar Monate mehr Entwicklungszeit benötigt hätte. Die Steuerung sowie das Gameplay wirken in vielen Situationen einfach unnötig umständlich. Die Kämpfe gehen jedoch zumeist locker von der Hand und machen durchaus Spaß, aber das Betätigen von Schaltern oder etwa Werfen des Greifhakens fällt kompliziert aus. Manche Kommandos werden vom Spiel falsch erkannt und die Figuren bewegen sich ungenau. Die Kameraperspektiven sind ungünstig gewählt und beinhalten oftmals tote Winkel. Außerdem rennt man häufig ziellos in den Arealen herum, um zufällig ein Ereignis auslösen, damit das Game endlich voranschreitet. Auch Fans des Films sollten das Spiel vor dem Kauf probespielen, alle anderen können sich ihr Geld sparen.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action • Action-Adventure
Publisher
Disney Interact...
Entwickler
Travellers Tale...
Website
-
Release
18. Juli 2008
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User-Bewertung
60
1 Bewertung
0 Reviews
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