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Rechts oder Links: Ambidextrous Challenge  
» Autor: Georg Gruber
» Datum: 05.04.2008
» Gesamtwertung:
/5
1/5: Kaufwarnung
hat zahlreiche Schwächen.
Wie wir bewerten
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Rechts oder Links: Ambidextrous Challenge (auf dt.: Beidhändige Herausforderung) stellt einen Gehirntrainer dar, der helfen soll, die Denkleistung und Koordination der jeweils weniger geschickten Hand zu verbessern.
» Berühre das Licht! (?Licht?)
Im (wissenschaftlich stark zweifelhaften) Intro wird erklärt, dass die linke Gehirnhälfte der Sitz des Logikzentrums ist, während die rechte eher für Kreativität sorgt. Leider geht's ab dort nur mehr bergab bis zum völlig falschem Statement, welches Rechtshänder als die besseren Logiker und Linkshänder als die kreativeren Menschen darstellt. Durch Training der weniger dominanten Hand soll im Gehirn eine bessere Verbindung zwischen linker und rechter Hälfte hergestellt werden.

15 Minigames, bei denen sich der Handheld jeweils in vertikaler Lage befindet, müssen zuerst mit der 'starken' und anschließend mit der 'schwachen' Hand ausgeführt werden. Die Herausforderungen reichen dabei über Variationen von grüne Kreise antippen, rote Quadrate wegrubbeln bis hin zum Nachzeichen bestimmter Symbole. Am Ende jeder Übung erhält man eine Statistik, die anzeigt, wie beidhändig man angeblich ist. Technisch ordnet sich Rechts oder Links in die unterste Schublade der DS-Spiele ein: Die Grafik besteht aus Strichmännchen, der Sound beschränkt sich auf gelegentliches Piepsen, die Zeichenerkennung arbeitet inkonsistent und die Lokalisierung strotzt vor Fehlern.
Pro
Gute Idee mit Potenzial
Contra
Eintönige Minigames
Ohne Langzeitmotivation
Schlampige Lokalisierung
Viel zu teuer
Fazit
Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht. Die innovative Idee hinter Rechts oder Links: Ambidextrous Challenge zerbröselt nicht nur an der schwachen Präsentation, sondern auch in Sachen Gameplay wird erschreckend wenig geboten. Die 15 Minigames sind kaum mehr als Variationen von "Whac-A-Mole", bei denen man irgendwelche Symbole anklicken, schieben oder wegrubbeln muss. Wären die Entwickler ehrlich, dann dürfte auf der Packungsrückseite bestenfalls drei Minispielvarianten erwähnt werden. Die mangelhafte Symbolerkennung tut ihr übriges, um dem Spieler selbst das letzte Quäntchen Neugier auszutreiben: Wenn die Software nicht einmal in der Lage ist, konsistent Buchstaben wie 'T' oder 'E' zu unterscheiden, dann greift man sich nur mehr an die linke oder rechte Kopfseite. Dazu kommen noch pseudo-wissenschaftliche Halbwahrheiten und eine schlampige Lokalisierung, die von Rechtsschreibfehlern bis hin zum fehlenden Zeichensatz reicht. Und das Ganze für 30 Euro? Geschenkt ist noch zu teuer!