Mäßige Minispielsammlung, die mit Steuerungsproblemen und einer kargen Präsentation zu kämpfen hat.
Es geht ein Licht auf Gedächtnistrainer stehen seit
Nintendos Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging: Wie fit ist Ihr Gehirn? hoch im Kurs der DS-Besitzer, so verwundert es auch nicht, dass andere Firmen ebenfalls ein Stückchen dieses
» Wo ist das größte Viereck versteckt? |
Erfolges abhaben wollen. Deshalb veröffentlicht
THQ unter seinem „Fair Pay“-Label das günstige
Mindstorm: Train your Brain, welches das Oberstübchen mittels diverser Übungen wieder richtig auf Vordermann bringen soll. So stehen Logikaufgaben, Reaktionstests und Rätsel an der Tagesordnung, welche die Leistungsfähigkeit des Gehirns verbessern.
Zu Beginn des Spiels wird ein eigenes
Profil erstellt, welches Namen, Alter und Geschlecht erfasst. Danach begrüßt schon der Spielbegleiter namens
Professor den Probanden und erklärt im Schnelldurchlauf die wichtigsten Menüs. So offeriert
Mindstorm verschiedene Modi, die Rücksicht auf die jeweilige Umgebung bzw. Erfahrung des Spielers nehmen. Wählt man z.B. den Menüpunkt
Unterwegs, dann stellt das Programm nur wenige und sehr schnell zu lösende Aufgaben, während es bei
Zu Hause längere und deutlich fordernde Übungen anbietet. Eine interessante Idee, die bei einer Minigame-Sammlung jedoch fragwürdig wirkt. Schließlich sollen die Aufgaben ja nur fünf bis fünfzehn Minuten täglich fesseln und die Konzentration sowie das logische Denkvermögen steigern.
Ohne Witz, Charme und Melone Die
Übungen umfassen ein breites Spektrum, um alle Bereiche des Gehirns zu fordern. So gilt es z.B. zwei Bilder zu vergleichen und die Unterschiede auf dem Touchscreen per Stylus
» Bringt die Puzzle-Teile in die richtige Reihenfolge. |
zu markieren. Im
Labyrinth wird die Hand-Augen-Koordination verbessert, in dem man eine Kugel durch ziehen des Touchpens vom Anfang bis zum Ende des Kurses manövriert und einigen Hindernissen ausweicht. Die Logikrätsel erfordern wiederum das Lesen eines Textes und anschließende Auswählen der korrekten Antwort. Ebenso gilt es Formen durch antippen des Stylus zu drehen und richtig in den vorgegebenen Rahmen einzusetzen. Die
Steuerung per Touchpen wirkt zwar sehr intuitiv, offenbart aber nach ein paar Minuten
massive Mängel. Das Drehen von Objekten durch das schnelle zweimalige Berühren funktioniert in der Praxis nur selten und sorgt für
enormen Frust. Auch in anderen Minispielen sind kleinere Aussetzer zu bemerken, die den Spielspaß merklich ausbremsen.
Grafisch gibt sich
Mindstorm äußerst
simpel und karg, denn die Minispiele offerieren wirklich nur die allernötigsten Animationen. Auch der
Professor als Spielbegleiter wirkt stets aufgesetzt und lässt den Charme von
Dr. Kawashima vermissen, welcher mit lustigen Anekdoten und Animationen das Geschehen geschickt auflockert. Auch die
spärliche Musikuntermalung trägt nicht besonders positiv zum Unterhaltungsfaktor bei, bleibt aber zum Glück unauffällig im Hintergrund.