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Futurama
Wer kennt sie nicht, die Zeichentrickserie aus der Feder von Simpson-Macher Matt Groening. Die netten, freundlichen Gestalten des Planet Express aus dem 31. Jahrhundert machen nun nach unserem Fernsehbildschirmen auch unsere XBox unsicher. Story: Professor Farnsworth hat den Planet Express Lieferservice an die Großindustrielle Mom verkauft. Das war ein schwerwiegender Fehler - denn nun besitzt Mom mehr als 50% von allem auf der Erde - somit gehört die Erde nun de-facto ihr. Als erste Werk erklärt sie die Menschen zu ihren Sklaven, die von ihren Hover-Bot Todesschadronen überwacht werden und benennt Mutter Erde in Mom Erde... Im Endeffekt ein Riesenschlamassel, das man so nicht auf sich sitzen lassen darf und daher beschließen unsere (Serien-)Helden dem Treiben ein Ende zu bereiten. Gameplay: Wie in vielen anderen Action-Adventures steuert ihr bei Futurama immer einen der Helden aus der 3rd Person Perspektive durch die verschiedenene Levels. Der für das aktuelle Level zu spielenden Character ist dabei vom Spielablauf vorgegeben, damit wird die Story vorangetrieben. Die spielbaren Charactere unterscheiden sich dabei grundlegend von ihren möglichen Fertigkeiten: Fry "Das ist doch das Zeug, das Bender mir immer klaut." Unser Klügster und Fleissigster. Er kann als einziger Schußwaffen verwenden und damit die Hover-Bot Todesschwadronen reihenweise dezimieren. In einem Level sitzt Fry in einen gegnersichen Kampf-Mech, wobei sich die Steuerung hier auf Schießen und Zielen beschränkt. Bender "Hier gefällts mir nicht - hier gibts ja nichts zu klauen." Der nette, hilfsbereite, freundliche Roboter. Seine Vorzüge sind der schnelle Angriff nach vorne, der Kreiselangriff und der Sprungangriff. Leela "Das hätte ich auch mit einem geschlossenen Auge geschafft." Die Mutantin mit den hübschen Augen... äh dem hübschen Auge. Die Kung-Fu-Spezialistin kämpft gegen ihre Gegner mit Fausthieben und Fußtritten. Dr. Zoidberg Der nette Doktor mit dem gesunden Apettit. Dr. Zoidberg tritt eigentlich nur als Gast-Star in einem Level auf. Er hat eigentlich keine Spezialität außer auf irgendwelchen Tieren zu reiten und mit diesen über die Hindernisse zu springen. Der Spielablauf ist im Großen und Ganzen ein Jump & Run mit Shoot'em Up- oder Beam'em Up-Einlagen. Gespielt werden die Charactere dabei immer aus der 3ten Person. An einigen Stellen des Spiels gilt es einfach Rätsel zu lösen, meist ist einfach ein Schalter umzulegen oder mehrere Schalter in der richtigen Reihenfolge. Wer sich im Spiel durch die Levels der Geschichte kämpft (die übrigends von den original Futurama-Autoren ausgedacht wurde) kann durch Aufsammeln von Objekten zusätzliche Continues verdienen. Health-Packs liegen in allen Ecken und Enden der Levels (Slurm-Dosen für Fry, Vitamin-Pillen für Leela und Flaschenweise Old Fortran für Bender). Gespielt wird dabei auf den Straßen von New New York, einer Stadt auf der Sonne, in der Basis von Mom und einem Planeten im letzen Eck der Galaxis. Alle paar Level gilt es einen von Moms Söhnen als Boss-Gegner zu besiegen. Zum Freischalten von zusätzlichen Bonus-Features (Movies und Bild-Galerien mit Werbeplakaten aus der Futurama-Welt) gilt es in jedem Level die sehr gut versteckten Nibblers zu finden. Nibblers sind die kleinen niedlichen Haustiere, die von Mom in kleine Käfige gesteckt wurden (laut Bender sind die so niedlich das es schon widerlich ist). Grafik: Auf den ersten Blick sieht die Grafik sehr gut aus. Das gesamte Spiel ist im Cel-Shading Comic-Look gehalten, die an die Vorlage (der Serie) schon relativ gut herankommt. Leider gibt es allerdings zwei große Mankos: im Spiel ruckelt das Geschehen so gut wie die ganze Zeit und das nicht nur ein bischen, sondern ziemlich schlimm. Dazu kommt noch die komplett verstörte Kameraführung, man muß sogut wie immer mit der Kamera einmal um die ganze Achse nachregeln, um einigermaßen einen vernünftigen Blickwinkel zu bekommen. An einigen Stellen -vor allem in Innenräumen- ist das Nachfahren der Kamera unmöglich, die Kamera ist hinter einer Wand und man sieht im Moment seinen Character überhaupt nicht. Für ein 3rd Person Adventure ist dies aber für den normalen Spieler kaum akzeptabel. Positiv seien hier auch noch die relativ langen und sehr guten Zwischensequenzen anzumerken. Diese vorgerenderten Zwischensequenzen treiben die Geschichte voran. Sound: Bei der deutschen Übersetzung hat man sich anscheinend nicht lumpen lassen. Die deutschen Originalsprecher aus der Fernsehserie leihen allen Characteren ihre unverwechselbaren Stimmen. Dafür hat man aber bei den Musikstücken gespart, außer der Intro-Musik aus der Serie gibt es nicht viel zu hören, pro Spielfigur (Fry, Bender, Leela) gerade mal ein Musikstück. Steuerung: Die Steuerung ist relativ einfach gehalten, Stick-Links zum Bewegen und Stick-Rechts zum Umsehen. Fry kann über R1 zum Schießen die Gegner mittels Auto-Aim (Lock-On) anvisieren und trifft damit sogut wie immer. Bei jeder Figur werden im ersten Level Texte mit Tricks zur Steuerung der aktuellen Figur eingeblendet, ich hatte damit und der Default-Steuerung eigentlich keine Probleme mich sofort zurechtzufinden. Fazit: Auf der einen Seite hat mich die ins Spiel integrierte Story gefesselt. Die Originalstimmen und sehr guten Zwischensequenzen helfen hier nicht unwesentlich mit und unzähliche Gags (wie in der TV-Serie) sind auch im Spiel integriert. Als Bonus ist auf dem Spiel eine Vorschau zur Futurama Season 3, sowie ein Werbespot des Spiels. Einige Spielideen wurden zwar von anderen Jump & Runs geklaut - z.B. das Level mit Dr. Zoidberg der auf dem Rücken eines Tieres durch das Level reitet ist aus Crash Bandicoot geklaut, trotzdem bleibt Story und Stimmung immer originell. Auf der anderen Seite sind hier die technischen Mängel, mich persönlich hat vor allem das Dauer-Ruckeln durch fast alle Levels sehr stark gestört. Zudem ist der Schwierigkeitsgrad des Spiels nicht allzuhoch angesiedelt (naja, es gibt einige ziemlich gemeine Level-Abschnitte). Das ganze Spiel ist sicher in 4-6 Stunden durchgespielt, der Schwierigkeitsgrad selbst kann im Spiel nicht ausgewählt werden. Futurama-Fans wir dies aber nicht abhalten können sich das Spiel zu besorgen. Allerdings allein um die Sprüche von Bender, Fry & Co zu hören und zu wissen wie bzw. ob die Pläne der bösen Mom am Ende gestoppt werden können ist sicher keinen blinden Kauf dieses mittelmässigen Spiels wert. |
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