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Final Fantasy Crystal Chronicles: Ring of Fate...  
» Autor: Amir-Oliver Tabba
» Datum: 18.06.2008
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Spaßiges Action-RPG, welches durch ein abwechselungsreiches Spieldesign sowie eine schöne Präsentation besticht.

Der Ring des Schicksals
Drohend legt sich der rote Schimmer des Monds jede Nacht wie ein erstickender Schleier über die Welt, doch die heilige Präsenz der Kristalle hält das Böse fern. In diese Welt werden die Zwillinge
» Was plant dieser finstere Geselle?
Yuri und Chelinka geboren, denen eine Kraft zuteil ist, die sie nur gemeinsam entfalten können. Doch eine große Gefahr droht ihr Glück zu zerstören, denn der Mond entsendet seine Häscher, die Lunaren, um den endgültigen Sieg zu erringen. Können die Geschwister verhindern, dass die Handlanger sich ihre besondere Fähigkeit zu nutze machen, um die Macht der Kristalle zu brechen und somit dem Bösen das Tor zur Welt zu öffnen.

Final Fantasy Crystal Chronicles: Ring of Fates für den DS ist ein Action-RPG im Stil des 16Bit-Klassikers Secret of Mana. Das Spiel bedient sich dabei des gleichen Erfolgrezepts, welches mit einer Mischung aus Echtzeitkämpfen, Sprungeinlangen, Rätselkost sowie RPG-Elementen aufwartet – wobei das Abenteuer alleine sowie kooperativ bestritten werden kann. Dadurch möchte die berühmte Rollenspielschmiede Square Enix wieder an alte Erfolge anschließen und die, trotz einer wunderschönen Optik, eher durchwachsenen Action-RPGs der letzten Jahre vergessen lassen.

Actionreicher Knobelspaß
Während des Spiels übernimmt man die Kontrolle über einen von vier Charakteren, wobei die CPU die restlichen drei Gefährten steuert. Per Tastensteuerung bewegt sich die eigene Figur
» Der Schwachpunkt des Gegners ist der Kristall.
durch die Dungeons und vollführt durch Knopfdruck heftige Attacken. Mehrfaches Betätigen der Angriffstaste löst durchschlagskräftige Combos aus, welche verheerenden Schaden anrichten. Auch Offensiv- und Defensivzauber können gewirkt werden, sofern im Inventar die entsprechenden Elementkugeln – so genannte Maginiten – vorhanden sind.

Neben dem Kämpfen gilt es auch regelmäßig kleinere Rätsel zu lösen, in denen oftmals die Spezialfertigkeiten der vier Helden zum Einsatz kommen. So kann z.B. Meeth an bestimmten Punkten ihren Zauberpot nutzen, um zu höher gelegenen Plattformen zu schweben oder Gnash mit seinen Pfeilen entfernte Schalter umlegen. An vorgesehenen Stellen lässt sich auch durch Ziehen des Stylus Unsichtbares aufdecken, wodurch vorher versperrte Wege plötzlich passierbar sind. Nebenbei gibt es immer wieder Sprungpassagen zu meistern, welche jedoch keinerlei Problem darstellen. Außerhalb der Kämpfe steht der Besuch in den örtlichen Geschäften an. Dort kann man nicht nur Ausrüstung kaufen, sondern auch aus gefundenen Gegenständen mächtige Waffen herstellen lassen, welche mehr Durchschlagskraft besitzen.

Gemeinsam allein
Leider haben die Entwickler die KI der CPU-Mitstreiter verpatzt. Obwohl man zu viert durch die Dungeons streift, müssen alle Monster im Alleingang besiegt werden. Meistens stehen die Gefährten
» Kleinere Aufgaben müssen in den Dungeons gelöst werden.
nur dumm in der Gegend herum, anstatt die Gegner zu attackieren. Außerdem fällt die Wegfindung der CPU-Charaktere katastrophal aus. Sie können nie mit der eigenen Figur schritthalten und bleiben stets irgendwo hängen. Trotzdem machen die Kämpfe viel Spaß, denn dank des niedrigen Schwierigkeitsgrades stört das miese Verhalten der Gefährten überhaupt nicht. Außerdem reicht ein Tastendruck, um alle Gruppenmitglieder herbeizurufen, wodurch die KI-Schwächen kaum den Spielspaß trüben. Der Modus Missionen erlaubt es auch gemeinsam mit drei Freunden – mittels Multi-Karten-Spiel – durch die Dungeons zu wandern und dem gemeinsamen Metzeln zu frönen. Ebenso wird die Wi-Fi-Connection genutzt, um die im Spiel enthaltenen Mogrys zu tauschen. Über den Status eines Gimmicks kommt diese Option jedoch nicht heraus.

Optisch wartet das Spiel mit einer detaillierten sowie farbenfrohen 3D-Grafik auf, die den DS richtig ausreizt. Jede Änderung der Ausrüstung zeigt sich sofort und deutet die Liebe der Entwickler zum Detail an. Ebenso wissen die ganz kurzen CG-Videos und die gelegentliche englische Sprachausgabe vollkommen zu überzeugen. Außerdem sorgen die epischen Musikstücke stets für die passende Atmosphäre, wodurch das Kämpfen noch mehr Spaß bereitet.
Pro
Nett inszenierte Geschichte
Beeindruckende Grafik
Atmosphärischer Soundtrack
Abwechselungsreiche Dungeons
Niedriger Schwierigkeitsgrad
Süchtig machende Kämpfe
Kooperativer Mehrspieler-Modus
Englische Sprachausgabe
Contra
Miese CPU-KI
Miserable Wegfindung
Umständliche Menüführung
Schwacher Online-Modus
Fazit
Final Fantasy Crystal Chronicles: Ring of Fates ist ein gutes Action-RPG geworden, welches aufgrund unnötiger Mängel jedoch nicht sein volles Potential ausschöpft. Obwohl es nie die Klasse des 16Bit-Meilensteins Secret of Mana erreicht, bereitet das Spiel doch ungemein viel Spaß. Das Besiegen von Monstern und Sammeln von Gegenständen macht regelrecht süchtig - obwohl die CPU-Mitstreiter keinerlei Unterstützung darstellen und stets nur regungslos herum stehen. Aber der niedrige Schwierigkeitsgrad verhindert, dass dieses Manko den Spielspaß trübt und erlaubt selbst Anfängern den einfachen Einstieg. Pluspunkte sammelt das Game im Multi-Karten-Modus, welche das kooperative Bestreiten von Missionen ermöglicht. Dadurch machen die Kämpfe und das Lösen der Rätsel noch mehr Freude und entschädigen für die schwache CPU-KI sowie die umständliche Menüführung. Bei der Präsentation hat sich Square Enix ebenfalls nicht lumpen lassen und reizt die Hardware des Handhelds richtig aus. So wartet das Spiel mit einer detailverliebten 3D-Grafik auf, die das passende Flair aufkommen lässt. Zusätzlich wird die Atmosphäre durch die englische Sprachausgabe sowie dem epischen Soundtrack verstärkt. Wer Action-RPGs mag und sich gerne zu viert durch die Monsterhorden kämpft, sollte Ring of Fates unbedingt probespielen.