Kindgerechter Knobelspaß mit einer zweckmäßigen Präsentation und schwachem Mehrspieler-Modus.
Wissen ist Macht Sat.1 hat einige erfolgreiche Abendsendungen im Programm, die regelmäßig die Zuschauer vor das Fernsehgerät locken. Auch
Clever! mit
Wigald Boning erfreut sich einer
» Verbindet die Zahnräder und Ketten richtig miteinander. |
treuen Fan-Gemeinschaft, offeriert die Show doch lustige, aber dennoch bildende Experimente. So verwundert es auch nicht, dass
SevenOne Intermedia ein Denkspiel mit der bekannten
Sat.1-Lizenz für den Nintendo DS veröffentlicht. Anhänger der Sendung werden jedoch überrascht sein, dass bis auf den Titel
Clever! Das Spiel, das Wissen schafft kein richtiger Bezug zum Original besteht. Stattdessen steht ein
kindlicher Knobelspaß im Vordergrund, der mit
100 verzwickten Laborexperimenten ausreichend Unterhaltung für jung und alt bieten soll.
Um den Aufgaben einen Zusammenhang zu geben, bastelten die Entwickler eine
seichte Geschichte rund um ein paar Schulstreber, die von Schlägern bedroht werden. Körperlich haben die klugen Köpfe zwar keinerlei Chance gegen die Rüpel, aber mit ihren einfallsreichen Streichen zahlen sie den Raufbolden deren Taten heim. Wie zu erwarten befindet sich die Story auf sehr kindlichen Niveau, weshalb auch die Altersfreigabe ab drei Jahren nicht zu verwundern mag.
Ein Geistesblitz Dank eines
ausführlichen Tutorials werden alle spielrelevanten Aspekte genauestens erklärt. Die
intuitive Stylus-Steuerung geht von der ersten Sekunde an locker von der Hand und erkennt
» Zahlt den Raufbolden ihre Gemeinheiten heim. |
auch kleinste Berührungen des Touchscreens. Mit der Kontrolle vertraut gilt es 100 Laborexperimente zu lösen, in denen Zahnräder, Laufbänder, Batterien, Kabel, Rohre und andere Utensilien korrekt zusammen gesetzt gehören, um das gestellte Problem zu lösen. So muss man z.b. mit einer vorgegebenen Anzahl an Leitungsrohren das Wasser vom Wasserhahn zu einer bestimmten Stelle umleiten oder mittels Zahnrädern Laufbänder in Gang bringen, damit ein Ball vom Bildschirm verschwindet. Im weiteren Spielverlauf steigt der Schwierigkeitsgrad stetig an, dennoch bleibt das Spiel stets fair, was an der
gelungenen Hilfsfunktion liegt. Die zeigt bei Bedarf an, wo ein bestimmter Gegenstand platziert werden muss. Nach dem Absolvieren des Hauptmodus können sich die Spieler auch unter Zeitdruck in Multi-Karten-Spielen miteinander messen. Aufgrund des Kartenzwangs für jeden Zocker und des
fehlenden Online-Modus weiß das Game jedoch hier nicht ausreichend zu motivieren.
Die im
Comicstil gehaltene Grafik wirkt leider nur
zweckmäßig und technisch veraltet und wird bei älteren Spielern keinen Anklang finden. Die fröhliche Hintergrundmusik und Klangeffekte, wie z.B. das Platzen von Ballons oder das Drehen von Zahnrädern, passen gut zum Geschehen, ohne sich negativ oder positiv hervorzuheben.