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Assassin's Creed: Altair's Chronicles  
» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 24.04.2008
» Gesamtwertung:
/5
2/5: Für Fans des Genres
bietet nichts Besonderes.
Wie wir bewerten
Müdes Spin-Off des beliebten Konsolenpendants.

Rumble in the Middle East
Gut laufende Next-Generation-Titel von Drittherstellern haben fast alle eines gemeinsam: Ein Spin-Off für Nintendos Geldruckmaschine "Nintendo DS". So geschehen natürlich auch mit Assassins Creed, welches in
» Auf dem DS leider nur ein Jump'n'Run.
Form der Altair Chronicles eine entsprechende Umsetzung für Big Ns Handheld spendiert bekam. Die Entwicklung übernahm Gameloft, die eigentlich eher für Handyspiele bekannt sind. Ein schlechtes Omen? Leider ja.

Assassin's Creed: Altair Chronicles ist nämlich nichts weiter als ein optisch zugegebenermaßen sehr ansprechendes, spielerisch aber vollkommen uninspiriertes Jump'n'Run mit dämlichen Touchscreen-Einlagen und ideenlosem Gameplay. So springt man als Attentäter Altair über Dächer und Abgründe, balanciert in windigen Höhen über Balken, weicht dabei Hindernissen wie Stacheln, Speeren und Schlangen (!) aus, schwingt mittels Enterhaken über Schluchten und liefert sich die eine oder andere Keilerei mit Wachen und Kreuzrittern.

Jump'n'Assassinate
Das Kampfsystem orientiert sich weitestgehend an der Konsolenvorlage. So müssen die leider viel zu oft blockenden Gegner durch Schlagkombinationen oder schnelle Kontermoves überwältigt werden. Das Ganze
» Die Touchscreen-Einlagen sind mies.
funktioniert auf dem DS weniger gut als im Konsolenvorbild, kann allerdings immer noch als befriedigend bezeichnet werden. Weitaus schlimmer ist es um die Touchscreen-Einlagen bestellt. Diese sind extrem langweilig ausgefallen. So muss man beispielsweise bei Taschendiebstählen einen Schlüssel zwischen anderen Gegenständen mittels Stylus hindurchlenken oder bei Verhören bestimmte Punkte zum richtigen Zeitpunkt antippen.

Grafisch zeigt sich Assassin's Creed: Altairs Chronicles sehr ordentlich und komplett in 3D. Allerdings wirken einige Animationen etwas abgehakt und es kommt zu gelegentlichen Slowdowns. Die akustische Untermalung weiß ebenfalls zu gefallen. Weniger gut gefällt die Inszenierung der Geschichte, welche in billigen Rendersequenzen, Textpassagen und Standbildern fortgesponnen wird – übrigens bildet die Geschichte ein Prequel zur Konsolenversion.
Pro
Gute Technik
Solide Standardkost ...
Contra
... aber eben nur Standardkost
Extrem einfallslos
Kämpfe mit der Zeit mühsehlig
Abgehakte Animationen und Slowdowns
Fazit
War ich schon von dem "großen" Assassin's Creed nicht sonderlich begeistert, schafft es die DS-Version mir höchstes ein müdes Gähnen ins Gesicht zu zaubern. Die Jump'n'Run-Kost die hier geboten wird ist dermaßen inspirationslos und langweilig, dass man sich genau vorstellen kann, wie es bei der Entwicklung abgegangen sein muss: "Wir nehmen ein beliebtes Franchise, eine solide 3D-Engine und verwursten das ganze zu einem klischeebeladenen 08/15-Spiel. Es wird schon genug Käufer finden, schließlich steht ja Assassins Creed drauf!" Doch ganz so schlimm ist das Spiel auch wieder nicht. Die Umsetzung der altbekannten Formel zeigt sich einigermaßen gelungen, die Kämpfe sind zumindest anfangs ganz spaßig und Grafik sowie Sound überzeugen. Brauchen tut das Spiel zwar immer noch niemand ernsthaft, aber vor allem Fans des flinken Mittelalter-Attentäters dürften einen gewissen Gegenwert für ihr Geld bekommen – es erzählt immerhin die Vorgeschichte zum Konsolenpendant.