Retro-RPG-Gameplay in seiner reinsten Form, welches immer noch begeistert.
Vier Helden, vier Kristalle und ein OberbösewichtVier Helden durchstreifen das Land auf der Suche nach vier magischen Kristallen, welche
zum Aufhalten einer urbösen Macht benötigt werden. Dabei passieren sie einen Feuerberg, einen unterirdischen
» Vier Helden auf der Suche. |
Wassertempel, einen Windturm und allerlei andere 08/15-Dungeons. Viel langweiliger und uninspirierter könnte die Hintergrundgeschichte zu einem Rollenspiel kaum ausfallen. Doch das war vor über 20 Jahren kein Hindernis, es dennoch zu einem
Kultklassiker zu bringen. Lange vor aufwändigen Rendersequenzen, verschachtelten Storys epischen Ausmaßes und tiefgreifenden Charakterzeichnungen war die
Final Fantasy-Reihe weitaus rudimentärer.
Square-Enix bringt den ersten und zweiten Teil der Reihe nun in einer grafisch aufpolierten Fassung für Sonys PlayStation Portable. So wurden sämtliche
Sprites und Hintergrundgrafiken überarbeitet, um einen klareren, saubereren Look mit pralleren Farben zu gewährleisten, ohne den Retro-Look zu zerstören. Zudem hat man dem Programm auch die Rendersequenzen aus der PlayStation 1-Portiertung namens
Final Fantasy: Origins spendiert. Auch ist die musikalische Untermalung gelungen. Doch es gibt auch einen Nachteil gegenüber der Urfassung sowie dem GBA-Port: Durch die UMD entstehen hin und wieder
sehr kurze Ladezeiten, die es bei den Modulen nicht gab. Auch das Speichern dauert sogar deutlich länger als damals.
Rudimentäres aber spaßiges Kampf-RPGSpielerisch wird sehr kampfbetonte RPG-Kost geboten. Die meiste Zeit ist man in irgendwelchen Dungeons oder auf der Weltkarte unterwegs und vermöbelt in streng
rundenbasierten Zufallskämpfen bis zu neun
» Die Grafik wurde schick überarbeitet. |
Gegner gleichzeitig. Dabei stehen der Heldentruppe zahlreiche Angriffsformen, Zauber und Spezialfähigkeiten zur Verfügung, was den Auseinandersetzungen eine gewisse Tiefe verleiht. Schwarzmagier brutzeln Feinde mit Blitzen, Krieger verlassen sich auf ihre Waffen und Weißmagier heilen angeschlagene Verbündete. Mischklassen wie die Rotmagier glänzen gleich in mehreren Bereichen.
Durch Kämpfe erhalten die Recken Erfahrungspunkte und Gold. Letzeres kann
in Dörfern und Städten gegen neue Ausrüstung und Zauber eingetauscht werden. Dialoge mit der Bevölkerung spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Lediglich Konversationen mit Schlüsselcharakteren sollte man aufmerksam zuhören, damit stets klargestellt ist, wohin es als nächstes in der
großen, frei breisbaren Spielwelt geht. In dieser verläuft man sich während der rund
20 bis 25 Stunden umfassenden Spielzeit nämlich des Öfteren mal. Als kleinen Bonus haben die Entwickler der PSP-Version übrigens noch den Bonus-Dungeon aus dem GBA-Port
Dawn of Soulds sowie einen brandneuen spendiert. Leider rechtfertigt dies nicht den PSP-Vollpreis von rund 30 bis 35 Euro. Für diesen Betrag gab es damals
Final Fantasy 1 & 2 auf dem GBA nämlich zusammen auf einem Modul.