Sehr gelungene DS-Portierung einer knallharten Action-Reihe, die allerdings beim Umfang spart.
Von Groß auf KleinFrüher oder später erwischt es alle großen Serien: Sie bekommen einen Handheld-Ableger spendiert. Das kann, wie beispielsweise im Falle von
God of War: Chains of Olympus ganz hervorragend funktionieren, aber
» Ryu nun auch auf dem DS. |
auch mächtig in die Hose gehen, wie beispielsweise
Splinter Cell: Essentials vor geraumer Zeit zeigte. Nun ist Vorzeige-Ninja Ryu Hayabusa aus
Ninja Gaiden an der Reihe, der sich bisher nur auf beiden Xbox-Systemen sowie der PlayStation 3 wacker geschlagen hat.
Dass ausgerechnet der Nintendo DS für die Portierung herhalten musste, gab vielen Martial-Arts-Fans bei der Ankündigung von
Ninja Gaiden: Dragon Sword mächtig zu denken. Doch hier sei gleich einmal eine Entwarnung ausgesprochen: Team Ninjas neuestes Werk
spielt sich richtig gut und erfreut obendrein durch eine sehr intuitive Steuerung, welche die Gegebenheiten des Nintendo DS perfekt ausnutzt.
Der Stylus ist mächtiger als das SchwertNatürlich schlüpft der Spieler auch in
Ninja Gaiden: Dragon Sword in die Rolle des fernöstlichen Kriegers
Ryu Hayabusa – zumindest nach dem ersten Level, der als eine Art Tutorial dient. In diesem spielt man
» Ninpo-Magie hilft immer weiter! |
den neuen spielbaren Charakter
Momiji, eine Kunoichi, die ebenfalls über die Künste der Ninja verfügen kann. In diesem Level wird der Spieler auf die bevorstehenden
13 Stages vorbereitet und in die Bedienung – welche übrigens fast komplett über den Stylus erfolgt – eingewiesen. Zunächst einmal muss der Nintendo DS wie beispielsweise bei
Doktor Kawashiaras Gehirnjogging oder dem Adventure
Hotel Dusk vertikal gehalten werden.
Wird der Stylus anschließend auf den Bildschirm gehalten, bewegt sich die Spielfigur an diese Stelle. Streicht man über einen Gegner wird dieser entsprechend der vorgegebenen Bewegung angegriffen. So führt das virtuelle Alter Ego beispielsweise einen Querhieb aus, wenn man den Stylus von links nach rechts über einen Feind führt, oder attackiert ihn mit einem Überkopfschlag, wenn man mit dem Stylus von oben nach unten über den Feind streicht. Ein von unten nach oben geführter führt, lässt die Spielfigur springen. Schnelles Rubbeln auf dem Touchscreen lädt des Schwert auf, welches anschließend Superattacken entfesselt.
Alles drinNatürlich lassen sich sämtliche Aktionen nahtlos miteinander verbinden. So sind beispielsweise Abwärtsschläge aus der Luft ausführbar oder Feinde können durch Kombos malträtiert werden. Auch ans Blocken und Ausweichen
» Die Story wird in Standbildern erzählt. |
haben die Entwickler gedacht. Das funktioniert allerdings nicht per Stylus sondern durch Gedrückthalten eines beliebigen Buttons. Wird anschließend auf den Bildschirm getippt, führt die Spielfigur eine Rolle in die entsprechende Richtung aus. Zu guter Letzt sei noch die Ninpo-Magie erwähnt, welche mittels Aufmalen von Runen ausgelöst wird. Alles in allem funktioniert die Steuerung ganz hervorragend und präsentiert sich perfekt auf DS-Gegebenheiten abgestimmt – auch wenn es hin und wieder anstrengend werden kann.
Auch die restliche
Technik zeigt sich vorbildlich. Grafisch arbeiten die Entwickler mit einfachen Tricks], um
gute Ergebnisse zu erziehen. Statt dreidimensionaler Hintergrunde bedient man sich einfach vorgerenderter Bilder, so dass viele Polygone in die Figurengestaltung fließen konnten. Akustisch werden sowohl
tolle Soundeffekte wie auch pompöse Hintergrundmusik geboten. Allerdings muss man auf spektakuläre Zwischensequenzen verzichten. Statt Rendervideos gibt es hier nur schick gezeichnete Standbilder zu sehen.
Kurzes Ninja-SpektakelNatürlich glänzt Ninja Gaiden: Dragon Sword nicht nur in technischen Belangen. Dank vielen verschiedenen Gegnertypen, teils riesigen Bossgegnern und geglücktem Leveldesign wird der Titel nie langweilig.
» Auch auf dem DS warten fiese Bosse. |
Aufgelockert sind die actionreichen Fights durch
einfache Rätsel und Geschicklichkeitseinlagen, in denen man Schalter umlegen oder im richtigen Moment blinkende Kristalle abschießen muss. Das Ganze findet im Vergleich zu den Konsolenpendants übrigens auf einem humanen Schwierigkeitsgrad statt, so dass auch Einsteiger ihren Gefallen an dem Titel finden werden. Für Profis schaltet sich nach dem Durchspielen ein Experten-Modus frei.
Allerdings gibt es auch bei
Ninja Gaiden: Dragon Sword einige Haken: An erster Stelle ist hier der
sehr magere Umfang des Titels zu nennen. Geübte Spieler dürften für die 13 Levels kaum mehr als fünf Stunden benötigen. Des Weiteren steht dem Helden nur eine Nahkampfwaffe – das Katana – zur Verfügung, während man in den Konsolenfassungen die Wahl aus einer Vielzahl an Kriegswerkzeug hat. Für Wiederspielwert sorgen lediglich freispielbare Extras in Form von Charakterbiografien, Zwischensequenzen und Tagebucheinträgen sowie der benannte Elite-Ninja-Modus. Wer möchte kann sich darüber hinaus per
Online-Rangliste mit anderen Spieler via Highscore messen.