Lahmer Aufguss eines unverwüstlichen Klassikers.
Würmer im WeltallWenn es darum geht, ein altes, aber immer noch geniales Spielprinzip auszuschlachten und immer wieder neu aufzulegen, dann ist sich kein Entwickler oder Publisher zu schade, auch den x-ten Klon eines Klassikers auf den Markt zu bringen.
Ein besonders hartnäckiges Franchise » Nichts Neues an der Front. |
ist hier die Worms-Reihe, bei der man aufgrund fehlender Nummerierungen in den Spieletiteln nur noch schätzen kann, wie viele Spiele es rund um die kriegerischen Nachtkriecher mittlerweile gibt. Rein vom Gefühl her dürften es mittlerweile jedenfalls mehrere hundert Ableger sein ...
Okay, so viele sind es natürlich nicht, dennoch stellt man sich langsam die Frage, warum es immer wieder neue Ableger der Reihe geben muss, Eine plausible Erklärung wäre: "Jedes System braucht sein eigenes Worms-Spiel". Und nachdem Gamecube, PlayStation 2, Xbox, Xbox 360, PlayStation Portable und Nintendo DS bereits ihre eigenen Ableger bekommen haben, ist nun halt die Wii mal an der Reihe. Diese Version hört auf den Name
Worms: Odyssee im Wurmraum (Brüller!) und bietet altbekannte Gameplaykost.
Alleine, zu zweit, zu dritt oder zu viertIm Hauptmenü hat der Spieler zunächst die Möglichkeit, sein eigenes Würmerteam bestehend aus vier Figuren auf die Beine zustellen. Dazu gibt er den Kriechern Namen und wählt aus verschiedenen Kostümen sowie
Stimmen. Anschließend kann man sich entweder im
Story-, Versus- oder Mini-Spiel-Modus versuchen. Letzteres sind simple Minispiele, welche mit der Wiimote gespielt werden und haben nicht viel mit Worms gemeinsam. Die anderen Modi bieten bekanntes Programm. Bis zu vier Teams bestehend aus vier Würmern bekriegen sich in einer seitlichen 2D-Ansicht bis auf den letzten Krieger. Dabei können CPU- und echte Spieler beliebig gemischt werden. Wirklich Spaß macht das Ganze wie seit jeher aber nur mit mindestens einem menschlichen Kontrahenten.
Auf den
zufällig erstellten Schlachtfeldern sind die Spieler abwechselnd an der Reihe. Ziel ist es, als letzter zu überleben. Um die Feinde aus dem Weg zu räumen stehen 15 Waffen und Werkzeuge zur Verfügung – deutlich weniger also an in einigen Vorgängern. Darunter fallen Granaten, Panzerfäuste, Lenkraketen, Luftschläge und skurrilere Dinge wie explodierende Schafe. Doch nicht nur die Würmer sondern auch die Landschaft wird in den Schlachten in Mitleidenschaft gezogen, so dass man sich durch Wände sprengen oder Feinden den Boden unter den Füßen wegschießen kann.
Wiimote-WürmerkrampfNatürlich will jedes Wii-Spiel die dazugehörige Wiimote nutzen, um ein neuartiges und innovatives Spielgefühl zu erzeugen. Der Worms-Serie bekommt dieses Vorhaben allerdings weniger gut. Statt die Schussstärke mittels
Gedrückhalten einer Taste zu bestimmen, neigt man vor dem Schießen die Wiimote nach hinten, um die Schusskraft festzulegen. Anschließend muss je nach Waffe eine bestimmte Bewegung durchgeführt werden, um das Feuer zu eröffnen.
Unnötig kompliziert und wenig intuitiv.
Grafisch ist Worms: Odyssee im Wurmraum immer noch auf dem Stand des 1998 erschienenen Worms 2.
Technisch also komplett veraltet, stilistisch dank einiger lustiger Animationen aber immer noch brauchbar. Das gleiche Bild beim Sound: Solide Soundeffekte, witzige Sprachsamples und langweiliges Hintergrundgedudel. Halt eben alles, was man von der Reihe gewohnt ist.