Tex, Brutus, Hawk und Flint, zusammen bilden sie eine Sondereinheit die für den Kampf gegen Verbrechen und Terrorismus geschaffen wurde, die Brute Force. Das war es eigentlich auch schon was die Story angeht, Die insgesamt 18 Missionen hängen zum größten Teil nicht zusammen, eine richtige Story gibt es eigentlich nicht.
Brute Force kann man als Comandos aus der 3rd Person Perspektive sehen, man steuert ein vierköpfiges Team durch die Aufträge, während der Missionen kann man jederzeit zwischen den Charakteren hin und herwechseln, man kann den Teamkameraden auch Befehle geben, zwar nicht allzuviele, aber immerhin. Diese Befehle gehen von Stellung halten bis hin zu Deckung geben. Meistens agieren die Teammitglieder auch recht schlau, sie bleiben z.B. nicht an Wänden stecken.
Jeder der Charaktere hat seine Vorteile und Spezialitäten, so verfügt jeder Charakter über eine Technik mit der er besondere Fähigkeiten kriegt. Tex hat zum Beispiel dank seiner starken Waffen eine sehr hohe durchschlagskraft, seine Technik ist der Berserker, in diesem Modus kann er zwei Waffen auf einmal bedienen. Brutus ist auch einer der stärkeren, ihn zeichnet seine hohe Sehkraft aus, seine Technik ist es in dunklen Orten besser zu sehen und die Gegner umrennen zu können. Hawk ist schon weniger stark, ihre Waffen richten kaum Schaden an, dafür eignet sie sich herrvorragend zur Aufklärung, denn ihre Technik ist es sich Unsichtbar zu machen. Die letzte Charakterin ist Flint, sie ist eine Scharfschützin, Technik visiert die Gegner automatisch an und tötet diese meist mit nur einem Schuss. Unter der Lebensanzeige sieht man stets ob man die Technik benutzen kann oder nicht, wenn der weiße Balken der dieses anzeigt leer ist wird der Charakter wieder normal. Die Technik lädt sich mit der Zeit von alleine auf.
Grafisch ist Brute Force sehr schön, Bump Mapping wohin man sieht. Die Explosionen sehen sehr schön aus und auch die Wassereffekte können überzeugen, einziges Problem an der Grafik ist das es nur sehr wenige Szenarien gibt, meistens ist man in einem Dschungel oder in einer Lavalandschaft unterwegs, dies erzeugt mit der Zeit langeweile. Brute Force ruckelt nicht, nur sehr selten bei heißen Gefechten kommt es zu Slowdowns die aber nicht weiter schlimm sind. Die Gegner sind schön animiert, ihre bewegungen sehen sehr realistisch aus.
Auch der Sound kann überzeugen, der Soundtrack ist atmosphärisch und die Soundeffekte passen stets, auch ein paar lustige Sprüche sind teilweise von den Gegnern zu hören, diese bringen einen schon immer mal wieder zum schmunzeln.
Die Missionen in Brute Force sind leider sehr linear, die Missionen laufen meistens nach dem selben Schema ab: Navigationspunkt wird auf dem Radar angezeigt, auf dem Weg muss man Gegner ausschalten, nächster Navigationspunkt. So geht es leider die meiste Zeit, abwechslung wird kaum geboten.
Eigentlich sollte Brute Force ja ein Taktikspiel werden, doch das ist es nun wirklich nicht unbedingt, man kann zwar mit Hawk und ihrer Technik sich unsichtbar zu machen erstmal die Umgebung erkunden, dann mit Flint ein Paar Gegner aus der Entfernung ausschalten und dann mit Tex und Brutus den Rest machen, aber meistens ist es deutlich leichter und deutlich effektiver die Rambo Methode anzuwenden, einfach zu viert losstürmen und die Gegner haben meistens keine Chance. Außerdem ist es relativ unmöglich Taktik anzuwenden, denn die Gegner sehen einen meistens bevor man irgendeine Taktik anwenden kann, hier ist die KI vielleicht ein wenig zu gut geworden. Ein Wenig Taktik wäre für ein Taktikspiel auf jeden fall besser gewesen.
Abwechslung was die Waffen angeht gibt es, von der Minigun bis hin zum Scharfschützengewehr ist alles dabei. Die Charaktere können immer nur zwei Waffen tragen, zwischen den Waffen kann man mit Y wechseln. Mit X kann man eine auf dem Boden liegende Waffe aufheben, aber vorsicht, nicht jeder Charakter kann jede Waffe benutzen.
Natürlich stehen euch auch normale Items zur Verfügung wie Medikits die man mit der Schwarzen Taste benutzen kann. Mit B könnt ihr euch durch das Inventar blättern, und so auch die Granaten auswählen. Es gibt Splittergranaten die normal explodieren, Energiegranaten die alles in der Umgebung tötet und Gasgranaten die mit gift gefüllt sind. Mit der linken Schultertaste könnt ihr Granaten werfen.
Es gibt auch einiges freizuspielen, so kann man zum Beispiel für das Team Deathmatch Teams freispielen, aber viel gibt es leider nicht freizuspielen, die Langzeitmotivation ist leider nicht sehr hoch.
Die KI ist wie oben bereits erwähnt teilweise zu gut, sie sieht einen bevor man irgendeine Taktik anwenden kann, oft weiß man nicht aus welcher Richtung man beschossen wird, da hilft aber dann das übersichtliche Radar. Über die Gegner kann man nicht negatives sagen, außer das sie vielleicht ein wenig dümmer hätte sein können. (hätte nie gedacht das ich das mal sagen würde)
Kommen wir nun zum Herzstück des Spieles: Dem Multiplayer. Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten im Multiplayer. Einerseits kann man die Kampagne mit bis zu vier Spielern im Cooperative Modus durchspielen, jeder Spieler übernimmt dann einen Charakter, hier ist es schon deutlich einfacher und sinnvoller Taktik anzuwenden, da die Mitspieler schlauer sein sollten als die KI. Dann gibt es noch das normale Deathmatch indem ihr euch mit bis zu vier spieler an einer X Box gegenseitig jagen könnt, hier ist Taktik auch eher selten, teilweise sind die Maps zu groß. Der dritte Modus ist das Team Deathmatch indem jeder Spieler ein komplettes Team zur Verfügung hat und diesem wie im Singleplayer Befehle geben kann. Insgesamt macht der Multiplayer sehr viel spaß, allerdings lädt er auch dazu ein die Rambo Technik anzuwenden, denn wenn man diese im Coop Modus anwendet ist es eigentlich immer leichter als es ist wenn man es mit Taktik probiert.
Auch X Box Live unterstüzt Brute Force, leider kann man nur neuen Content (Maps) runerladen und nicht online gegeneinander oder zusammen spielen, das hätte das Spiel auf jeden fall nochmal aufgewertet.