Warum wurde Brute Force von der Fachpresse teilweise so schlecht bewertet? Naja auf dem Game steht was von Taktik, und das ist es irgendwie nicht. Das Spiel dreht sich mehr ums Ballern zu viert. Bzw auch zu 8., den Brute Force geht per LAN, was ich an einem Game schon im Vorhinein sehr begrüße. Wenn ein Spiel per LAN geht, warum dann nicht per Live? Die Antwort steht in den Sternen, aber mir ist es noch egal ob ein Spiel Live Support hat, da ich kein Live habe. Dieser fehlende Live Support bringt aber bei Prüfern außer mir Abzüge im sonst coolen Multiplayer. Falls ihr nämlich gerade zockt und ein Freund an der Tür klingelt, braucht dieser nichts weiter tun als Start zu drücken, und er ist schon mitten im Spiel. Aussteigen ist genauso leicht. Das Speichern funktioniert aber nicht richtig, es scheint als hätten Programmierer allgemein Probleme mit der Kombination Splitscreen und Speichern, denn auch bei Halo hat das nie funktioniert. Also müsst ihr jedes der 18 Level auf einem Satz durchspielen, nur nach dem Spiel wird gespeichert. Diese 18 Levels sind durchaus schön gestaltet, ihr trefft auf viele verschiedene Gegner, führt aber eher wenige komplexe Aufträge auf. Selten kommt es vor das wirkliches positionieren nötig ist, es sei denn ihr spielt auf einem der höheren Schwierigkeitsgrade (Normal, Schwer und Brutal gibt’s zur Auswahl).
Die Steuerung ist dabei euer Freund, denn sie geht schnell und ist auch einfach. Sie entscheidet sich nur geringfügig von der Steuerung von Halo. Die entscheidensten Änderungen sind die weiße Taste für Spezialfähigkeiten und das Digikreuz, um eure Leute auszuwählen. Ein Sehr nettes Feature ist das Sammeln von DNA Kanistern. Diese sind irgendwo im Level versteckt (meistens eher am Ende) und schalten neue Charaktere bzw ganze neue Teams frei. Es gibt ein Echsenteam, ein Feuerteam (mit einem tollen Hund ;-)), ein Shrike Team und das Team der Terroristen, das Brute Force noch am ähnlichsten ist. Die Brute Froce crew besteht aus Tex, einem ballerfreudigen Söldner, der die Spezialeigenschaft Berseker beherrscht, wobei er zwei Waffen in die Hand nimmt; Flint, die Sniperin; Brutus, einer Echse die sich für die Taten die an seinem Volk begangen worden sind rächen will und über Geist von Vengar, einer Wärmebildkamera verfügt und Hawk, die bei mir im Truppen deathmatch sich als schon sehr nützlich erwiesen hat, weil sie sich unsichtbar machen kann und dann ein Schwert durch ihre Gegner stößt. Truppendeathmatch heißt, das man mit einem ganzen Team gegen ein anderes Team spielt, das von einem oder mehrere eurer Freunde befehligt wird. Gespielt wird das ganze auf einer Multiplayer Karte, die die Umgebung eines Levels der Kampagne wiedergibt. Es gibt auch noch einen Deathmatch modus, der aber nicht an das Truppendeathmatch heran kommt. Waffen gibt es auch weit mehr als in Halo, sowie es die unterschiedlichsten Granaten gibt, wie eine Gasgranate, mit der ihr schnell mal ein Gebiet vernebelt, sodass euch der feindliche Sniper nicht sieht, solches strategische Denken wird aber eher selten benötigt. Die Soundkulisse ist gut dargestellt, jede Waffe macht unterschiedliche Geräusche (abgesehen es ist nur eine getunete Version, zB L Shot 75, L Shot 50, ..). Negativ ist mir in der Hinsicht nur ein Bug aufgefallen. Läuft man nämlich im Deathmatch bei einer Sumpfkarte durch Wasser, hört sich das manchmal fälschlich wie Dauerfeuer an. Shit happens, der Sound ist einfach gut. Dolby Sourround wird natürlich unterstützt, wie es sich für ein solches Spiel gehört.
Unterm Strich bleibt ein sehr gutes Spiel, das sich die Gunst einzelner Prüfer durch den fehlenden Live Support und denn Begriff Taktik Shooter vertan hat. Trotzdem ein klasse Spiel für den Splitscreen und LAN. Allein etwas langweilig.