Agent Jason Bourne hat viele frische Ideen, die jedoch zu kurz greifen.
Hollywood Action Blockbuster Mittlerweile gibt es bereits drei erfolgreiche Bourne-Filme und dank Publisher
Sierra erschien mit
Robert Ludlum's Das Bourne Komplott die erste Versoftung für Xbox 360 und PlayStation 3. Entwickler
High Moon Studios nahm sich die
Handlung des ersten Streifens als grobe Vorlage für den Actiontitel. In insgesamt elf Missionen bereist man die Schauplätze rund um den Globus. Der Übergang zwischen den einzelnen Kapiteln erfolgt dabei sehr flüssig und es gibt
kaum Ladezeiten, was die Film-Atmosphäre deutlich hebt. Kurz zur Handlung: Agent Bourne leidet an Amnesie und kann sich nur schemenhaft an seine unmittelbare Vergangenheit erinnern - schließlich ist es des Spielers Aufgabe, Licht in die Sache zu bringen.
Das Bourne Komplott wirkt auf den ersten Blick wie ein reinrassiger Brawler. Gleich zu Beginn lernt man die wichtigsten
Nahkampftaktiken, die äußerst explosiv eingesetzt werden. Es gibt zwei Möglichkeit zur Offensive: Langsame aber umso härtere bzw. schnellere aber harmlosere Schläge und Kicks machen aus Jason Bourne eine ultimative Kampfmaschine. Wird es zu brenzlig, kann sich Bourne auch mit Blocks gut aus der Affäre ziehen. Durch erzielte Treffer lädt sich dabei eine Energieleiste auf, die für maximal drei Spezialangriffe namens
Takedowns genutzt werden kann. Mit diesen Finishing Moves schaltet man normale Gegner sofort aus, wobei das besonders gelungene Motion Capturing ins Auge sticht - Takedowns sehen verdammt spektakulär aus!
Block, Hau, Hau, Takedown und WIEDERHOLEN Längere Ballerpassagen, bei denen nach
Herzenslust die Gegner weggepustet werden können, lockern die zahlreichen Faustkämpfe auf. Munition wird praktisch nie knapp, da nur drei Waffentypen
» U-Boot versenken, Heli ausschalten. |
(Pistole, Maschinengewehr und Schrotflinte) zum Einsatz kommen. Leider fällt das
freie Zielsystem sehr behebig aus (Tipp: Unbedingt in den Optionen die Sensibilität raufsetzen!), aber zum Glück darf man Takedowns auch für gezielte Schüsse einsetzen. Oftmals müssen auch
Quicktime Events (einer vorgegebenen Buttonkombination ist zu folgen) absolviert werden, die jedoch aufgrund des hervorragenden Sounddesign "erahnbar" sind und somit nicht allzu nervig ausfallen. Trotzdem heißt es oftmals Game Over, wenn man die falsche Taste erwischt.
Der Protagonist verfügt zusätzlich über den
Bourne Instinct, im Prinzip eine simple Anzeige für Ziele und Items auf der Landkarte - wobei man sich aufgrund des extrem linearen Designs wohl auch sonst kaum verlaufen könnte. Zum Drüberstreuen haben die Entwickler auch eine einzige
Fahrmission in Paris spendiert, welche sich ziemlich gewöhnungsbedürftig steuern lässt, jedoch durchaus kurzweilig ausgefallen ist. Alles in allem kann damit jedoch nicht über die
sehr kurze Spieldauer von knapp fünf Stunden hinweg getäuscht werden. Noch dazu bietet das monotone und lineare Gameplay kaum Abwechslungen. Technisch macht
Das Bounre Komplott hingegen einen guten Eindruck. Die Unreal-Engine wird zwar nicht überstrapaziert, aber coole Kampfanimationen, Cutscenes und Ballereinlagen sorgen für gute Laune. Besonderes Lob haben sich
Soundtrack und das -design verdient: Die Musik ist nicht nur unterhaltsam, sondern wirklich mitreißend. Dank der exzellenten 3D-Soundkulisse kommt überdies echtes Kinofeeling auf.