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Jenga  
» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 11.04.2008
» Gesamtwertung:
/5
1/5: Kaufwarnung
hat zahlreiche Schwächen.
Wie wir bewerten
Miese Umsetzung eines Geschicklichkeitsspiel-Klassikers

Digitales Klötzchenziehen
Mit Jenga liefert Atari eines der bisher schlechtesten Wii-Spiele überhaupt ab. Und das will bei einer Konsole, die hauptsächlich auf Casual-Gamer ausgelegt ist, einiges heißen! Das Spielprinzip dürfte von der Realvorlage
» Jenga auf Wii sollte man tunlichst meiden.
allgmein bekannt sein: Abwechselnd versuchen maximal vier Spieler – wahlweise durch unausgewogen aggierende KI-Spieler ersetzbar - einen Block aus einem aus rechteckigen Holzklötzchen gebauten Turm zu ziehen. Verloren hat, wer das Gebilde als erstes zum Einsturz bringt. Auf der Nintendo Wii haben die Entwickler versucht, dieses Spielprinzip mit Hilfe einer Physik-Engine sowie Wiimote-Steuerung nachzuempfinden.

Leider überzeugt dabei weder das Eine noch das Andere auch nur annähernd. So geht die Bedienung äußerst schlecht von der Hand, während die Physik aufgrund seltsamem Verhalten der Spielsteine wenig realistisch rüberkommt. Optionale Regelmodifikationen und verschiedene Hintergrundgrafiken trösten leider auch nicht über das miese Gameplay hinweg. Obendrein kommentieren extrem nervige Sprecher das Geschehen. Lediglich die Hintergrund-Musik der Arcade-Halle-Stage kann sich hören lassen. Optisch hingegen ist der Titel auf den ersten Blick solide, gerät aber bei komplexeren Physikberechnungen merklich ins Ruckeln.
Pro
Coole Musik in der Arcade-Stage
Contra
Mieses Handling
Seltsame KI
Fehlerbehaftete Physik-Engine
Ruckler
Fazit
Es gibt gute Spiele, es gibt schlechte Spiele und es gibt Spiele wie Jenga auf der Wii. Erstere mögen die meisten Spieler. Zweitere finden immerhin noch bei einigen wenigen Spielern Anklang. Jenga hingegen dürfte allerdings niemandem ernsthaft Spaß bereiten und mehr als 5 Minuten vor den Bildschirm fesseln. Die Steuerung ist äußerst fummelig und ungenau, die Physik-Engine verhält sich seltsam und buggy und die KI schwankt ständig zwischen Genie und Wahnsinn. Es gibt wirklich keinen Grund, sich dieses Machwerk zuzulegen. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Titel gleich satte 50 Euro kostet, während man einen Satz Jenga-Steine für rund zehn Euro ergattern kann – inklusive perfekter Bedienung und ultrarealistischer Spielphysik ...