Miese Umsetzung eines Geschicklichkeitsspiel-Klassikers
Digitales KlötzchenziehenMit
Jenga liefert Atari eines der bisher schlechtesten Wii-Spiele überhaupt ab. Und das will bei einer Konsole, die hauptsächlich auf Casual-Gamer ausgelegt ist, einiges heißen! Das Spielprinzip dürfte von der Realvorlage
» Jenga auf Wii sollte man tunlichst meiden. |
allgmein bekannt sein: Abwechselnd versuchen maximal vier Spieler – wahlweise durch unausgewogen aggierende KI-Spieler ersetzbar - einen Block aus einem aus
rechteckigen Holzklötzchen gebauten Turm zu ziehen. Verloren hat, wer das Gebilde als erstes zum Einsturz bringt. Auf der Nintendo Wii haben die Entwickler versucht, dieses Spielprinzip mit Hilfe einer Physik-Engine sowie Wiimote-Steuerung nachzuempfinden.
Leider überzeugt dabei weder das Eine noch das Andere auch nur annähernd. So geht die
Bedienung äußerst schlecht von der Hand, während die Physik aufgrund seltsamem Verhalten der Spielsteine wenig realistisch rüberkommt. Optionale Regelmodifikationen und verschiedene Hintergrundgrafiken trösten leider auch nicht über das miese Gameplay hinweg. Obendrein kommentieren extrem nervige Sprecher das Geschehen. Lediglich die Hintergrund-Musik der Arcade-Halle-Stage kann sich hören lassen. Optisch hingegen ist der Titel auf den ersten Blick solide, gerät aber bei komplexeren Physikberechnungen
merklich ins Ruckeln.