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Runaway: The dream of the turtle

» Autor: Amir-Oliver Tabba
» Datum: 11.12.2007
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Wunderschön präsentiertes Adventure, das mit logischen Rätseln und einer spannenden sowie humorvollen Story aufwartet.

Auf der Flucht
„In meinem Flugzeug fliegt ihr sicherer als in der Air Force One.“ Welch ein fataler Irrtum, denn was nützt ein funktionierender Metallvogel, wenn der Pilot während des Fluges das Zeitliche segnet? Nicht viel,
» Die Dialoge sprühen nur so vor schwarzem Humor.
aber Brian Basco, ein ehemaliger Physikstudent, gibt nicht so schnell auf. Seiner bildhübschen Freundin Gina überlässt er den einzigen Fallschirm, während er versucht die Maschine im nahegelegenen Dschungel der Ferieninsel Mala Not zu landen. Mit viel Glück überlebt Brian den Crash und begibt sich auf die Suche nach seiner Gefährtin, die wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheint. Bei seinen Nachforschungen entdeckt der junge Mann einen US-Militärstützpunkt auf dem Eiland, der ein dunkles Geheimnis birgt. Soviel zum Auftakt des spannenden und zugleich humorvollen Point & Click-Adventures Runaway: The dream of the turtle.

In dem sechs Kapiteln übergreifenden Abenteuer muss Brian mit der Hilfe des Spielers zahlreiche Knobelaufgaben lösen, um sein Ziel zu erreichen. Neben dem Führen von Gesprächen steht auch das Untersuchen der Schauplätze und Kombinieren von Gegenständen an der Tagesordnung. Nur wer genau aufpasst und seine grauen Zellen richtig arbeiten lässt, hat eine Chance, die knackigen, aber zumeist logischen Rätsel zu meistern.

Jener, der weiß, redet nicht
Die Steuerung des Adventures ist äußert simpel ausgefallen. So wird der Protagonist rein per Touchpen kontrolliert. Durch kurzes Antippen einer Stelle geht der Held zum
» Die Videos strotzen nur so vor Spannung.
gewünschten Zieltort. Fährt man mit Stylus über einen interessanten Gegenstand, verwandelt sich das Steuerkreuz in eine Lupe. Dadurch ist es möglich die Umgebungen noch genauer zu untersuchen. Wechselt man nun von der Lupe zum Interaktionsbefehl, so nimmt Brian das Utensil an sich oder führt die angegebene Aktion aus. Gesammelte Items landen im Inventar, wo diese des Öfteren miteinander kombiniert werden müssen, um bestimmte Rätsel zu lösen. Durch einfaches Drag & Drop oder Durchwählen per Schultertasten kann man die Gegenstände an den gewünschten Stellen bzw. Personen anwenden. Trotz dieser simpeln Interaktionsmöglichkeiten ist die Steuerung zeitweise sehr fummelig ausgefallen.

Drückt man mit dem Stylus länger auf den Touchscreen wechselt das Spiel von der normalen Perspektive in die Detailansicht. Dies ist vor allem bei sehr kleinen Gegenständen bitter nötig, da sie sonst leicht übersehen werden. Hält man aus Versehen den Stylus einen Bruchteil zu lange gedrückt wechselt das Game die Perspektive, womit sich auch der Befehl ändert. Dies sorgt für unnötigen Frust, da es manchmal mehrere Versuche benötigt, um eine Aktion auszuführen.

Die Affeninsel lässt grüßen
Natürlich stehen während des Abenteuers auch zahlreiche Gespräche mit verschiedenen Charakteren an. Diese laufen per Multiple-Choice-Verfahren ab und liefern viele wichtige
» Der Comic-Look ist äußerst detailliert gelungen.
Informationen zu den anstehenden Knobelaufgaben. Aber sie dienen nicht nur zum Sammeln von Hinweisen, sondern bieten auch einen großen Unterhaltungswert. Regelmäßig stellt Brian seinen schwarzen Humor zur Schau, in dem er seinem Gegenüber mit bissigen Kommentaren begegnet. Filmkenner werden auch zahlreiche Anspielungen auf bekannte Hollywoodstreifen wie Forrest Gump, Verschollen oder Fluch der Karibik entdecken. Ebenso amüsant wie die Dialoge sind auch die Charaktere selbst ausgefallen.

Dank dem wunderschönen und detailreichen Comic-Look versprühen diese einen besonderen Charme. So amüsiert man sich über den studierten Surfer, der seine Übungen auf dem Trockenen ausführt, oder die sexy Bardame, die ständig über ihre Ex-Freunde redet. Aber nicht nur die liebevolle Spielgrafik weiß mit ihren vielen Details und dem Artwork zu begeistern, auch die toll animierten Videosequenzen wissen Spieler zu entzücken. Einzig die zeitweise erkennbaren Artefakte trüben ein wenig das Bild, sind aber auf die begrenzten Möglichkeiten der Hardware zurückzuführen. Für die entsprechende Atmosphäre sorgen nette Melodien, die zu den jeweiligen Schauplätzen passen, ebenso wie die kräftigen Klangeffekte.
Pro
Detailreicher Comic-Look
Humorvolle Dialoge
Schöne Videosequenzen
Logische Rätsel
Simple Steuerung …
Contra
… die jedoch fummelig ausgefallen ist
Erkennbare Artefakte in den Videos
Kleine Gegenstände sind schwer zu erkennen
Fazit
Runaway: The dream of the turtle ist ein gelungenes Point & Click-Adventure für den Nintendo DS, das sich nicht vor der Konkurrenz verstecken muss. Das Spiel besticht mit seinem detaillierten Comic-Look und versprüht deshalb ungemein viel Charme. Aber nicht nur die Grafik und die beeindruckenden Videosequenzen wissen den geneigten Zocker in den Bann zu ziehen, sondern auch die spannenden sowie humorvollen Dialoge. Neben dramatischen Wendungen punktet das Game mit seinem schwarzen Humor. Ständig gibt Brian bissige Kommentare von sich, die ein wenig an jene aus Monkey Island erinnern. Auch die Rätsel wissen mit ihrem zumeist logischem Aufbau zu überzeugen, sind aber trotzdem knackig ausgefallen. Dank der simplen Steuerung werden auch Anfänger schnell in Brians Abenteuer zurechtfinden und die Umgebungen nach allen möglichen Gegenständen absuchen. Leider ist die Kontrolle per Touchpen etwas fummelig ausgefallen, da es an manchen Stellen oftmals mehrere Anläufe benötigt, bis der Held die gewünschte Aktion ausführt. Trotz dieses Makels kommen Adventure-Fans um diesen Titel für den Nintendo DS nicht herum. Alle anderen sollten Brian eine faire Chance geben und sein Abenteuer zumindest probespielen.
Infos
Erhältlich für
Genre
Adventure
Publisher
Koch Media
Entwickler
Cyanide
Website
www.runaway-spi...
Release
30. November 2007
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User-Bewertung
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1 Review
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