Grafisches 16-Bit-Meisterwerk, das spielerisch äußerst schlecht gealtert ist.
Art of Street FightingNachdem zu Beginn der Neunziger mit
Street Fighter 2 der große Beat 'em Up-Boom losgetreten wurde, dauerte es nicht lange, bis sich zahlreiche Nachahmer einstellten. Besonders
» Ähnlichkeiten zu SFII sind offensichtlich. |
dreist zeigt sich hier das 1992 für das Neo Geo erschienene
Art of Fighting. Allein ein Blick auf den Hauptcharakter Ryo bezeugt die Anleihen am großen Vorbild. Dieser sieht Ken zum Verwechseln ähnlich und besitzt unter unter anderem einen blauen Feuerball als Special Move. Auch die bei
SFII eingeführten
Bonus-Stages finden sich in ähnlicher Form wieder.
Der
900 Wii-Punkte teure Download wartet mit seinerzeit noch nicht gesehener Grafik auf und verwöhnt das Zockerauge mit detaillierten Kämpfersprites und liebevoll gestalteten Hintergründen. Besonders der
Zoom-Effekt, der im Nahkampf bildschirmfüllende Haudegen präsentiert und bei zunehmender Distanz flüssig aus dem Geschehen rauszoomt, sorgte anno 1992 ebenso für Begeisterung wie zunehmende Blessuren im Gesicht der Recken. Leider kann der Sound hier nur bedingt mithalten, denn vor allem die Musikstücke erweisen sich nicht als besonders gelungen. Von den insgesamt
acht Kämpfern stehen euch im Story-Modus nur zwei zur Auswahl, der Rest kann bloß im Versus-Modus gesteuert werden. Zudem ließen das beschränkte Move-Repertoire und das Fehlen eines Combo-Systems den Titel äußerst schlecht altern.