Leider abermals nur ein Mini-Update mit schlechtem Online-Modus.
Budokai die DritteWieder einmal bringt Atari ein weiteres
Dragon Ball Z-Spiel der Budokai Tenkaichi-Reihe auf den Markt und wieder einmal werden sich Kenner der Serie sofort heimisch fühlen. Echte Neuerungen sucht man abseits
des heiß erwarteten Online-Modus nämlich mit der Lupe. Natürlich zählen dazu die obligatorischen neuen Charaktere. Im Gegensatz zum Vorgänger sind nun satte
160 Charaktere aus der bekannten Anime-Serie spielbar, während neue Stages für optische Abwechslung in den Kämpfen sorgen.
Ebenso bekannt wie beliebt ist der große Umfang des Titels.
Etliche Spiel-Modi sorgen für stundenlange Beschäftigung unter Fans der Serie, während auch gestandene Beat'em Up-Fans ihren Spaß mit dem Produkt haben werden. Im Story-Modus erlebt man zahllose Schlüsselfights der Anime-Reihe inklusive Dialog-Sequenzen, die mit viel Sprachausgabe unterlegt sind. Auch wenn dieser nicht ganz so gigantisch wie im zweiten Teil ausgefallen ist, gibt es immer noch viel zu tun für alle Prügel- und Dragon Ball-Fans. Im Ultimativen Kampf sowie der Dragon Ball-Welttour nimmt der Spieler es in Turnieren mit zahlreichen KI-Gegnern auf. Der Duell-Modus schließlich dient zum einfachen Fighten gegen KI-Gegner oder menschliche Kontrahenten mittels
Split-Screen-Modus.
Actionreiche Kämpfe im Anime-LookAn der Kampf-Engine hat sich nichts geändert. Nach wie vor werden die Charaktere in begrenzten Areale frei im dreidimensionalen Raum gesteuert. Dabei kann man sich nicht nur am Boden bewegen, sondern dank
» ... wie spielerisch ... |
Flugfähigkeit aller Charaktere auch in der Vertikalen. Die Kamera befindet sich dabei meist schräg hinter dem Charakter, was für eine bessere Übersicht sorgt. Normale Schläge, Tritte, Blocks und Kombos dienen vornehmlich dem
Aufladen der KI-Energie, welche schlussendlich in tödliche Fern- Spezial-Attacken umgewandelt werden kann.
Das Kampfsystem ist nach wie vor sehr spaßig und sorgt für spektakuläre Auseinandersetzung, welche dank hervorrangender Special-Effects den Fernsehvorbildern in nichts nachstehen. Auch die restliche grafische Gestaltung weiß zu gefallen, auch wenn sich im Vergleich zum Vorgänger nichts Augenscheinliches geändert hat:
Schick modellierte Figuren, welche ihre Zeichentrickvorbilder perfekt treffen, solide Umgebungsgrafiken und eine farbenfrohe Gestaltung sorgen für eine gelungene Optik. Unterstrichen wird das Ganze durch
gelungene Soundeffekte und eine entsprechende Musikuntermalung.
Lags, Lags, LagsDurch erfolgreiches Kämpfen lassen sich Z-Punkte verdienen, welche in einem Shop gegen Charakterupgrades eingetauscht werden dürfen. So baut man sich nach und nach einen echten Superkrieger, der später
» ... sucht man Unterschiede zum Vorgänger mit der Lupe. |
natürlich auch in Versus-Kämpfen sowohl off- wie auch online einsetzbar ist. Leider bringt auch der dritte Teil der Serie die selben Probleme mit sich, wie die Vorgänger. So spielen sich die
Charaktere recht ähnlich, was die Freude über die gigantische Anzahl an Kriegern mindert. Außerdem ist die Implementierung der Wiimote abermals nicht gegückt, was einen schnell zum Gamecube oder Classic-Controller greifen lässt.
Die größte Enttäuschung stellt allerdings der Online-Modus dar. Dieser funktioniert nur unbefriedigend, da es in Onlinepartien ständig zu
herben Lags kommt. Gerade bei einem Beat'em Up ein absolutes KO-Kriterium – sind schnelle schnelle Reaktionszeiten doch ein Muss. Somit ist das Feature, welches den Titel wohltuend von seinen Vorgängern abheben sollte, ziemlich unbrauchbar, was dem Gesamteindruck des Titels schadet und ihn zu nicht mehr als einem Update des Vorgängers verkommen lässt.